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Berlin, den 17. Oktober 2001

Afghanistan
Unterschriftenaktion zur Freilassung von Journalisten in Afghanistan

Reporter ohne Grenzen fordert die Freilassung des französischen Journalisten Michel Peyrard, Mitarbeiter von Paris Match, und seiner zwei pakistanischen Führer Mukkaram Kahn und Mohammad Irfan.

Zusammen mit Alain Genestar, dem Chefredakteur der Wochenzeitschrift Paris Match, ruft die internationale Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit dazu auf, eine Petition zur Freilassung der drei Männer zu unterzeichnen, denen die Todesstrafe droht. Die Unterschriftenliste soll nächste Woche der Taliban-Botschaft in Islamabad übergeben werden.

Schicken Sie bitte eine E-Mail an asie@rsf.org, in der Sie Ihren Namen angeben und - sollten Sie Journalist sein - die Zeitung oder den Sender nennen, für die Sie tätig sind. Einen direkten Link zu der E-Mail Adresse finden Sie auch unter www.rsf.org (englisch und französisch).

Peyrard, Kahn und Irfan wurden am 9. Oktober in Goschta (zwischen der pakistanischen Grenze und Dschalalabad) von den Taliban verhaftet und nach Dschalalabad gebracht. Nach Angaben eines BBC-Korrespondenten, der die drei Inhaftierten am 15. Oktober interviewt hat, werden Sie gut behandelt. Die Taliban bezichtigen sie der Spionage; in Afghanistan steht darauf die Todesstrafe. Der Spionagevorwurf wird vor allem mit der vorgefundenen Ausrüstung der Journalisten begründet, so z. B. ein Satellitentelefon, wie es Reporter in Konfliktregionen üblicherweise benutzen.

Michel Peyrard war im Auftrag der Wochenzeitschrift Paris Match unterwegs. Er ist ein sehr erfahrener Journalist, der über Konflikte in Nicaragua, in der Region am Persischen Golf, in Bosnien, Kosovo und Tschetschenien berichtet hat.

Für weitere Informationen: Tel. (030) 615 85 85
deutsch: www.reporter-ohne-grenzen.de
französisch / englisch / spanisch: www.rsf.fr

kontakt@reporter-ohne-grenzen.de