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Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar
 
Libanon 24.07.06
ROG verurteilt Angriffe auf Medien und Journalisten

Reporter ohne Grenzen verurteilt den Tod zweier Medienleute durch das israelische Militär. Gestern ist bei einem israelischen Luftangriff in der Gegend von Tyrus die Foto-Journalistin Lajal Nagib getötet worden. Am 22. Juli kam der Techniker Suleiman Chidiac des kommerziellen TV-Senders „Lebanese Broadcasting Corporation“ (LBC) bei Angriffen auf eine LBC-Sendestation in Satka im Osten Beiruts ums Leben. Die Sendungen mussten daraufhin unterbrochen werden.

„Medien und ihre Mitarbeiter dürfen auf keinen Fall Ziel des Militärs sein. Wir fordern von Israels Premierminister, die Luftangriffe auf Medien- und Telekommunikationseinrichtungen sowie auf alle anderen Ziele, bei denen Journalisten oder Medienmitarbeiter gefährdet sind, sofort einzustellen“, so Reporter ohne Grenzen.

Vergangene Woche wurde der Fernsehsender der Hisbollah, Al-Manar, bombardiert. Gestern zerstörte die israelische Luftwaffe Telekommunikations-Antennen in der Nähe von Beirut und im Norden Libanons. Luftangriffe auf Terbol, ebenfalls im Norden des Landes, hatten mehrere Sendeausfälle von LBC, Avenir TV und Al-Manar zur Folge.

Reporter ohne Grenzen fordert die Konfliktparteien dazu auf, den Status von Journalisten als Zivilpersonen, wie er in der Genfer Konventionen zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten verankert ist, zu respektieren und so eine freie Berichterstattung zu ermöglichen.

Weitere Informationen:
Katrin Evers
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fon +49-30-6158585 – Fax +49-30-6145649
presse@reporter-ohne-grenzen.de
www.reporter-ohne-grenzen.de

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