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Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar
 
Afghanistan 25.01.08
Wachsende Kritik an Todesurteil für jungen Journalisten

Reporter ohne Grenzen appelliert an den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai, auf die zahlreichen Gnadengesuche für den zum Tode verurteilten jungen Journalisten Perwis Kambachsch zu reagieren. Der afghanische Präsident nimmt derzeit am Weltwirtschaftsforum in Davos teil.

„Kambachsch Todesurteil ist das Ergebnis eines unfairen Prozesses, der von Beamten und extremistischen Religionsführen manipuliert wurde,“ sagte Reporter ohne Grenzen.“ Wir fordern Präsident Karzai auf, das Urteil, das die Pressefreiheit in seinem Land bedroht, aufzuheben und Kambachsch zu begnadigen.“

Ein afghanisches Gericht verurteilte den jungen Journalisten am 22. Januar wegen angeblicher Blasphemie zum Tode. Das Verfahren hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne einen Rechtsanwalt stattgefunden. Grund für die Verurteilung war die Veröffentlichung von kontroversen Artikeln, die Koranverse über Frauen kommentierten.




WEITERE INFORMATIONEN:
Elke Schäfter
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fon +49-30-6158585 – Fax +49-30-6145649
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