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USA 17.11.11
ROG kritisiert Behinderungen und Festnahmen von Journalisten während Räumung von Occupy-Camp

Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert willkürliche Einschränkungen der Berichtsfreiheit von Journalisten bei Protesten der Occupy-Wall-Street-Bewegung. Laut Meldungen der Associated Press (AP) wurden am 15. November sechs Journalisten und Blogger festgenommen.

Die Reporter und Cyberaktivisten begleiteten die Räumung des Occupy-Camps am Zuccotti Park in New York / Manhattan durch Polizeikräfte. Einige Journalisten wurden außerdem durch Ordnungshüter davon abgehalten, sich dem Park während der Auflösung des Camps zu nähern.

ROG kritisiert das Vorgehen gegen die Medienschaffenden. Die Organisation betont, die Occupy-Wall-Street-Bewegung sei ein Thema, das im öffentlichen Interesse stehe. Die Berichterstattung dürfe keinesfalls behindert werden. „Informations- und Meinungsfreiheit wird durch den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung garantiert und ist eine Säule der Demokratie. Dieser Grundsatz wird von der Polizei missachtet.“

Mehrere AP-Reporter, darunter die Journalistin Karen Mathews und der Fotograf Seth Wenig, wurden für mehrere Stunden festgenommen. Der Reporter Matthew Lysiak von Daily News und die freie Journalistin Julie Walker wurden nach AP-Informationen aufgrund „unrechtmäßigen Verhaltens“ verhaftet. Dies geschah, obwohl sie sich der Polizei als Reporter zu erkennen gaben. Doug Higginbotham, freier Journalist von TV New Zealand, wurde bei dem Versuch, die zurückkehrenden Demonstranten zu filmen, von Polizisten festgenommen und in Handschellen abgeführt. Sein Presseausweis wurde konfisziert.

Die willkürlichen Handlungen der Polizei sind ebenso zu verurteilen wie das variierende Strafmaß der Gerichte nach Verhaftungen von Journalisten und Bloggern. ROG bemängelt: „In allen uns bekannten Fällen haben Sicherheitskräfte Journalisten bei deren Arbeit behindert  - obwohl die Medienvertreter ihre Presseausweise vorgezeigt hatten. Wir rufen die Behörden erneut auf, alle Strafen, die gegen Journalisten und Mitglieder der Occupy-Bewegung verhängt wurden, zu widerrufen.“

Lesen Sie hier weitere Informationen zur Behinderung der Berichterstattung über die Occupy-Wall-Street-Bewegung (auf Englisch).

Pressekontakt:
Anja Viohl
Tel.: 030 202 15 10 – 16
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