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		<title>Reporter ohne Grenzen RSS-Feed</title>
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			<title>Reporter ohne Grenzen RSS-Feed</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 14 May 2013 16:11:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Deutscher Journalist in syrischem Gefängnis</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/deutscher-journalist-in-syrischem-gefaengnis/</link>
			<description>Der deutsche Journalist Armin Wertz (68) wird seit mehr als einer Woche von Sicherheitskräften der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der deutsche Journalist <b>Armin Wertz </b>(68) wird seit mehr als einer Woche von Sicherheitskräften der syrischen Regierung in Aleppo gefangen gehalten. Wertz hat bereits aus zahlreichen Kriegs- und Krisengebieten berichtet. Er lebt in Indonesien und schreibt unter anderem für den Berliner <i>Tagesspiegel</i> und verschiedene asiatische Zeitungen. Anfang Mai reiste er über die türkisch-syrische Grenze nach Aleppo, wo ihn die syrische Polizei wenig später festnahm. Eigenen Angaben zufolge wird er in der Haft „korrekt behandelt“. Wertz nahm über Kollegen Kontakt zu <i>Reporter ohne Grenzen</i> auf. Das Auswärtige Amt und ROG bemühen sich um seine Freilassung. <br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 May 2013 16:11:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>The Bobs: Reporter ohne Grenzen-Award geht nach Togo</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/the-bobd-reporter-ohne-grenzen-award-geht-nach-togo/</link>
			<description>Die togolesische Journalistin Fabbi Kouassi gewinnt mit ihrem Blog den „Reporter ohne...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die togolesische Journalistin <b>Fabbi Kouassi </b>gewinnt mit ihrem Blog den „Reporter ohne Grenzen-Award“ 2013. Dieser wird im Rahmen des Wettbewerbs „The Bobs – Best of Online Activism“ verliehen, den <i>Reporter ohne Grenzen</i> und die <i>Deutsche Welle</i> seit 2005 jährlich vergeben. Der Preis soll die Vielfalt und das Engagement der internationalen Blogosphäre unterstützen und zeichnet Blogger aus, die sich in herausragender Weise für freie Meinungsäußerung im Internet und gegen Zensur jeglicher Art einsetzen. <br /><br />Die junge Menschenrechtsaktivistin Fabbi Kouassi schreibt auf <i><link http://fabbikouassi.wordpress.com/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Fabbikouassi’s Blog</link></i>&nbsp; über brisante Themen, die in den Medien ihres autokratisch regierten Landes verschwiegen werden und die auch in der Öffentlichkeit anderer Länder nur wenig Gehör bekommen: Die alltägliche Gewalt, die Gefahren für Journalisten und die ständige Angst vor der Brutalität und Unterdrückung der Polizei. Erst kürzlich zeigte die Polizei wieder ihr gewalttätiges Gesicht gegenüber Journalisten, als sie diese mit Tränengas davon <link http://bit.ly/13XRoxt _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">abhielt</link>, gegen ein neues Mediengesetz zu demonstrieren. Mit ihren Themen begibt sich die Bloggerin selbst in ständige Lebensgefahr. Der Preis würdigt ihr besonderes Engagement für freie Meinungsäußerung in einem Land, das trotz aller Missstände oft vergessen wird – wie auch viele andere Regionen in Afrika.<br /><br />Für den „Reporter ohne Grenzen-Award“ standen in diesem Jahr <link http://bit.ly/10fDPTb _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">14 Blogs</link> in 14 verschiedenen Wettbewerbssprachen im Finale. Insgesamt waren für „The Bobs“ über 4.200 Wettbewerbs-Vorschläge eingegangen. Eine internationale 15-köpfige <link http://bit.ly/XpKgYR _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Jury</link> hat am vergangenen Wochenende die Gewinner festgelegt. Preisträger des „Best Blog Award“ ist <b>Li Chengpeng</b>, einer der bekanntesten <link http://blog.sina.com.cn/lichengpeng _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Blogger</link>, Autoren und Gesellschaftskritiker Chinas. In den anderen Kategorien vergab sie Preise unter anderem nach Marokko, Bangladesch und für ein internationales Kollektiv. Der Publikumspreis für den „Reporter ohne Grenzen Award“ geht an <b>Kambiz Hosseini</b>, der in seinem <link http://soundcloud.com/ichripodcasts _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Podcast</link> wöchentlich die Menschenrechtslage im Iran diskutiert.&nbsp; Insgesamt sind über 90.000 Online-Stimmen für den Wettbewerb eingegangen. <br /><br />Die Auszeichnungen in den sechs Hauptkategorien werden am 18. Juni 2013 auf dem Deutsche Welle <link http://bit.ly/140yfZ0 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Global Media Forum</link> in Bonn übergeben. Heute wird zudem die kubanische Bloggerin&nbsp;<link http://bit.ly/16NmclV _blank external-link-new-window "Opens external link in new window"><b>Yoani Sánchez</b></link> ihren Preis bei der Berliner Internetkonferenz <i>re:publica</i> entgegennehmen: Sie gewann mit <i>Generación Y</i> bereits 2008 den „Best Blog Award“ sowie den Publikumspreis des „Reporter ohne Grenzen-Award“, durfte aber erst im vergangenen Monat aus Kuba ausreisen. <br />&nbsp;<br />Im <link http://bit.ly/KeIRgN _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">letzten Jahr</link> fiel die Wahl der Jury für den „Reporter ohne Grenzen-Award“ auf den bengalischen Blogger <b>Abu Sufian</b>, der gegen Korruption und die Willkür der Gerichte kämpft. Der Publikumspreis ging an den Blog <i>Invisible Tibet</i>, in dem <b>Tsering Woeser</b> von Peking aus über Menschenrechtsverletzungen in Tibet berichtet. 
<br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link><br /><br /><br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 07 May 2013 12:19:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Gauck sollte auf Kolumbien-Reise besseren Schutz von Journalisten einfordern</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/gauck-sollte-auf-kolumbien-reise-besseren-schutz-von-journalisten-einfordern/</link>
			<description>ROG fordert Bundespräsident Joachim Gauck auf, sich bei seinem Staatsbesuch in Kolumbien in dieser...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>Reporter ohne Grenzen</i> fordert Bundespräsident Joachim Gauck auf, sich bei seinem Staatsbesuch in Kolumbien in dieser Woche für einen besseren Schutz von Journalisten vor Polizeigewalt und vor Angriffen bewaffneter Gruppen einzusetzen. Ungeachtet der Friedensgespräche zwischen der Regierung und der Rebellenorganisation Farc sind Berichterstatter in dem Land immer wieder massiven Drohungen und Angriffen ausgesetzt, die von unterschiedlichen Konfliktparteien ausgehen. „Die kolumbianischen Behörden müssen Drohungen und Angriffe gegen Journalisten zügig untersuchen und verfolgen“, forderte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.
Erst vergangene Woche&nbsp;<link http://www.miamiherald.com/2013/05/02/3376515/top-colombian-investigative-journalist.html _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">schossen</link> Unbekannte auf das Auto des Investigativreporters <b>Ricardo Calderón</b>, der für das Nachrichtenmagazin&nbsp;<link http://www.semana.com/nacion/articulo/el-atentado-contra-ricardo-calderon-repudiable/341900-3 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window"><i>Semana</i></link> arbeitet. Calderón berichtete anschließend, die Angreifer hätten ihn vor den Schüssen namentlich angesprochen. Der Journalist entkam unverletzt und steht nun unter Polizeischutz. Er hat wiederholt Skandale aufgedeckt und berichtete zuletzt über luxuriöse Haftbedingungen für Militärs, die wegen Menschenrechtsverletzungen in Haft sind.
Im Januar wurden mehrere Journalisten in einer Küstenregion im Nordwesten des Landes<link http://en.rsf.org/colombia-wave-of-threats-against-01-02-2013,44012.html _blank external-link-new-window "Opens external link in new window"> bedroht</link>, die als Hochburg des organisierten Verbrechens gilt. Der Kriminalreporter <b>Amilkar Alvear</b> und der Fotograf <b>Jairo Cassiani </b>von der Zeitung <i>Al Día</i> erhielten per Brief Todesdrohungen von der Verbrechergruppe Los Urabeños, die von ROG zu den&nbsp;<link http://bit.ly/105Ykpf _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">„Feinden der Pressefreiheit“</link> gezählt wird. In den Briefen forderte die Gruppe die beiden Journalisten auf, die Stadt Montería binnen 48 Stunden zu verlassen, weil sie zu viel über Los Urabeños gesprochen hätten. Beide haben verschiedentlich über Festnahmen von Mitgliedern der Gruppe berichtet.&nbsp; 
Zahlreiche Journalisten wurden im Februar und März von Bereitschaftspolizisten&nbsp;<link http://bit.ly/X46gJ7 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">angegriffen</link>, während sie über einen Streik von Kaffeebauern in den Departements Huila und Tolima berichteten. So wurden in Huila drei Mitarbeiter des Senders <i>Radio Garzón</i> verletzt, als die Polizei Tränengasgranaten in ihren Redaktionsräumen zündeten, in denen Bauern Zuflucht vor Angriffen gesucht hatten. Eine der Verletzten war die im siebten Monat schwangere <b>Luz Ángela Rodriguez</b>, die anschließend stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Radiosender musste wegen der schweren Schäden an seiner Ausrüstung den Sendebetrieb unterbrechen. Am selben Tag griffen Beamte der Nationalpolizei in Huila zwei Fernsehjournalisten der Sender <i>TV Caracol</i> und <i>RCN Televisión </i>verbal und tätlich an und beschädigten ihre Ausrüstung.
