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Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar
 
China 23.03.09
Tibetischer Schriftsteller verhaftet

Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt die Verhaftung des tibetischen
Schriftstellers Kunga Tseyang am 17. März.

"Kunga Tseyangs Verhaftung scheint in direkter Verbindung zu stehen mit
seinen kürzlich veröffentlichten Artikeln. Diese Vorgangsweise ist ein
weiteres Beispiel dafür, wie die chinesischen Autoritäten tibetische
Schriftsteller und Journalisten mundtot zu machen versuchen", so ROG.

Der 20-jährige Tseyang kommt aus dem Kloster Lungkar im Bezirk Golok
(Osttibet). Der studierte Buddhist verfasste mehrere Texte über tibetische
Kunst und Kultur sowie zum Buddhismus. Ebenso beschäftigte er sich mit Themen wie Aids in Tibet und politischen Separatismus. Von China forderte er, eine Entschuldigung an den Dalai Lama zu richten.

Bisher hat die chinesische Regierung den Aufenthaltsort von Kunga Tseyang
nicht bekannt gegeben. ROG fordert eine sofortige Freilassung des Schriftstellers.

Ebenfalls am 17. März verhaftet wurde Jigmey Gyatso. Als Assistent des
Filmproduzenten Mr. Dhondup Wangchen hatte er an der Dokumentation "Leaving Fear Behind" mitgewirkt, die mehr als 100 Interviews mit tibetanischen
Frauen, Mönchen und ältere Tibetaner/innen beinhaltet.


Der Text in englischer Sprache

 

Weitere Informationen:
Anja Viohl, Reporter ohne Grenzen
Tel.: 030 615 85 85

 

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