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Syrien 12.01.12
Französischer TV-Journalist in Protesthochburg Homs getötet / ROG fordert umgehende Aufklärung

Reporter ohne Grenzen (ROG) ist bestürzt über den Tod des französischen TV-Journalisten Gilles Jaquier am 11. Januar in der syrischen Stadt Homs. Jaquier berichtete für den französischen TV-Sender France 2 und wurde bei einem Granaten- oder Raketen-Angriff tödlich verletzt. Mindestens acht weitere Menschen sollen Medienberichten zufolge bei der Attacke getötet und 25 verletzt worden sein. Laut Meldungen von AFP-Korrespondenten wurde auch der niederländische Fotograf Steven Wassenaar während der Offensive verwundet.

"Jaquier ist der erste ausländische Journalist, der seit Beginn der Proteste am 15. März 2011 in Syrien getötet wurde",  so ROG. "Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Hintergründe des Angriffs offen zu legen und dabei mit den Beobachtern der Arabischen Liga zusammenzuarbeiten."
 
Gallier befand sich mit weiteren Journalisten auf einem genehmigten Besuch der Stadteile Akrama Al-Dschedida und Al-Nuzha im südlichen Homs. Die Stadt gilt als Hochburg der Protestanhänger  gegen das Assad-Regime. Das syrische Informationsministerium bestätigte zwar einen Vorfall, in den ausländische Journalisten in Homs involviert worden seien, nannte aber keine weiteren Details.

Gilles Jaquier arbeitete bereits seit 1999 als Auslandskorrespondent für France 2 und berichtete aus dem Irak, Afghanistan, Kosovo und Israel. Zuletzt reiste er für das France 2-Programm Envoyé Spécial nach Syrien. Zusammen mit dem Korrespondenten Bertrand Coq erhielt Jaquier im Jahr 2003 den renommierten französischen Journalistenpreis "Londres Prize" für die Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt im April 2002.

Seit Beginn der Proteste im März 2011 starben bereits zwei syrische Bürgerjournalisten und ein syrischer Reporter. Weitere Informationen dazu finden Sie hier in englischer Sprache Opens external link in new window

Pressekontakt: 
Ulrike Gruska
Tel.: 030 202 15 10 - 16
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