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| Berlin, den 5. November 2001
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht neue Liste
Die Feinde der Pressefreiheit Um Menschenrechtsverletzungen ein Ende zu setzen, sollte man die Täter kennen. Reporter ohne Grenzen veröffentlicht die aktuelle Liste der 39 schlimmsten Widersacher der Pressefreiheit. Ganz oben auf der Liste der internationalen Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit stehen Führer wie Ali Chamenei (Iran), Jiang Zemin (China) und Than Shwe (Birma). Aber auch die ETA (Spanien), die palästinensischen Sicherheitskräfte, Shaul Moffaz (Generalstabschef der israelischen Armee), Fahd ibn al-Saud (König von Saudi-Arabien) Robert Mugawe (Zimbabwe) und Mullah Mohammed Omar (Afghanistan) gehören dazu. Zurzeit sind es 39 - doch die Liste ist offen. Seit der letzten Veröffentlichung am 3. Mai 2001, dem internationalen Tag der Pressefreiheit, sind acht weitere "Feinde" hinzugekommen. "Verletzungen der Pressefreiheit geschehen nicht einfach. Dahinter stehen Menschen, die dafür verantwortlich sind - seien es Präsidenten, Minister, Staatsanwälte, Generäle oder sonstige Armeeangehörige, Revolutionsführer oder Anführer einer bewaffneten Gruppe", stellt Robert Ménard, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen, fest. "Sie müssen zur Rechenschaft gezogen werden", so Ménard weiter. Die Straflosigkeit der Mörder von Journalistinnen und Journalisten ist derzeit die größte Herausforderung für Menschenrechtsorganisationen, die sich die Verteidigung der Pressefreiheit und den Schutz verfolgter Journalisten zur Aufgabe gemacht haben. Deshalb hat Reporter ohne Grenzen das Projekt "Damokles" gestartet. Das Projekt soll dazu beitragen, die größten Widersacher der Pressefreiheit von gestern und heute vor Gericht zu stellen. Die Liste der 39 Feinde der Pressefreiheit mit Kurzportraits kann bei Reporter ohne Grenzen angefordert werden. Kurzportrais der Feinde sind auf der Seite von RSF zu finden.
Für weitere Informationen: Tel. (030) 615 85 85 | ||||||||||||