Am 27. November 2012 starb der freie Journalist <b>Guillermo Quiroz Delgado </b>an den schweren Verletzungen, die er eine Woche zuvor beim Sturz von einem Polizeifahrzeug in San Pedro im Departement Sucre erlitten hatte. Quiroz hatte dort über Proteste gegen einen Energiekonzern berichten wollen und wurde wegen angeblich nicht ordnungsgemäßer Papiere seines Motorrads angehalten.&nbsp;<link http://bit.ly/RwxqVW _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Umstritten</link> ist, warum er dann in den Polizeiwagen geladen wurde und was dort vorfiel.&nbsp;
Auch während der Berichterstattung über die „Nationale Woche der Entrüstung“ im&nbsp;<link http://bit.ly/S8wbKY _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Oktober 2012</link> - eine Serie friedlicher Proteste für Sozialreformen und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft in die Friedensverhandlungen mit der Farc - wurden mehrere Journalisten Ziel von brutalen Angriffen der Polizei. Dem Journalisten <b>Ernesto Mercado</b> von der Zeitung <i>El Turbion</i> etwa zerstörten Polizisten mit ihren Schlagstöcken die Videokamera und andere Ausrüstungsgegenstände. <b>Guillermo Castro</b> von der Webseite <i>Macarenazoo</i> nahmen Polizisten den Presseausweis ab, als er sich weigerte, ihnen seine Aufnahmen auszuhändigen. Solche Angriffe sind in Kolumbien besonders bei Demonstrationen häufig. 
Anlass zu anhaltender Sorge sind ferner die&nbsp;<link http://bit.ly/NjVMy6 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Einschüchterungen</link>, Sabotageakte und Bomben gegen nichtkommerzielle lokale Radiosender im Departement Cauca. Diese Sender spielen dort eine wichtige Rolle für den sozialen Zusammenhalt und die Bewahrung der Kultur der indigenen Bevölkerung. Da sie auch deren politische Forderungen transportieren, geraten sie häufig ins Visier der Konfliktparteien. Infolge wieder verstärkter Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Farc im vergangenen Sommer mussten zwei solche Sender, <i>Voces de Nuestra Tierra</i> in Jambaló und <i>Nasa Estéro</i> in Toribío, den <link http://bit.ly/15pdvyn _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Sendebetrieb aussetzen</link>. 
Auf der ROG-Rangliste der Pressefreiheit steht Kolumbien auf Platz 129 von 179 Ländern.
<b>Pressekontakt:<br /></b> Reporter ohne Grenzen<br /> Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /> <link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link><br /> 
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 May 2013 12:38:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Neue „Feinde der Pressefreiheit“ in Ägypten, Syrien und Pakistan / zum 3. Mai</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/neue-feinde-der-pressefreiheit-in-aegypten-syrien-und-pakistan-zum-3-mai/</link>
			<description>Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt Reporter ohne Grenzen die neue Liste...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt <i>Reporter ohne Grenzen</i> (ROG) die neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Sie umfasst rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke, die unabhängige Journalisten verfolgen und versuchen, Medien gleichzuschalten. Neu auf der Liste stehen zum Beispiel die Muslimbruderschaft in Ägypten, die syrische Rebellengruppe Al-Nusra-Front und bewaffnete Rebellen im pakistanischen Baluchistan. Andere, wie die baskische Untergrundorganisation ETA und den birmanischen Präsidenten Thein Sein, zählt <i>Reporter ohne Grenzen </i>hingegen nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. <br /><br />In ÄGYPTEN tauschten die Muslimbrüder mithilfe ihrer Mehrheit im Parlament und ihrem Kandidaten Mohammed Mursi als Präsident die Herausgeber und Chefredakteure staatlicher Zeitungen aus und ersetzten sie mit Getreuen. Der von Mursi ernannte Generalstaatsanwalt Talaat Abdullah überzieht kritische Journalisten mit Klagen wegen Verleumdung, Beleidigung des Präsidenten und Verunglimpfung des Islam. Ausländische Korrespondenten werden als Spione diffamiert, einheimische Kollegen mit Gewalt bedroht.<br /><br />In SYRIEN, wo seit Beginn des Aufstandes im März 2011 mindestens 23 Journalisten und 59 Bürgerjournalisten getötet wurden, zählt ROG Präsident Baschar al-Assad seit Jahren zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Auf der aktuellen Liste stehen jedoch auch gegen ihn kämpfende Rebellen. Die im April 2011 gegründete Al-Nusra-Front greift systematisch Mitarbeiter syrischer Staatsmedien an, entführt Journalisten und bedroht ausländische Korrespondenten, die die Rebellen kritisieren. Neu hinzugekommen sind auf der Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ 2013 außerdem religiöse Extremisten auf den MALEDIVEN und bewaffnete Gruppen in PAKISTAN, die in der rohstoffreichen Provinz Baluchistan für mehr Unabhängigkeit kämpfen.<br /><br />In anderen Ländern hat sich die Situation verbessert. Den Präsidenten von BIRMA, Thein Sein, zählt <i>Reporter ohne Grenzen</i> nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Im Zuge innenpolitischer Reformen ließ er etliche regimekritische Journalisten frei, schaffte die Vorzensur für Printmedien ab und erlaubt seit April 2013 die Herausgabe privater Tageszeitungen. Ebenfalls von der Liste gestrichen wurde in SPANIEN die baskische Untergrundorganisation ETA, die den bewaffneten Kampf weitgehend eingestellt und Ende 2012 angekündigt hat sich aufzulösen. Nach wie vor müssen einige Journalisten im Baskenland unter Polizeischutz arbeiten, systematische Angriffe gegen Medien beobachtete ROG allerdings im vergangenen Jahr nicht mehr. <br /><br />Andere „Feinde der Pressefreiheit“ stehen seit Jahren unverändert auf der ROG-Liste. Dazu gehören RUSSLANDS Präsident Wladimir Putin, die Staatschefs von ASERBAIDSCHAN und BELARUS, Ilcham Alijew und Alexander Lukaschenko, Drogenkartelle aus MEXIKO, Mafiagruppen aus ITALIEN und Taliban-Chef Mullah Omar. Neu ist in diesem Jahr die Form, in der ROG die „Feinde“ präsentiert: Sie stellen sich in ironischen Selbstporträts vor oder werden in Form fiktiver Anklagen für ihre Verbrechen gegen die Pressefreiheit zur Rechenschaft gezogen. <br /><br /><link fileadmin/docs/130502_Feinde_der_Pressefreiheit_final.pdf - download "Initiates file download">Vollständige ROG-Liste der „Feinde der Pressefreiheit“</link> 
<br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 May 2013 00:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Menschenrechtsrat: UN-Mitglieder müssen Druck auf Aserbaidschan erhöhen</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/menschenrechtsrat-un-mitglieder-muessen-druck-auf-aserbaidschan-erhoehen/</link>
			<description>Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen müssen vehementer als bisher von Aserbaidschan fordern,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen müssen vehementer als bisher von Aserbaidschan fordern, grundlegende Menschenrechte wie Presse- und Meinungsfreiheit zu schützen. Das <link http://www.article19.org/resources.php/resource/3721/en/?utm_source=ARTICLE+19+Mailing+List&utm_campaign=8ee52f5a50-Azerbaijan_at_the_UPR_UN_Member_4_29_2013&utm_medium=email _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">fordert</link> die<i> Internationale Partnerschaftsgruppe für Aserbaidschan</i> (<link http://azerbaijanfreexpression.org/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">IPGA</link>). Am morgigen Dienstag (30. April) muss sich die aserbaidschanische Regierung im Rahmen einer regelmäßigen Überprüfung („Universal Periodic Review“) den Fragen des UN-Menschenrechtsrats stellen. Die Vereinten Nationen begutachten alle vier Jahre die Lage der Menschenrechte in den Mitgliedsländern. In Aserbaidschan stellte der Rat 2009 schwerwiegende Missstände fest. <br /><br />„Die Situation bezüglich der Meinungsfreiheit hat sich seither nicht verbessert – im Gegenteil“, so die IPGA. Die Gruppe, in der sich <i>Reporter ohne Grenzen</i> und weitere Menschenrechtsorganisationen zusammengeschlossen haben, wirft der Regierung in Baku vor, keine der 2009 vereinbarten Maßnahmen umgesetzt zu haben. <br /><br />So bemühen sich die Behörden nach wie vor kaum, um das Leben von Journalisten zu schützen oder Angriffe auf Reporter zu ahnden und die Täter zu bestrafen. Seit 2009 hat das Institut für die Freiheit und Sicherheit von Reportern 87 gewalttätige Übergriffe auf Journalisten gezählt. Keiner dieser Fälle wurde aufgeklärt, nicht einmal der Mord an <b>Rafik Tagi</b>, der im November 2011 an den Folgen eines Messerangriffs starb. <br /><br />Zudem versucht die Regierung, Regimekritiker mit Verhaftungen und fingierten Anschuldigungen einzuschüchtern. Nach Angaben des <i>Instituts für Medienrechte</i> wurden von 2010 bis 2012 neun regierungskritische Journalisten aus politischen Gründen verhaftet. Nach wie vor sitzen zwei von ihnen im Gefängnis: der Chefredakteur der Zeitung <i>Chural</i>, <b>Awas Sejnalli</b> (seit Oktober 2011) und der 53-jährige Journalist und Menschenrechtler <b>Hilal Mammadow </b>(seit Juni 2012). Der Gesundheitszustand beider hat sich seither deutlich <link http://bit.ly/Q7yhJ3 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">verschlechtert</link>. Politische&nbsp; Gefangene werden in Aserbaidschan zum Teil unter unmenschlichen Bedingungen in Haft gehalten. 2009 starb der Journalist <b>Nowrusali Mammadow </b>wegen der schlechten medizinischen Versorgung im Gefängnis. <br /><br />Auch Strafverfahren wegen Verleumdung setzen Journalisten unter Druck. In Aserbaidschan gilt Verleumdung als Straftat, mehr als 150 Journalisten wurden nach Angaben des <i>Institut für Medienrechte</i> deshalb seit 2009 angeklagt. Dies traf vor allem Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitungen <i>Asadlig</i>, <i>Jeni Musawat</i> und <i>Chural</i>. <br /><br /><i>Reporter ohne Grenzen</i> zählt den aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew zu den größten Feinden der Pressefreiheit weltweit. Auf der weltweiten <link http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2013/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Rangliste</link> der Pressefreiheit steht das südkaukasische Land auf Platz 156 von 179. <br /><br /><link http://www.article19.org/resources.php/resource/3721/en/?utm_source=ARTICLE+19+Mailing+List&utm_campaign=8ee52f5a50-Azerbaijan_at_the_UPR_UN_Member_4_29_2013&utm_medium=email _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Stellungnahme der IPGA vom 29. April 2013</link><br /><br /><link http://azerbaijanfreexpression.org/wordpress/wp-content/uploads/2012/10/Freedom-of-expression-coalition-joint-UPR-submission-Azerbaijan-May-2012-pdf.pdf _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Bericht der IPGA zur Überprüfung Aserbaidschans im UN-Menschenrechtsrat </link>(Oktober 2012).<br /><br /><br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>

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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 11:44:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fotos für die Pressefreiheit 2013: Einladung zur Buchpräsentation</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/fotos-fuer-die-pressefreiheit-2013-einladung-zur-buchpraesentation/</link>
			<description>Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai veröffentlicht ROG das Buch „Fotos für die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai veröffentlicht <i>Reporter ohne Grenzen</i> das Buch „Fotos für die Pressefreiheit 2013“. Es dokumentiert die Ereignisse des vergangenen Jahres vor allem in Staaten, in denen unabhängige Medien unter Druck stehen. Dabei wirft es Schlaglichter auf die Brennpunkte des Nachrichtengeschehens und verbindet die Bilder international renommierter Fotografen mit Texten erfahrener Auslandskorrespondenten. <br /><br />Die Bilder in diesem Band kommen aus Ländern wie Syrien, Mexiko und Somalia, aus denen Journalisten nur unter Lebensgefahr berichten können. Oder sie zeigen Menschen und Ideen, von denen die Herrschenden etwa in Russland, Birma oder Israel nur ungern sprechen. Rund 20 Fotografen und 14 Autoren haben dafür ihre Werke kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit dem Verkauf der Bücher finanziert <i>Reporter ohne Grenzen</i> Öffentlichkeitsarbeit, Anwaltskosten und medizinische Hilfe für verfolgte Journalisten.<br /><br />Nähere Informationen zum ROG-Fotobuch 2013 finden Sie <link fileadmin/docs/ROG-Fotobuch_Pressetext_2013.pdf - download "Initiates file download">hier</link>. 
