Entdecken Sie die geheimen Seiten Vietnams!
Staatlich kontrollierte Internetcafés, gesperrte Internetseiten, 13 Jahre Gefängnis für regierungskritische Artikel : Neben attraktiven Reisezielen hat Vietnam eine systematische Unterdrückung der Informations- und Meinungsfreiheit zu bieten. Die kommunistische Führung wacht über alle Medien, kontrolliert die Einstellung von Journalisten und gibt Richtlinien für die Berichterstattung vor. Kritische Medienleute gelten als "kriminelle Spione". Ihnen drohen Repressionen von gewaltsamen Angriffen bis hin zu hohen Haftstrafen. Der Einparteienstaat ist auf der Rangliste von Reporter ohne Grenzen auf Platz 161 von 167 untersuchten Ländern.
Online-Journalist Pham Hong Son, seit 2003 im Gefängnis | Gegen unerwünschte Inhalte im Internet geht die Regierung besondershart vor. Allein im Januar 2005 wurden drei Seiten verboten. DreiOnline-Journalisten sind wegen ihrer Berichte in vietnamesischenGefängnissen. Einer von ihnen ist Pham Hong Son. 2003 erhielt er eineStrafe von 13 Jahren Gefängnis und drei Jahren Hausarrest, weil erArtikel zum Thema Demokratie übesetzt und auf seine Internetseitegestellt hatte. Inzwischen wurde seine Haftstrafe auf fünf Jahrereduziert; doch dringend benötigte medizinische Behandlung wird PhamHong Son nach wie vor verwehrt. |
Präsident Tran Duc Luong sorgt für Zensur in Vietnam |
Petition zur Freilassung von Pham Hong Son bei rsf.org
(in Englisch und Französisch, öffnet in neuem Fenster)
Unvergessliches Birma
Win Tin wird die Jahre seit 1989 bestimmt nie vergessen: Seitdem ist erhinter Gittern, weil er sich für Demokratie eingesetzt, seine Meinunggeäußert und ausländische Medien über die unmenschlichenHaftbedingungen in Birma/Myanmar informiert hat.
Fünf Monate war er in einen Hundezwinger eingesperrt, zweiHerzinfarkte hat er erlittern und fast alle Zähne verloren. Mehrmalsversprach ihm die Militärjunta seine Entlassung, wenn er sich vonseiner politischen Überzeugung lossagen würde. Win Tin lehnte immer ab.Sieben weitere Journalisten sind in Birma/Myanmar inhaftiert - mitGefängnisstrafen bis zu 22 Jahren.
| Über Menschenrechte, Aids, Drogen und Korruption erfahren die Menschenin Birma nichts. Das Militär kontrolliert die zwei Tageszeitungen sowiedie Radio- und Fernsehsender des Landes.Ein Zensurkomitee wacht überalle Publikationen: Jeder Text mussvor dem Erscheinen freigegebenwerden. 19 Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen wurden allein 2004geschlossen, nur drei von ihnen durften ihre Arbeit wieder aufnehmen.So ist Birma mit Kuba und Nordkorea Schlusslicht der Rangliste vonReporter ohne Grenzen zur Situation der Pressefreiheit weltweit (Rang165 von 167). |
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Petition zur Freilassung von Win Tin bei rsf.org
(in Englisch und Französisch, öffnet in einem neuem Fenster)
Hier sind die Malediven wirklich authentisch
In der Drei-Quadratmeter-Zelle der 23-jährigen Fathimath Nisreen. Dort war sie mehrere Monate eingesperrt in stickiger Luft, ohne Ventilator, mit nur fünf Litern Wasser pro Tag, um sich zu waschen und zu trinken, mit einem Stück Sperrholz als Bett und ohne Besuche.
