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Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar
 
Myanmar 27.09.07
Japanischer Fotograf getötet / Ausländischer Journalist verletzt

Reporter ohne Grenze ist entsetzt über den Tod eines japanischen Fotografen sowie weiterer Menschen in Rangun. Der Fotograf wurde heute morgen erschossen und ein weiterer ausländischer Journalist offensichtlich verletzt, als die Militärs in der Nähe des Tarder Hotel im Zentrum von Rangun das Feuer auf Demonstranten eröffneten.

Während die Sicherheitskräfte ihr Vorgehen gegen die Protestierenden verschärfen, auf sie schießen und Hunderte Mönche festnehmen, stören die Behörden die Kommunikationswege weiterhin massiv. Die Geschwindigkeit des Internets wurde reduziert, mehr und mehr Mobiltelefone sind ohne Verbindung, zahlreiche Weblogs birmesischer Bürger sind unzugänglich. Dennoch gelangen dank in- uns ausländischer Journalisten Bilder und Berichte aus dem Land.

Die birmesische Botschaft in Bangkok verweigerte Dutzenden ausländischen Journalisten ein Visum. Presseakkreditierungen stellt das Militär nur sehr begrenzt aus. Zahlreiche Journalisten und Menschenrechtsaktivisten stehen zudem auf schwarzen Listen, was ihnen eine Einreise ebenfalls unmöglich macht.

Weitere Informationen zur Lage der Medien in Myanmar: s. Meldung vom 26.9.07

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