<br />EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION
am 3. Mai 2013 um 19 Uhr<br /><br />im Reading Room der Magazin- und Buchhandlung do you read me?! <br />Potsdamer Straße 98, 10785 Berlin<br /><br />mit der Magnum-Fotografin Olivia Arthur<br />Moderation durch Gemma Pörzgen (Journalistin und Mitglied im Vorstand von ROG)<br />Regisseurin <link http://www.mascha-poerzgen.de/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Mascha Pörzgen</link> liest Textauszüge von Olivia Arthur 
GESPRÄCHSPARTNERIN:<br /><br />Die britische Fotografin Olivia Arthur (Magnum Photos) hat sich für ihre Fotos des Kapitels Bilder unter Frauen im ROG-Fotobuch 2013 einen extrem schwierigen Gegenstand ausgesucht: das Leben saudi-arabischer Frauen, das wegen der rigiden Moralvorstellungen des wahhabitischen Königreichs weitestgehend hinter verschlossenen Türen stattfindet. Dazu musste sie nicht nur das Vertrauen ihrer Protagonistinnen gewinnen, sondern auch die komplizierten gesellschaftlichen Regeln Saudi-Arabiens verstehen.<br /><br />Arthur, geboren und aufgewachsen in Großbritannien, studierte Mathematik in Oxford und Fotojournalismus in London und begann 2003, als Fotografin in Indien zu arbeiten. 2006 zog sie nach Italien und begann an Serien über Frauen und die kulturelle Kluft zwischen Ost und West zu arbeiten. Diese Arbeit brachte sie an die Grenze zwischen Europa und Asien, nach Iran und Saudi-Arabien. Arthur erhielt den Inge-Morath-Preis und den Fotopreis des spanischen Magazins OjodePez und des Festivals PHotoEspaña. <br /><br />INTERVIEWANGEBOT: <br />Olivia Arthur steht rund um die Fotobuch-Präsentation für Einzelinterviews zur Verfügung.
PRESSEFOTOS/COVER finden Sie <link http://bit.ly/11n31Jw _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">hier</link>. <br /><br />Direkt bestellen können Sie das ROG-Fotobuch 2013 <link http://bit.ly/11GKZT2 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">hier</link>. <br /><br />Reporter ohne Grenzen (Hrsg.): Fotos für die Pressefreiheit 2013, 104 Seiten, 12 Euro, ISBN 978-3-937683-42-3<br /><br /><br />Bei Nachfragen und für Rezensionsexemplare wenden Sie sich bitte an:<br /><br />Reporter ohne Grenzen<br />Pressearbeit<br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />Tel.: 030 - 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>
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			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 10:59:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Einladung: Generación Y - Ein Gespräch mit der Bloggerin Yoani Sánchez über Kubas Gegenwart und Zukunft </title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/einladung-generacion-y-ein-gespraech-mit-der-kubanischen-bloggerin-yoani-sanchez-ueber-kubas-gegenw/</link>
			<description>Die Kubanerin Yoani Sánchez ist innerhalb weniger Jahre zur international bekanntesten unabhängigen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Kubanerin <b>Yoani Sánchez</b> ist innerhalb weniger Jahre zur international bekanntesten unabhängigen Stimme ihres Lands geworden. Auf ihrem Blog <link http://www.desdecuba.com/generaciony/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Generación Y</link> beschreibt sie seit 2007 ungeschönt den Alltag im Reich Fidel und Raúl Castros – einschließlich Versorgungsengpässen, Verkehrschaos und Perspektivlosigkeit. Gerade weil diese Skizzen subjektiv ausfallen, fängt Sánchez mit ihnen die Probleme und Gefühle vieler Kubaner ein. Zugleich scheut sie sich nicht, politische Missstände zu benennen oder die Regierung mit Aktionen wie einem Online-Interview mit US-Präsident Barack Obama zu provozieren. <br /><br />Auf diese Weise ist Sánchez schnell zu einer führenden Dissidentin geworden. Dabei propagiert sie gar kein grundlegend anderes System, besteht aber umso hartnäckiger darauf, dass die Vielfalt der Meinungen in Kuba gehört wird und geäußert werden kann. Die kubanische Regierung versuchte anfangs, Sánchez‘ Blog für Leser im eigenen Land zu sperren. Doch angesichts Dutzender Übersetzungen, einer nach Millionen zählenden Leserschaft im Ausland, Dutzender Auszeichnungen und Gastbeiträgen in Zeitungen rund um den Globus erwies sich diese Strategie als nicht haltbar. Mittlerweile setzt die Regierung bevorzugt darauf, die Bloggerin als Söldnerin des Auslands darzustellen, die Lügen über die Situation im Land verbreite.<br /><br />Nach rund 20 vergeblichen Ausreiseversuchen in fünf Jahren erhielt Yoani Sánchez Anfang dieses Jahres infolge gelockerter Reisebestimmungen einen Pass. Mitte Februar 2013 hat sie daraufhin ihre erste Auslandsreise seit fast zehn Jahren angetreten und besucht nun knapp drei Monate lang zwölf Länder. <br /><br />Anlässlich ihres Aufenthalts in Berlin laden <i>Reporter ohne Grenzen</i>, die <i>tageszeitung</i> und das<i> Instituto Cervantes</i> Berlin ein zu einem <br /><br />Gespräch mit Yoani Sánchez über Kubas Gegenwart und Zukunft<br />am Mittwoch, 8. Mai 2013 um 19.30 Uhr,<br />moderiert von <b>Bernd Pickert</b> (Auslandsredakteur, <i>die tageszeitung</i>)<br />im <i>Instituto Cervantes</i> Berlin, Rosenstr. 18-19, 10117 Berlin.<br /><br />Die Veranstaltung findet auf Spanisch mit deutscher Übersetzung statt. Wegen der begrenzten Zahl verfügbarer Plätze wird um Anmeldung an <link rog@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email">rog@reporter-ohne-grenzen.de</link> gebeten.<br /><br /><br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55 <br /><link http://presse@reporter-ohne-grenzen.de/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window"><img alt="Opens external link in new window" src="fileadmin/icons/external_link_new_window.gif" /></link> ]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 09:50:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>ROG diskutiert mit Abgeordneten über Exportkontrollen für Überwachungstechnologie</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/rog-diskutiert-mit-abgeordneten-ueber-exportkontrollen-fuer-ueberwachungstechnologie/</link>
			<description>Die Forderung nach Exportkontrollen für Überwachungstechnologie hat nun auch den Auswärtigen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Forderung nach Exportkontrollen für Überwachungstechnologie hat nun auch den Auswärtigen Ausschuss des Bundestags erreicht. In einer Sitzung des Unterausschusses für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung erläuterte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr am Mittwoch (17. April) die <link http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/eu-muss-handel-mit-digitalen-waffen-strenger-kontrollieren/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Position </link>von Reporter ohne Grenzen. Dabei diskutierte er mit den Abgeordneten sowie mit Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums und des Auswärtigen Amts über die <link http://bit.ly/XZyTaN _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Gefahren für die Pressefreiheit</link>, die der unregulierte Export von IT-basierten Überwachungsprodukten in repressive Staaten darstellt. Deren Behörden können mit Hilfe solcher Technologien etwa die Computerfestplatten kritischer Journalisten durchsuchen, ihre verschlüsselten E-Mails mitlesen und Skype-Telefonate abhören.
Das deutsche Regelwerk für Exportkontrollen bietet verschiedene Anknüpfungspunkte, den Außenhandel mit solchen Technologien zu kontrollieren. So könnte man sie in die einschlägige Anlage AL zur Außenwirtschaftsverordnung aufnehmen. Mit Blick auf die EU-Dual-Use-Verordnung, die auch als Grundlage für die nationalen Verordnungen dient, gibt es bereits Vorschläge für eine konkrete Ausgestaltung bzw. Erweiterung. 
Die umfassendste, aus Sicht von ROG beste Lösung wäre eine Integration von Überwachungstechnologie in das Wassenaar-Abkommen für Exportkontrollen von konventionellen Waffen und Dual-Use-Gütern. Verschiedenen Quellen zufolge liegen dazu bereits verhandelte und abgestimmte Texte vor. Diese könnte die Bundesregierung kurzfristig auf nationaler Ebene anwenden, um so Druck auf die internationalen Partner auszuüben.