Ihr Vergehen: Sie hat Staatspräsident Gayoom mit einem Pharao verglichen und de nunabhängigen Online-Newsletter Sandhaanu verbreitet. Inzwischen ist ihre zehnjährige Haftstrafe in Verbannung umgewandelt: Sie muss für fünf Jahre auf der kleinen Insel Feeail, fernab ihrer Heimatstadt Male, leben. Arbeiten darf sie dort nicht.
| Seit 26 Jahren ist Maumoon Abdul Gayoom Präsident der Malediven. Er kontrolliert direkt oder indirekt alle führenden Medien der Insel. Nur wer einen journalistischen Abschluss hat, darf eine Zeitung herausgeben - doch es gibt keine journalistische Ausbildung auf den Malediven. So sind Internetund elektronische Newsletter die einzige Möglichkeit, unabhängige Nachrichten und eigene Meinungen zu verbreiten. Und obwohl Artikel 25 derVerfassung allen Bürgern das Recht garantiert, ihre Auffassung und ihre Ideen "mündlich, schriftlich oder auf jedem anderen Weg" auszudrücken, duldet Gayoom nicht die geringste Kritik. |
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Fathimath Nisreen über ihre Haft
10. Mai 2005: Fathimath Nisreen begnadigt!
Vielen Dank für Ihre Teilnahme am Petitionsverfahren!
Unbekanntes Tunesien
Präsident Ben Ali - seit 1987 an der Macht - schränkt das Recht auf freie Information mit allen Mitteln ein. Das Internet wird überwacht, Online-Artikel werden zensiert. Hunderte von Websites sind in Tunesien gesperrt. Demonstrationen für eine freie Presse werden verboten; Journalisten, die dem Staatschef nicht nach dem Mund reden, schikaniert und verhaftet. Sicherheitskräfte schrecken sogar vor Folter nicht zurück, da eine Strafverfolgung in der Regel ausbleibt.
So greifen viele Journalisten zur "Schere im Kopf". Sie vermeiden kritische Themen, um nicht überwacht, verfolgt, verhaftet oder an der Ausreise gehindert zu werden.
| Sihem Bensedrine hat dennoch die regierungskritische Wochenzeitschrift Kalima (Das Wort) gegründet und setzt sich seit vielen Jahren für Menschen- und Frauenrechte in Tunesien ein. Für dieses Engagement wurde sie immer wieder Opfer von Gewalt und mehrfach verhaftet. Acht jugendliche Internetnutzer erhielten Ende 2004 Haftstrafen von bis zu 26 Jahren. Angeblich hatten sie verbotene Websites gelesenund Material heruntergeladen. Ihre Geständnisse wurden unter Folter erzwungen. |
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Hamadi Jebali, Herausgeber der Wochenzeitung Al Farj, wurde 1992 zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte mehrmals kritische Artikel über die Regierung publiziert.Ihm wird die Mitgliedschaft in einer illegalen Organisation vorgeworfen. In der Rangliste von Reporter ohne Grenzen zur Pressefreiheit liegt Tunesien auf Platz 152 (von 167). Petition zur Freilassung von Hamadi Jebali bei rsf.org |
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Kuba , wie es kaum einer kennt
Nur kritische Journalisten und Dissidenten wie Ricardo González kennen die Kehrseite des Urlaubsparadieses. González ist für 20 Jahre hinter Gittern, weil er die einzige unabhängige Zeitung Kubas gegründet und regelmäßig auf Verletzungen der Pressefreiheit in dem Land aufmerksam gemacht hat.
Neben ihm sind 21 weitere Journalisten auf Kuba im Gefängnis. Ihr Vergehen: Sie haben kritische Artikel über Castros Kuba in ausländischen Medien veröffentlicht und sich mit US-Diplomaten getroffen. Die Insel zählt nach China zum weltweit größten Gefängnis
für Reporter. Staatschef Fidel Castro macht eine unabhängige Berichterstattung und den Zugang zu freier Information unmöglich.
| Die einzige unabhängige Zeitung des Landes - Ricardo González' |
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Tania Quintero über unabhängige Journalisten auf Kuba
Petition zur Freilassung von Ricardo González bei rsf.org
(in Englisch und Französisch, öffnet in neuem Fenster)




General Than Shwe,
Fathimath Nisreen, verbannt auf eine kleine Insel
Maumoon Abdul Gayoom, seit Nov. 78 Präsident
Sihem Bensedrine
Hamadi Jebali, für 16 Jahre
Ricardo González, für 20 Jahre hinter Gittern
Staatsshef Fidel Castro


