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Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar
 
China/Olympia 08.08.08
Olympia-Eröffnung: ROG protestiert weltweit / Online-Demo vor Stadion / Piratensender in Peking zu Presse- und Meinungsfreiheit

Zeitgleich zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking demonstriert Reporter ohne Grenzen (ROG) heute weltweit vor chinesischen Botschaften für mehr Presse- und Meinungsfreiheit in China. Mit einem riesigen Banner, das die Olympischen Ringe als Handschellen zeigt, fordert ROG in Berlin ein Ende der Zensur, die Freilassung inhaftierter Journalisten sowie mehr Recherchefreiheit für Auslandkorrespondenten.

„China hat bei Vergabe von Olympia im Jahr 2001 zugesagt, die Lage der Menschenrechte zu verbessern“, so ROG. „Heute starten die Spiele, doch kaum etwas hat sich zum Positiven gewandelt. Noch immer herrschen Nachrichten- und Internetzensur, rund 80 Journalisten und Internetdissidenten sind hinter Gittern, ausländische Reporter müssen weiterhin mit Einschränkungen rechnen. China hat sein Versprechen gebrochen.“

ROG hatte die Staats- und Regierungschefs aus aller Welt hatte aufgefordert, eine „Politik der leeren Stühle“ zu verfolgen und die Eröffnungsfeier zu boykottieren. Dennoch nehmen Vertreter von über 80 Staaten an der Feier teil – so viel wie nie zuvor. Nicht anwesend sind u.a. Regierungsmitglieder aus  Deutschland, Estland, Kanada, Neuseeland, Polen, Österreich und der Tschechischen Republik sowie der britische Kronprinz Charles.

Auch vor den chinesischen Vertretungen in Brüssel, London, Madrid, Montreal, Rom, Stockholm und Washington protestiert ROG. Allein die Pariser Behörden haben ROG eine Demonstration vor der chinesischen Vertretung untersagt.

Heute morgen ab 8:08 Uhr Ortszeit hat ROG in Peking für 20 Minuten mit mobilen Radiostationen über Kurzwelle einen Beitrag zu Presse- und Meinungsfreiheit ausgestrahlt. "Ganz egal welche Maßnahmen Sie auch ergreifen, es wird Ihnen nicht gelingen, das Recht auf freie Meinungsäußerung abzuschaffen", hieß es darin auf Englisch, Französisch und Mandarin an die chinesische Führung gerichtet. Außerdem kamen chinesische Menschenrechtler und chinesische Journalisten im Exil zu Wort. Weitere Informationen hierzu: www.rsf.org/article.php3

ROG ruft außerdem den gesamten Tag zu einer virtuellen Demonstration vor dem Olympiastadion in Peking auf. Unter www.rsfbeijing2008.org können Banner mit den Aufschriften „Keine Olympischen Spiele ohne Freiheit!“, „Ja zum Sport, nein zur Unterdrückung!“ oder „Verrat an den olympischen Idealen,
IOC mitschuldig!“ gewählt und vor dem Stadion in die Höhe gehalten werden.


Pressekontakt:
Katrin Evers
030-6158585 und 01577-3340244

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27.9. in Hamburg und 28.9. in Köln
Reporter Daniele Mastrogiacomo stellt sein Buch "Tage der Angst" vor. Darin berichtet er über seine Entführung 2007 durch die Taliban in Afghanistan. In Hamburg mit Susanne Koelbl. In Kooperation mit ROG. Details hier.

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