Lesen Sie hier die schriftliche Stellungnahme von Reporter ohne Grenzen e.V. anlässlich der Sitzung des Unterausschusses &quot;Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung&quot; am 17. April 2013: <link fileadmin/docs/Stellungnahme__Export_dt._UEberwachungstechnologie_17.04.2013.pdf - download "Initiates file download">&quot;Export deutscher Überwachungstechnologie – Möglichkeiten einer verbesserten Kontrolle&quot;</link> (pdf)<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 13:41:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Einladung: Digitale Quellen - Wer schützt die (Presse-)Freiheit im Internet?  </title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/einladung-digitale-quellen-wer-schuetzt-die-presse-freiheit-im-internet/</link>
			<description>Der Quellenschutz ist ein ehernes Prinzip der freien Presse. Doch im digitalen Zeitalter reicht es...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Quellenschutz ist ein ehernes Prinzip der freien Presse. Doch im digitalen Zeitalter reicht es nicht mehr aus, vertrauliche Papiere sicher zu verwahren und über die Identität von Informanten Stillschweigen zu wahren. Längst erschöpfen sich die Möglichkeiten übereifriger Ermittler oder Geheimdienste nicht mehr darin, Redaktionsräume zu durchsuchen oder Journalisten in Beugehaft zu nehmen. Denn Informationen über deren Quellen finden sie auch anderswo: auf Computerfestplatten und Handys oder in der Datenspur, die Rechercheure im Internet hinterlassen. Und dabei geht es nicht nur um den Schutz von Whistleblowern, denen schlimmstenfalls ein rechtsstaatlicher Prozess droht. In Konfliktgebieten wie Syrien kann das Adressbuch auf dem verlorenen Smartphone eines Journalisten Dutzende Menschenleben gefährden, wenn es in die falschen Hände gerät.<br /><br />Was bedeuten immer weiter reichende staatliche Befugnisse zur Telefon- und Internetüberwachung für den Quellenschutz? Welche gesetzlichen Regelungen sind auf nationaler und EU-Ebene nötig, um die Vertraulichkeit journalistischer Recherchen zu schützen. Und was können Journalisten im Arbeitsalltag selbst dazu beitragen, ihre Quellen nicht durch Unkenntnis oder Leichtfertigkeit im Umgang mit Internet und digitalen Geräten zu gefährden?<br /><br />Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer ge­meinsamen Veran­staltung von <i>Reporter ohne Grenzen</i>, dem <i>Bundesver­band Deut­scher Zeitungsverleger</i> und dem <i>Deutschen Jour­nalisten-Verband </i>am Vorabend des Internati­onalen Tags der Pressefreiheit:<br /><br />Digitale Quellen: Wer schützt die (Presse-)Freiheit im Internet? <br /><br />am Donnerstag, 2. Mai 2013 um 18.30 Uhr<br />im Haus der Presse,<br />Markgrafenstr. 15, 10969 Berlin<br /><br />Auf dem Podium:<br /><br /><b>ASTRID HERBOLD</b>, IT-Journalistin und Buchautorin (<i>Das große Rauschen. Die Lebenslügen der digitalen Gesellschaft</i>)<br /><br /><b>FRANK JANSEN</b>, Redakteur <i>Der Tagesspiegel</i>, bekannt für seine Rechtsextremismus-Recherchen<br /><br /><b>LUCAS JOSTEN</b>, Mitglied im Kabinett der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes<b><br /><br />ARNE KÖNIG</b>, Präsident der Europäischen Journalisten-Föderation<br /><br /><b>PETER SCHAAR</b>, Bundesbeauftragter für den Datenschutz<br /><br />Moderation: <b>MATTHIAS SPIELKAMP</b>, Vorstandsmitglied von <i>Reporter ohne Grenzen<br /></i><br />Es gibt nur eine begrenzte Zahl von Plätzen. Eine Anmeldung ist daher unbedingt erforderlich. Bitte lassen Sie uns bis 26. April 2013 wissen, ob wir mit Ihnen rechnen dürfen. Fragen und Anmeldungen richten Sie bitte an den BDZV unter 030/726298-211 oder -212, E-Mail: <link biallas@bdzv.de - mail "Opens window for sending email">biallas@bdzv.de</link>.
<br /><b>Pressekontakt:</b><br />Reporter ohne Grenzen<br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 10:16:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Neuer Präsident muss Mediengesetze umfassend reformieren</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/venezuela-neuer-praesident-muss-mediengesetze-umfassend-reformieren/</link>
			<description>Vor der Präsidentenwahl in Venezuela am kommenden Sonntag (14. April) ruft ROG die Kandidaten auf,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Vor der Präsidentenwahl in Venezuela am kommenden Sonntag (14. April) ruft <i>Reporter ohne Grenzen</i> die Kandidaten auf, den Wechsel an der Staatsspitze für einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen Politik und Medien zu nutzen. Die Übergangssituation nach dem Tod des langjährigen Staatschefs Hugo Chávez bietet die Chance, eingefahrene Muster zu überwinden und zu einem sachlichen Umgang mit den Medien zu finden. „Venezuela muss endlich die Polarisierung und Feindseligkeit überwinden, die das Klima seiner Medien seit Jahren vergiften“, forderte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr in Berlin. <br /><br />Venezuelas Verfassung von 1999 garantiert zwar auf dem Papier das Recht auf „körperliche, psychische und moralische Unversehrtheit“. Doch in der Praxis werden Journalisten, Kolumnisten und Blogger gerade in Wahlkampfzeiten immer wieder <link http://bit.ly/U9XCW3 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">bedroht oder diffamiert</link>, weil man ihre Medien dem einen oder anderen politischen Lager zuordnet. Im aktuellen Wahlkampf haben nicht nur Regierungskritiker über eine Hass- und Beleidigungskampagne in sozialen Netzwerken geklagt, auch Journalisten staatlicher Medien sahen sich <link http://bit.ly/UGrkSd _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">ähnlichen Angriffen</link> ausgesetzt. Durch diese Polarisierung hat sich die Sicherheitslage für Journalisten <link http://bit.ly/Qi3F5z _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">erheblich verschlechtert</link>. ROG fordert deshalb, Medien und Internetportale nicht länger für einseitige politische Stimmungsmache zu instrumentalisieren und Verstöße gegen die Meinungs- und Pressefreiheit vor und während der Wahl juristisch zu verfolgen.<br /><br />Besonders reformbedürftig ist in Venezuela die Praxis der sogenannten cadenas – Regierungsverlautbarungen, zu deren kurzfristiger Ausstrahlung in voller Länge alle Rundfunksender verpflichtet sind. Unter Hugo Chávez wurden sie tausendfach für ausufernde Reden des Präsidenten missbraucht, was auf eine Art von Zensur hinausläuft. Häufigkeit und Länge der cadenas müssen streng reguliert werden; in ihrer jetzigen Form sollte allenfalls der wichtigste staatliche Fernsehsender <i>Venezolana de Televisión</i> (VTV) <link http://bit.ly/16MlrFk _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">verpflichtet sein, sie auszustrahlen</link>. <br /><br />Darüber hinaus müssen die unangemessenen und unfair angewandten Mediengesetze grundlegend reformiert werden. Das gilt vor allem für das 2004 beschlossene und 2010 auf das Internet ausgeweitete Gesetz über die Verantwortung in Hörfunk und Fernsehen („Ley Resorte“): Es macht Medien und Betreiber von Internetportalen auch für die Verbreitung fremder Inhalte wie Leserbriefe und Kommentare haftbar, die „zu Hass anstiften“, „Unruhe in der Bevölkerung verbreiten“ oder „Amtsträger herausfordern“. Mit solchen weit auslegbaren Kriterien begünstigt es Zensur und ist sehr selektiv gegen regierungskritische Medien wie den Fernsehsender <i>Globovisión</i> angewandt worden, der im vergangenen Juni zu einer <link http://bit.ly/MFV1vS _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Geldstrafe</link> von mehr als zwei Millionen Dollar verurteilt wurde. Zudem sollten Beleidigung und Verleumdung entkriminalisiert werden, anstatt die Gefängnisstrafen für diese Vergehen zu erhöhen, wie es Venezuela 2005 getan hat. <br /><br />Im Zuge einer Reform der Mediengesetzgebung muss auch die Vergabe der Rundfunklizenzen überprüft werden. In der Ära Chávez haben Dutzende lokale Radio- und Fernsehsender „aus technischen und administrativen Gründen“ ihre <link http://bit.ly/Z5L9Et _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Lizenzen verloren</link>; gleichzeitig trieben die Behörden den Aufbau eines staatlich kontrollierten Rundfunksystems voran. In der ersten Phase der Umstellung auf ein digitales Fernsehsignal zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab: Wiederum ging unter anderem Globovisión <link http://bit.ly/X17dzI _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">leer aus</link>. Ziel einer Reform muss es sein, gleichen Zugang zu Lizenzen für staatliche, private und Bürgersender zu garantieren und zugleich deren Unabhängigkeit zu gewährleisten.<br /><br />Auf der <link http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2013/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">ROG-Rangliste der Pressefreiheit</link> steht Venezuela auf Platz 117 von 179 Ländern.<br /><br /><br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer <br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 10:21:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Einladung zum Pressegespräch: Vorbeugende Einschüchterung – Journalisten im Iran vor der Präsidentenwahl</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/einladung-zum-pressegespraech-vorbeugende-einschuechterung-journalisten-im-iran-vor-der-praesidenten/</link>
			<description>Am 14. Juni wird im Iran ein neuer Präsident gewählt. Mahmud Ahmadinedschad  darf nach zwei...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 14. Juni wird im Iran ein neuer Präsident gewählt. Mahmud Ahmadinedschad&nbsp; darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren. Doch im Vorfeld der Wahlen ist eine freie Berichterstattung über seine potenziellen Nachfolger nicht möglich, obwohl der Machtkampf innerhalb der politischen Klasse der Islamischen Republik offen entbrannt ist. Das konservative Lager ist verunsichert und tief gespalten, das Reformlager kaltgestellt. Die beiden Vormänner der Grünen Reformbewegung von 2009, Mir Hossein Mussawi und Mehdi Karroubi, stehen seit zwei Jahren unter Hausarrest und sind völlig isoliert. Um eine freie Berichterstattung zu unterbinden, läuft derzeit eine Verhaftungswelle gegen Dutzende Journalisten, denen Kontakte zum Ausland vorgeworfen werden.<br /><br />Über die verschärften Arbeitsbedingungen für Journalistinnen und Journalisten sowie über weitere Verletzungen der Pressefreiheit vor der Präsidentenwahl im Iran informieren wir Sie in einem
<p class="zentriert"><span class="zentriert"><span class="zentriert">Pressegespräch von <i>Reporter ohne Grenzen</i> und der <i>Internationalen Journalisten Föderation</i> (IJF)<br />am 17. April 2013 ab 11 Uhr <br />im Landesbezirk Berlin-Brandenburg<br />der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di),<br />Köpenicker Straße 30, 10179 Berlin, Raum 5.12</span>.</span></p>
Als Gesprächspartner stehen Ihnen der Vorsitzende der inzwischen verbotenen iranischen Journalistengewerkschaft, <b>Ali Mazrooei</b>, der Iran-Referent im internationalen Sekretariat von <i>Reporter ohne Grenzen,</i> <b>Reza Moini</b>, sowie <b>Ehsan Norouzi </b>von der <i>Deutschen Welle</i> zur Verfügung.
