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Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar
 
Mexiko 30.10.06
US-Kameramann durch Schüsse von Beamten getötet

Die Behörden von Santa Lucía del Camino im südmexikanischen Staat Oaxaca haben vier Personen identifiziert, die am 27.Oktober die tödlichen Schüsse auf den amerikanischen Kameramann Brad Will abgegeben haben sollen. Genannt wurden Juan Carlos Soriano (links im Bild mit rotem T-Shirt), Polizeibeamter, der örtliche Personalchef Manuel Aguilar (Mitte), Abel Santiago Zárate, Sicherheitschef und Mitglied der institutionellen revolutionären Partei (rechts) und Pedro Caramona, ehemaliges Mitglied der Paramilitärs.

Die vier Männer werden beschuldigt auf eine Straßenblockade gefeuert zu haben, die von protestierenden Lehrern und Mitgliedern der Vereinigung der Popular Assembly of the Peoples of Oaxaca (APPO) gebildet wurde. Seit fünf Monaten fordern diese den Rücktritt von Oaxacas Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz.

Will, 36 Jahre, filmte an der Straßensperre als er tödlich in der Brust getroffen wurde. Mehrere Anwohner von Santa Lucía del Camino konnten die Beamten eindeutig als Täter identifizieren. Dies bestätigten auch die örtlichen Behörden. Laut der US-amerikanischen Nachrichtenagentur Indymedia, für die Will arbeitete, wurden Aguilar, Zárate und Carmona verhaftet. Berichten zu Folge soll eine fünfte Person in den Fall involviert sein.

Das letzte Video von Brad Will finden Sie hier.


Weitere Informationen:
Katrin Evers
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fon +49-30-6158585 – Fax +49-30-6145649
presse@reporter-ohne-grenzen.de
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