Das Gespräch wird teils auf Englisch, teils auf Persisch mit Übersetzung ins Deutsche stattfinden. 
Aus organisatorischen Gründen wird eine Anmeldung erbeten unter: <link pressestelle@verdi.de - mail "Opens window for sending email">pressestelle@verdi.de</link><br /><br /><br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 08:50:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Einladung zum Pressegespräch: Kasachstan verbietet kritische Medien </title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/einladung-zum-pressegespraech-kasachstan-verbietet-kritische-medien/</link>
			<description>Die Führung im rohstoffreichen Kasachstan hat kürzlich die wichtigsten kritischen Medien...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Führung im rohstoffreichen Kasachstan hat kürzlich die wichtigsten kritischen Medien geschlossen. Nach der brutalen Niederschlagung von Ölarbeiterstreiks Ende 2011 hatten sie die autoritäre Führung des Landes heftig kritisiert. Die ließ daraufhin Redaktionen durchsuchen und Computer beschlagnahmen, der Geheimdienst verfolgte Journalisten bis in ihre Wohnung. <i>Reporter ohne Grenzen</i> zählt den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew zu den größten Feinden der Pressefreiheit weltweit. Wer über dessen Besitztümer oder Korruption in seinem Umfeld berichtet, kann im Gefängnis landen. Die wenigen Medien, die dennoch Kritik wagten, gibt es nicht mehr: Ende Dezember wurden die Zeitungen <i>Wsgljad</i> und <i>Respublika </i>sowie die Fernsehsender <i>K + und Stan TV</i> geschlossen. Dabei war Kasachstan erst wenige Wochen vorher als neues Mitglied in den UN-Menschenrechtsrat gewählt worden.<br /><i><br />Reporter ohne Grenzen</i> und die <i>Open Dialog Foundation</i> laden die Chefredakteure der geschlossenen Zeitungen zum Pressegespräch über die Situation in Kasachstan ein: 
Am Dienstag, 16. April 2013, von 11.00 bis 12.30 Uhr <br />bei Reporter ohne Grenzen, Brückenstr. 4, 10179 Berlin
<b>IGOR WINJAWSKI <br /></b>leitete seit 2007 die oppositionelle Wochenzeitung <i>Wsgljad</i>, bevor sie am 20. Dezember 2012 per Gerichtsbeschluss verboten wurde. 2012 saß Winjawski für zwei Monate im Gefängnis, weil er in seiner Zeitung angeblich zum gewaltsamen Sturz der Regierung aufgerufen habe. <i>Reporter ohne Grenzen</i> und das Europäische Parlament setzten sich für seine Freilassung ein. Bereits 2004 war eine Zeitung, die Winjawski im nordkasachischen Pawlodar herausgab, wegen Verleumdung verklagt und geschlossen worden. Im Juni 2011 wurde der Journalist an der Ausreise nach Brüssel gehindert, wo er an einer Konferenz über Korruption in Zentralasien teilnehmen sollte.<br /><br /><b>IRINA PETRUSCHOWA<br /></b>gründete im Jahr 2000 die Wochenzeitung <i>Respublika</i>. Versuche, sie wegen ihrer regierungskritischen Artikel zu schließen, umging die Herausgeberin, indem sie die Zeitung unter anderem Namen immer wieder neu anmeldete. 2002 wurde die Redaktion massiv bedroht: Unbekannte hängten eine Hundeleiche an die Fassade des Gebäudes und steckten es wenig später in Brand. Petruschowa, die Morddrohungen erhalten hatte und wegen Steuerhinterziehung angeklagt wurde, floh nach Moskau. Von dort aus führte sie die Geschäfte der Zeitung, bis diese am 25. Dezember geschlossen wurde.<br /><br />Das Gespräch findet teilweise auf Russisch statt und wird ins Deutsche übersetzt.<br /><br />Bitte melden Sie sich unter <link http://rog@reporter-ohne-grenzen.de/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">rog@reporter-ohne-grenzen.de</link> an.<br /><br /><br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 17:16:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Merkel muss von Putin freies Internet fordern</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/merkel-muss-von-putin-freies-internet-fordern/</link>
			<description>ROG ruft Bundeskanzlerin Merkel auf, bei ihrem Treffen mit Wladimir Putin ihre Sorge um die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>Reporter ohne Grenzen</i> ruft Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, bei ihrem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Sonntag (7. April) ihre Sorge um die zunehmende Kontrolle des Internets in Russland zum Ausdruck zu bringen. „Die neuen Regeln, die angeblich Kinder und Jugendliche schützen sollen, sind so schwammig formuliert, dass sie leicht gegen Oppositionelle und kritische Medien benutzt werden können“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr in Berlin. „Es ist hochproblematisch, wenn einige wenige Beamte darüber entscheiden, welche Seiten sich Nutzer anschauen dürfen und welche nicht.“ <br /><br />Seit November 2012 führt die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor eine <link http://zapret-info.gov.ru/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">schwarze Liste</link> von Webseiten, die Internetprovider im Land blockieren müssen. Offiziell dient sie dem Jugendschutz und soll Pornografie und Themen wie Drogenkonsum oder Selbstmord aus dem Netz fernhalten. Doch schon kurz nach dem Start fanden sich darauf auch Seiten von Oppositionellen und angeblichen Extremisten. So <link http://bit.ly/10ecilb _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">sperrte </link>der russische Blog-Anbieter Live Journal im Februar das Konto von Michael Jakowlew, dem Oppositionsführer in Russlands siebtgrößter Stadt Omsk. Kurz zuvor hatte der Youtube-Beitreiber Google vor einem Moskauer Gericht gegen die Sperrung eines angeblich jugendgefährdenden Videos <link http://bit.ly/YgCk7S _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">geklagt</link>.<br /><br />Mehr als <link http://rublacklist.net/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">2000 Seiten</link> finden sich Angaben der russischen Piratenpartei zufolge inzwischen auf der schwarzen Liste. Vor allem Seiten über Homosexualität und „Extremismus“, Glücksspiel und Drogen seien in den vergangenen Monaten gesperrt worden, so der russische Journalist <b>Andrej Soldatow</b>. Er hat sich mit seiner Webseite <i>Agentura.ru</i> auf Überwachung und Geheimdienste spezialisiert und dokumentiert akribisch alle <link http://bit.ly/16wCUnW _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">bekannten Fälle</link> von Internetzensur. Soldatow berichtet von einem Experiment in der Region Kostroma, wo lokale Internetprovider ihren Nutzern nur noch Zugang zu einem „gesäuberten“ Internet anböten.<br /><br />Doch es sind nicht nur strenge Internetgesetze, die die Pressefreiheit in Russland bedrohen. Im März verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das den Gebrauch von Schimpfwörtern in den Medien verbietet und dafür bis zu 5000 Euro Strafe vorsieht. Dies hielt selbst die russische Regierung für so unpräzise, dass sie die Abgeordneten bat, das Gesetz noch einmal zu überarbeiten. Im November 2012 hatten Abgeordnete der Regierungspartei Einiges Russland versucht, das umstrittene Agentengesetz von Nichtregierungsorganisationen auf Medien auszuweiten. Medien, die über russische Politik berichten und sich zu 50 Prozent aus dem Ausland finanzieren, müssten sich als ausländische Agenten registrieren, forderten sie in ihrem Gesetzvorschlag. <br /><br />Nur wenige Medien wagen in dieser Lage noch offene Kritik an der Regierung. Zu ihnen gehören der Internet-Sender <i>Doschd TV</i>, die Boulevard-Zeitung <i>Moskowski</i> Komsomolez, die Zeitung <i>Nowaja Gaseta </i>und der Radiosender <i>Echo Moskwy</i>. Auf der ROG <link http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2013/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Rangliste der Pressefreiheit </link>steht Russland auf Platz 148 von 179 – nur zwei Plätze vor dem Irak. <i>Nowaja Gaseta</i>-Chefredakteur <b>Dmitri Muratow</b> zeichnete zum 20-jährigen Jubiläum seiner Zeitung ein entsprechend <link http://bit.ly/14SyvwE _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">düsteres Bild</link>: In Russland habe die Presse ihre grundlegende Aufgabe aufgegeben, die Mächtigen zu kontrollieren. „Heute kontrollieren die Medien eher die Bevölkerung“, so Muratow. <br /><br /><br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 12:29:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Todestag von Focus-Reporter erinnert an Gefahren für Journalisten im Irak</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/todestag-von-focus-reporter-erinnert-an-gefahren-fuer-journalisten-im-irak/</link>
			<description>An diesem Sonntag (7. April) vor zehn Jahren wurde Christian Liebig als einziger deutscher...</description>
			<content:encoded><![CDATA[An diesem Sonntag (7. April) vor zehn Jahren wurde <b>Christian Liebig</b> als einziger deutscher Journalist im Irakkrieg getötet. Der Reporter des Magazins <i>Focus</i> hielt sich in einem US-Militärlager südlich von Bagdad auf, als dort <link http://bit.ly/Zabltr _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">eine Rakete einschlug</link>. Vom Beginn des Kriegs im Irak im März 2003 bis heute sind dort mindestens 187 Journalisten wegen ihrer Arbeit gestorben. <br /><br />Gewalt und politische Machtkämpfe bedrohen die Pressefreiheit in dem arabischen Land akut. Erst diese Woche <link http://en.rsf.org/iraq-growing-tribulations-of-iraqi-06-04-2013,44309.html _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">verwüsteten mutmaßliche Milizionäre</link> die Redaktionen der unabhängigen Zeitungen <i>Al-Dustour</i>, <i>Al-Mustaqila</i>, <i>Al-Parliman</i> und <i>Al-Nas</i>, die kritisch über einen schiitischen Geistlichen berichtet hatten. „Die irakische Regierung muss endlich Sicherheit für Journalisten schaffen und repressive Gesetze zurücknehmen“, forderte der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr.<br /><br />Nach dem Sturz Saddam Husseins war die Zahl der Publikationen im Irak in die Höhe geschossen, so dass schnell eine lebendige Medienlandschaft mit Hunderten Zeitungen, Rundfunksendern und Webseiten entstand. Doch die Freude über das Ende jahrzehntelanger Einparteienherrschaft mit völliger Kontrolle über die Medien währte nur kurz. Schon bald sahen sich Journalisten und Redaktionen neuen Behinderungen und Einschüchterungsversuchen durch Behörden und bewaffnete Gruppen gegenüber. <br /><br />Im August 2011 wurde ein <link http://bit.ly/riHeyy _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Gesetz</link> über die Rechte von Journalisten verabschiedet, das den Zugang zu Informationen erschwert und Pressevergehen kriminalisiert. In Zeiten politischer Spannungen <link http://bit.ly/MrWg5t _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">drohen die Behörden</link> Medien reihenweise mit Schließung. Selbst in der relativ stabilen kurdischen Autonomieregion im Norden werden immer wieder <link http://bit.ly/vgEPPd _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Redaktionen überfallen, Journalisten festgenommen und misshandelt</link> oder gewalttätig angegriffen. Auf der <link http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2013/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Rangliste der Pressefreiheit</link> nimmt der Irak derzeit Platz 150 von 179 Ländern ein.<br /><br />Die meisten der seit 2003 im Irak getöteten Journalisten waren Einheimische. Nach dem Ende der ersten Kriegsphase waren vor allem sie weitgehend ungeschützt der eskalierenden politischen Gewalt zwischen den Volks- und Religionsgruppen ausgesetzt, die zwischen 2004 und 2007 ihren Höhepunkt erreichte. Mehr als 90 Journalisten und Medienmitarbeiter wurden in den Kriegsjahren entführt, mehr als 30 von ihnen getötet. Wahrscheinlich mehrere Hundert irakische Journalisten sind zeitweise oder dauerhaft ins Exil geflohen.<br /><br />Die massive Gewalt gegen Journalisten im Irakkrieg zeigte, dass die Konfliktparteien in der viel beschriebenen „Schlacht der Bilder“ immer weniger Rücksicht auf die Sicherheit von Berichterstattern nehmen. Selbst umsichtiges Verhalten der Reporter, gutes Training im Vorfeld und individuelle Schutzmaßnahmen sind dagegen unwirksam. Neue Risiken wie Attentate und Entführungen sind zu den traditionellen Gefahren des Krieges hinzugekommen. In Syrien ist derzeit die traurige Fortsetzung dieses Trends zu beobachten.<br /><br /><br />Weiterführende Informationen:<br /><br /><link http://bit.ly/ZcZMIO _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">ROG-Bilanz zum Irakkrieg</link>, August 2010 (auf Englisch)<br /><link http://bit.ly/aFtoV8 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">ROG-Bericht zur Lage der Medien im kurdischen Nordirak</link>, November 2010 (auf Englisch)<br /><br /><br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 17:27:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Jetzt abstimmen: DW und ROG suchen besten Blog für Meinungsfreiheit</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/jetzt-abstimmen-deutsche-welle-und-rog-suchen-besten-blog-fuer-meinungsfreiheit/</link>
			<description>Oft sind es Blogger, die im Internet für Freiheitsrechte kämpfen und einen offenen Dialog...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Oft sind es Blogger, die im Internet für Freiheitsrechte kämpfen und einen offenen Dialog einfordern. <i>Reporter ohne Grenzen</i> und die <i>Deutsche Welle</i> verleihen deshalb gemeinsam den „Reporters Without Borders Award“ für Blogs, die sich in herausragender Weise für freie Meinungsäußerung einsetzen. Der Preis wird seit 2005 im Rahmen des Wettbewerbs „The BOBs – Best of Online Activism“ verliehen. <br /><br />Jetzt steht fest, welche Blogger ins Finale gekommen sind, die Online-Abstimmung ist eröffnet. Auf <link http://www.thebobs.com/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.thebobs.com</link> können Internetnutzer aus aller Welt noch bis zum 7. Mai für ihren Publikumspreis-Favoriten stimmen. Parallel dazu wird ein Jurypreis vergeben.<br /><br />Eine internationale Jury hat in den vergangenen drei Wochen aus über 4.200 Wettbewerbs-Vorschlägen die Kandidaten für 34 Kategorien ausgesucht. Der Wettbewerb&nbsp; wird in 14 Sprachen ausgetragen –&nbsp; erstmals dabei: Hindi, Türkisch und Ukrainisch. Für die Kategorie „Reporters Without Borders Award“ stehen in diesem Jahr diese 14 Projekte im Finale:&nbsp; &nbsp;<br /><br />Togo - <b>Fabbikouassi’s Blog<br /></b>Junge Journalistin bloggt über die brisanten Tabuthemen ihres Landes<br /><br />Iran - <b>International Campaign for Human Rights in Iran</b><br />Erfolgreicher Podcast mit Analysen und Diskussionen über Menschenrechte
Russland - <b>Maxim Efimov</b><br />Russischer Blogger kritisiert die orthodoxe Kirche, mittlerweile aus dem Exil 
Ägypten - <b>Mona Seif <br /></b>Eine der Protagonistinnen der ägyptischen Revolution twittert vom Tahrir-Platz
Bangladesch - <b>Asif Mohiuddin<br /></b>Kritiker schreibt über religiösen Fanatismus, der Blog ist mittlerweile gesperrt. 
Ukraine - <b>Nashi Groshi<br /></b>Journalisten-Initiative, die die Ausgaben des Staates dokumentiert<br /><br />Deutschland - <b>Stefan Niggemeier<br /></b>Bekannter Journalist kommentiert unterhaltsam Entwicklungen des Medienalltags <br /><br />Brasilien - <b>Miriam Leitão</b><br />Journalistin klärt Menschenrechtsverletzungen während der Militärdiktatur auf<br /><br />China - <b>Ren Jianyu<br /></b>Twitterkanal über persönliche Gedanken und Erfahrungen im Gefängnis <br /><br />Bahrain - <b>Angry Arabiya<br /></b>Aktivistin twittert live zu den Unruhen im Land, zurzeit ist sie in Haft und Hungerstreik <br /><br />Türkei – <b>Bianet<br /></b>Nachrichtenportal und Netzwerk fördert freien und unabhängigen Journalismus<br /><br />Mexiko - <b>Artículo 19<br /></b>Team junger Journalisten widersetzt sich der Gewalt gegen ihre Profession<br /><br />Indien- <b>Bastar Prahri</b><br />Blog aus einer maostisch-dominierten Region über lokale Missstände<br /><br />Indonesien - <b>Andreas Harsono<br /></b>Journalist schreibt über Medien, Menschenrechte und diskriminierte Minderheiten
<br />Alle Kandidaten der Endrunde finden Sie <link http://thebobs.com/english/category/2013/reporters-without-borders-award-2013 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">hier</link>. <br /><br /><br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen<br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />Tel.: 030 60 98 95 33 55<br />&nbsp;<br /><br /><br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 14:32:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Journalisten dürfen nicht zur Zielscheibe im syrischen Bürgerkrieg werden</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/journalisten-duerfen-nicht-zur-zielscheibe-im-buergerkrieg-werden/</link>
			<description>ROG verurteilt den Angriff auf ein Team von ARD-Reportern im syrischen Aleppo, bei dem der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>Reporter ohne Grenzen</i> verurteilt den Angriff auf ein Team von <i>ARD</i>-Reportern im syrischen Aleppo, bei dem der Fernsehjournalist <b>Jörg Armbruster</b> schwer verletzt worden ist. „Journalisten sind nach dem Völkerrecht als Zivilisten geschützt“, sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske in Berlin. „Reporter ohne Grenzen ruft alle Kriegsparteien auf, gezielte Angriffe auf Journalisten zu unterbinden und zu verfolgen.“<br /><br />Das Auto, in dem Armbruster mit seinem Hörfunk-Kollegen <b>Martin Durm</b> unterwegs war, geriet am Karfreitag (29. März) bei Recherchen in Aleppo unter Beschuss. Dabei wurde Armbruster so schwer verletzt, dass er noch in Syrien notoperiert werden musste. Nach weiterer Behandlung in der Türkei wurde er am Montag nach Deutschland geflogen, wo er weiter medizinisch versorgt wird. <br /><br />Syrien gehört infolge des anhaltenden Bürgerkriegs zu den gefährlichsten Ländern weltweit für Journalisten. Seit Beginn des Aufstands gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad im März 2011 sind dort mindestens 23 Journalisten sowie 58 Bürgerjournalisten und Blogger wegen ihrer Arbeit getötet worden. Allein seit Anfang 2013 starben in dem Land fünf Journalisten sowie acht Bürgerjournalisten und Blogger. Unter ihnen waren etwa der französische Pressefotograf <b>Olivier Voisin</b>, der bei einer Granatenexplosion <link http://bit.ly/YwIb7a _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">tödliche Verletzungen</link> erlitt, und der <i>Al-Jazeera</i>-Reporter <b>Mohammed Al-Horani</b>, der von einem Scharfschützen der syrischen Armee <link http://aje.me/Sf595G _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">erschossen wurde</link>. <br /><br />Journalisten sind in Syrien nicht nur den Gefahren eines Bürgerkriegs mit immer unübersichtlicheren Fronten ausgesetzt. Sowohl regierungstreue Truppen und Milizen als auch Rebellengruppen betrachten sie zudem als Spione und nehmen sie häufig direkt ins Visier: Scharfschützen schießen gezielt auf Reporter, Rebellen verschleppen Berichterstatter, und Regierungstruppen foltern gefangene Journalisten oder richten sie hin. Zugleich bleibt ausländischen Korrespondenten, die sich ein umfassendes Bild von der Lage im Land machen wollen, nur die ungenehmigte Einreise – was sie in den Augen des Regimes automatisch verdächtig macht. Umgekehrt kann schon ein offizielles syrisches Visum im Pass den Aufenthalt im Rebellengebiet lebensgefährlich machen.<br /><br />Umso wichtiger ist die Arbeit einheimischer Bürgerjournalisten und Aktivisten, die trotz umfassender Zensur und Überwachung versuchen, Informationen über die Ereignisse im Land zu sammeln und ins Ausland zu übermitteln. Zu ihnen gehören Menschen wie <b>Ayham Ghazzoul</b>, ein Mitarbeiter des <i>Syrischen Zentrums für Medien und Meinungsfreiheit</i> (SCM), das Informationen über verschwundene Blogger und Journalisten sammelt. Ghazzoul wurde am 5. November 2012 in Damaskus verhaftet und <link http://bit.ly/TlqPgO _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">starb</link> vier Tage später an den Folgen schwerer Folter.&nbsp; SCM-Gründer und -Präsident <b>Mazen Darwish</b> wurde im Februar 2012 <link http://bit.ly/TYN5sN _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">verhaftet </link>und wird bis heute festgehalten. Auch er soll gefoltert worden sein.<br /><br />Auf der Rangliste der Pressefreiheit, die ROG<i></i> jährlich veröffentlicht, nimmt Syrien aktuell den 176. von 179 Plätzen ein. Noch schlechter schneiden nur Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea ab.<br /><b></b>
<b><br />Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 15:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>#writinghelps: Twitter-Kampagne gegen Online-Zensur</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/writinghelps-twitter-kampagne-gegen-online-zensur/</link>
			<description>Reporter ohne Grenzen ruft zum Twittern auf: Mit einer Online-Zeitung, die allein aus den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>Reporter ohne Grenzen</i> ruft zum Twittern auf: Mit einer Online-Zeitung, die allein aus den Kurznachrichten der Nutzer entsteht, setzt die Organisation ein Zeichen gegen Internetzensur.<br /><br />Alle Tweets mit dem Hashtag #writinghelps fließen direkt in die interaktive Webseite <link http://www.writinghelps.com/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.writinghelps.com</link> ein. In Zeitungsoptik werden sie dort unverfälscht und in Originalsprache abgebildet: internationale Schlagzeilen, lokale Nachrichten, Bilder, Meinungen – alles, was dem Einzelnen wichtig ist. Gewichtet werden die Beiträge nach der Zahl ihrer Retweets. Das Ergebnis ist eine digitale Plattform, die sich je nach den Aktivitäten der Twitter-Nutzer ständig aktualisiert und verändert.<br /><br />Online gegangen ist die Webseite am Welttag gegen Internetzensur, dem 12. März. Auch bekannte Online-Aktivisten wie die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez haben sich schon mit Tweets beteiligt.<br /><br />„Wir wollen mit #writinghelps auf die weltweit zunehmende Internetzensur aufmerksam machen“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Denn nicht nur in China oder im Iran ist die Pressefreiheit bedroht, auch in westlichen Staaten sind negative Tendenzen zu verzeichnen. Das belegt die Rangliste der Pressefreiheit 2013.“<br /><br />Zur Webseite der Online-Zeitung: <link http://www.writinghelps.com/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.writinghelps.com</link><br />ROG auf Twitter: <link https://twitter.com/ReporterOG _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">https://twitter.com/ReporterOG</link> <br /><br /><br /><b>Pressekontakt: <br /></b>Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55<br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link><br /><br /><br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 26 Mar 2013 15:24:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Internet als Macht und Mittel: Ein journalistischer Blick aus dem Exil</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/internet-als-macht-und-mittel-ein-journalistischer-blick-aus-dem-exil/</link>
			<description>Die Arbeitsgruppe Journalisten im Exil hat gestern ihren dritten Newsletter veröffentlicht. Unter...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Arbeitsgruppe <i>Journalisten im Exil</i> hat gestern ihren dritten Newsletter veröffentlicht. Unter dem Titel „<link 744 - internal-link "Opens internal link in current window">Schöne neue Welt?</link>“ schreiben Exil-Journalisten aus sechs Ländern über die Macht des Internets und die Chancen durch die neuen Medien, über Gefahren für kritische Blogger und Gegner der freien Meinungsäußerung. Die von <i>Reporter ohne Grenzen</i> unterstützte Arbeitsgruppe führt Exil-Journalisten zusammen, die ihre Arbeit auch in Deutschland fortsetzen möchten. Viele von ihnen bewahrt das Internet in der Fremde vor der Isolation, es schafft eine Verbindung zur Heimat und zu denen, die mit ihnen für eine freie Presse kämpfen. <b><br /><br />Sagedh Zad Salehi</b> aus dem IRAN sieht durch neue Medien nicht nur ein weltweites Forum geschaffen, sondern auch eine Art „Weltgewissen“. Jeder könne sich heute über globale Probleme informieren, und damit gingen sie auch jeden etwas an. Ob Umweltschutz oder Menschenrechte – wer sich nicht engagiere, der schade sich selbst. Sein Landsmann <b>Soheil Asefi</b> beschreibt, wie sich der jahrzehntelang unterdrückte Wissenshunger der Iraner heute an der großen Aufmerksamkeit für neue linke Medien, Blogs und ausländischen Quellen bemerkbar macht. So viel politisches Interesse wünscht sich <b>Meera Jama</b>l auch in ihrem Heimatland PAKISTAN. Die Mehrheit der Pakistaner aber wolle sich im Netz eher amüsieren als informieren. Nutzer, die sich im Internet politisch engagierten, würden streng überwacht – mit einer eigenwilligen Rechtfertigung: Westliche Länder täten das auch, meist im Namen der nationalen Sicherheit. <br /><br /><b>Itai Mushekwe</b> aus SIMBABWE fragt, ob Protest im Internet nicht dazu führe, dass Regime noch radikaler gegen Abweichler vorgingen. Im virtuellen Raum habe ein Cyberkrieg gegen die eigenen Bürger begonnen. Wer sich wehren wolle, dem werde beim technisch hochkomplizierten Versteckspiel eine ganz neue Art von Medienkompetenz abverlangt. Die Fronten seien dabei auch auf internationaler Ebene klar erkennbar: China und Iran leisteten anderen Unterdrückerstaaten zensurtechnische Hilfe, während sie gleichzeitig einen elektronischen Krieg gegen westliche Staaten führten. Die Gefahr dieses Krieges sei nicht nur virtuell ist, wie das Beispiel computergesteuerter Drohnen zeigt. <b>Moses Okile Ebokorait </b>aus UGANDA betont nicht die Bedrohung, die von technischen Entwicklungen ausgeht, sondern ein ganz neues Lebensgefühl: In den sozialen Medien verdränge das Teilen und Diskutieren das passive Konsumieren von Nachrichten. Sie stünden für eine nie dagewesene Macht und Teilhabe des einfachen Bürgers am politischen Geschehen – möglicherweise sogar für den Anfang einer direkten Demokratie als neues politisches System. <br /><br />In AFGHANISTAN sei das Internet noch lange nicht mit all diesen Dynamiken angekommen, meint <b>Mortaza Rahimi</b>. Nur acht Prozent der Afghanen nutzen das Internet. Die Regierung kontrolliere das neue Medium bisher noch nicht so stark wie die Nachbarn Iran und Pakistan – weniger aus freiheitlicher Überzeugung, sondern weil sie ihre ohnehin geringen Ressourcen auf die Lenkung der klassischen Medien konzentriere. Auch in SOMALIA spielt das Internet bislang kaum eine Rolle. <b>Abdifatah Hussen Mohamed</b> beschreibt, wie sich Journalisten dort aus Angst um das eigene Leben nur noch bei Tageslicht aus dem Haus wagen. Sie wissen, dass der Staat, der bisher nicht einen einzigen Journalistenmord aufgeklärt hat, sie nicht schützen kann und rüsten deshalb lieber selbst mit Waffen auf. So leisten sie ihren ganz eigenen Beitrag zum Wechselspiel von Gewalt und Paranoia. <br /><br />Die Arbeitsgruppe <i>Journalisten im Exil </i>trifft sich seit 2011 regelmäßig im Büro von <i>Reporter ohne Grenzen</i>. „<link 609 - internal-link "Opens internal link in current window">Nicht sprachlos bleiben</link>“ hieß ihr erster Newsletter, der zum Tag des Flüchtlings am 20. Juni 2012 erschien. Den zweiten Newsletter gab die AG im Oktober 2012 heraus. Unter dem Titel „<link 634 - internal-link "Opens internal link in current window">Ein verzerrter Blick westlicher Medien</link>“ beschrieben Journalisten aus Pakistan, Simbabwe, Uganda und dem Iran, wie westliche Kollegen über ihre Heimatländer berichten. <br /><br />Das Nothilfereferat von <i>Reporter ohne Grenzen</i>, das die Arbeitsgruppe „Journalisten im Exil“ unterstützt, hilft verfolgten Journalisten in ihrer Heimat und im Exil. Dazu gehört, zerstörte oder beschlagnahmte Ausrüstung zu ersetzen, Geld für einen Anwalt bereitzustellen oder medizinische Behandlung nach Anschlägen zu ermöglichen. Journalisten, die vor Verfolgung fliehen mussten, versucht <i>Reporter ohne Grenzen</i> hier in Deutschland so zu helfen, dass sie ihre journalistische Arbeit auch im Exil weiterführen oder wieder aufnehmen können.<br /><br />Die Mitglieder der Arbeitsgruppe und die Autoren des Newsletters freuen sich über Anregungen und Kommentare: <link http://journalists-in-exile(at)reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email">journalists-in-exile(at)reporter-ohne-grenzen.de </link>
Lesen Sie hier den gesamten Newsletter „<link 744 - internal-link "Opens internal link in current window">Schöne neue Welt?</link>“<br /><br /><link http://www.reporter-ohne-grenzen.de/nothilfe/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Hier</link> finden Sie sich Informationen über die Arbeit des ROG-Nothilfereferats.<br /><br /><br /><b>Pressekontakt:</b> <br />Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55 <br /><link presse@reporter-ohne-grenzen.de - mail "Opens window for sending email"><img alt="Opens window for sending email" src="typo3/sysext/rtehtmlarea/res/accessibilityicons/img/mail.gif" /></link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 08:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Unlauteres Lobbying und Prozesse gegen Journalisten</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/aserbaidschan-unlauteres-lobbying-und-prozesse-gegen-journalisten/</link>
			<description>ROG ist entsetzt über die Härte, mit der das aserbaidschanische Regime vor der Wahl im Herbst gegen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>Reporter ohne Grenzen</i> ist entsetzt über die Härte, mit der das aserbaidschanische Regime vor der Präsidentschaftswahl im Herbst gegen Kritiker vorgeht und distanziert sich von unlauteren Versuchen, eine antieuropäische Stimmung im Land zu erzeugen und damit die Opposition zu schwächen. So ist derzeit eine angebliche <link http://bit.ly/YxOSJJ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Studie über den Werteverfall in Europa</link> in Umlauf, die sich auf die Unterstützung von Menschenrechtsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen beruft. „Wir haben an dieser Studie – anders als darin behauptet wird – in keiner Weise mitgewirkt und halten es für absolut unverhältnismäßig, Menschenrechtsverletzungen in Deutschland und in Aserbaidschan zu vergleichen“, stellte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr in Berlin klar.<br /><br />Verfasser der „Studie“ ist <b>Eynulla Fatullajew</b>, der als regimekritischer Journalist internationale Bekanntheit erlangte. Als Herausgeber zweier oppositioneller Zeitungen saß er mehr als vier Jahre im Gefängnis, bevor Präsident Ilcham Alijew ihn im <link http://bit.ly/HNgaVt _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Mai 2011 begnadigte</link>. Seither veröffentlicht Fatullajew auffallend regierungsfreundliche Berichte, unter anderem über die Situation politischer Häftlinge in aserbaidschanischen Gefängnissen. <br /><br />Seine „Studie“, von der sich ROG, <link http://www.rferl.org/content/amnesty-azerbaijan-fatullayev/24881428.html _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Amnesty International</link> und viele weitere darin zitierte Personen distanzierten, stellte Fatullajew im Januar 2013 in Brüssel vor. Wenige Tage später lehnte die Parlamentarische Versammlung des Europarats mit breiter Mehrheit eine Resolution ab, die die Freilassung politischer Gefangener in Aserbaidschan fordert, und verabschiedete lediglich eine allgemeine Erklärung zur Menschenrechtslage dort. Der deutsche <link https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/42606056_kw04_europarat_aserbaidschan/index.html _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Berichterstatter Christoph Strässer</link> führte dies auf die massive Lobbyarbeit von aserbaidschanischer Seite zurück. Die European Stability Initiative hatte diese bereits im Mai 2012 ausführlich unter dem <link http://bit.ly/KWag30 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Titel „Kaviardiplomatie“</link> beschrieben. „Dass dafür inzwischen auch ehemalige Regimekritiker eingespannt werden, registrieren wir mit Befremden“, kommentierte ROG-Geschäftsführer Mihr. <br /><br />Sieben Monate vor den Präsidentschaftswahlen im Oktober stehen kritische Journalisten und Medien in Aserbaidschan enorm unter Druck. Am 12. März verurteilte ein Bakuer Gericht <b>Awas Sejnalli</b>, den Chefredakteur der Zeitung <i>Chural</i>, zu <link http://bit.ly/YneIjk _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">neun Jahren Gefängnis</link>. Er hatte Präsident Ilcham Alijew in seinen Texten wiederholt scharf kritisiert. Weitere Strafverfahren laufen gegen <b>Hilal Mammedow</b>, den Chefredakteur der Minderheitenzeitung <i>Tolischi Sado</i> sowie gegen die beiden Fernsehreporter <b>Vugar Gonagow</b> und <b>Saur Gulijew</b>, die im März 2012 für <i>Chajal TV</i> über gewaltsame Proteste im nordaserbaidschanischen Guba berichtet hatten. Die wichtigste Oppositionszeitung des Landes, <i>Azadliq</i>, steht wegen horrender <link http://bit.ly/12d5dsd _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Geldforderungen</link> in Verleumdungsverfahren vor dem Bankrott. Mitte Februar bekräftigten Gerichte in Baku Strafen in Höhe von insgesamt etwa 62.000 Euro gegen die Zeitung.<br /><br />Mindestens neun Journalisten wurden am 26. Januar bei nicht genehmigten Straßenprotesten in Baku festgenommen, darunter die für ihre Recherchen über Machtmissbrauch und Korruption bekannte Reporterin <b>Khadija Ismajilowa</b> und der Blogger <b>Emin Milli</b>. Ismajilowa wurde in einem Schnellverfahren ohne ihre Anwälte zu einem Bußgeld von knapp 400 Euro verurteilt, Emin Milli zu 15 Tagen Arrest. <br /><br />Die Strafen für die Teilnahme an unerlaubten Versammlungen waren bereits vor den Protesten deutlich erhöht worden. Am 11. März unterzeichnete Präsident Alijew weitere <link http://bit.ly/13WXD4w _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Gesetzänderungen</link>, die die Versammlungsfreiheit einschränken und zivilgesellschaftliche Arbeit erschweren. NGOs müssen seither jede Spende von mehr als 200 Manat (ca. 200 Euro) formal genehmigen lassen. <br /><br />Reporter ohne Grenzen zählt den aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew zu den größten <link http://bit.ly/QjNcyI _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Feinden der Pressefreiheit</link> weltweit. Auf der aktuellen <link http://bit.ly/11eL4QV _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">ROG-Rangliste</link> steht das südkaukasische Land auf Platz 156 von 179.<br /><br />
Diese Pressemitteilung können Sie auf <link fileadmin/docs/correct130318_Aserbaidschan-Lobbying_ENG_bitlys.pdf _blank download "Initiates file download">Englisch hier</link> lesen.
<br /><b>Pressekontakt:</b> <br />Reporter ohne Grenzen <br />Ulrike Gruska / Christoph Dreyer<br />presse@reporter-ohne-grenzen.de <br />www.reporter-ohne-grenzen.de<br />T: +49 (0)30 60 98 95 33-55

]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Aktuell</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 18 Mar 2013 12:17:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>EINLADUNG: Online-Journalismus für Usbekistan – ein Gespräch mit Galima Bukharbaeva, Chefredakteurin der Nachrichtenseite Uznews</title>
			<link>http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung-im-detail/artikel/einladung-online-journalismus-fuer-usbekistan-ein-gespraech-mit-galima-bukharbaeva-chefredakteurin/</link>
			<description>Usbekistan zählt zu den schlimmsten Internetzensoren weltweit. Die Regierung des zentralasiatischen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Usbekistan zählt zu den schlimmsten Internetzensoren weltweit. Die Regierung des zentralasiatischen Landes an der Grenze zu Afghanistan versucht, die 30 Millionen Einwohner medial zu isolieren. Sie blockiert den Zugang zu ausländischen Nachrichtenseiten und kontrolliert politische Inhalte massiv mit Filtersystemen. <i>Reporter ohne Grenzen</i> betrachtet Präsident Islam Karimow deshalb als einen der größten Feinde der Pressefreiheit und Usbekistan als ein Schwerpunktland ihrer Nothilfearbeit.<br /><br />Die populäre Nachrichtenseite<link http://www.reporter-ohne-grenzen.de/http:// www.uznews.net/ _blank external-link-new-window> www.uznews.net</link> ist in Usbekistan nicht frei zugänglich, sondern kann nur über Proxy-Server aufgerufen werden. Wiederholt war sie schweren Hackerangriffen ausgesetzt. Der Berliner Verein <i>Uzbekistan Press Freedom Group</i> unterstützt die auf Russisch, Englisch und Usbekisch erscheinende Nachrichtenseite, die zu den wichtigsten seriösen Informationsquellen über das Land zählt. Aus dem sicheren Exil heraus arbeitet Uznews seit 2007 mit einem Netzwerk unabhängiger Journalisten in Usbekistan zusammen, die aus Sicherheitsgründen anonym veröffentlichen. <br /><br /><br /><i>Reporter ohne Grenzen </i>und die <i>Uzbekistan Press Freedom Group</i> zu Gast bei <i>Zeit Online </i>laden ein zu einem Gespräch mit <i>Uznews</i>-Chefredakteurin <b>Galima Bukharbaeva</b>, moderiert von <b>Christian Mihr</b>, Geschäftsführer von <i>Reporter ohne Grenzen</i>. Das Gespräch findet auf Englisch statt.<br /><br />Donnerstag, 21. März 2013, 19:00 Uhr <br />ZEIT Online, Askanischer Platz 1 am Anhalter Bahnhof, 10963 Berlin <br /><br /><br /><b>Galima Bukharbaeva</b> wurde 1974 in der usbekischen Hauptstadt Taschkent geboren. Nach ihrem Journalistik-Studium arbeitete sie als Nachrichtenreporterin für <i>Internews</i>, dann als Korrespondentin der Nachrichtenagentur <i>AFP</i> und&nbsp; leitete ab 2000 das usbekische Programm des <i>Institute for War and Peace Reporting</i>. Als Augenzeugin des Massakers von Andischan, bei dem Soldaten Hunderte unbewaffneter Bürger erschossen, musste Bukharbaeva 2005 wegen ihrer kritischen Berichterstattung fliehen. Danach lebte sie zunächst in den USA, wo sie an der Columbia University studierte und 2006 für ihre Berichterstattung den Press Freedom Award des <i>Committee to Protect Journalists</i> in New York erhielt. Heute lebt sie in Berlin.<br /><br /><br />Anmeldung <link http://de.amiando.com/rog_zeitonline1.html _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">hier. </link><br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 09:00:00 +0100</pubDate>
			
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