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Wie die Rangliste erstellt wird

Dieser Index von Reporter ohne Grenzen misst den weltweiten Zustand der Presse- und Medienfreiheit. Er gibt den Grad der Freiheit wieder, den Journalisten und Nachrichtenagenturen in den einzelnen Ländern genießen, wie auch die Bemühungen des jeweiligen Staates, diese Freiheit zu respektieren und ihren Respekt sicherzustellen.

Jedem Land sind ein Platz und eine Punktzahl zugeordnet, die beide gemeinsam die Situation der Pressefreiheit in diesem Land darstellen. Einem Land kann daher jährlich ein neuer Rang zugeordnet werden, selbst wenn die Punkteanzahl unverändert bleibt, und umgekehrt.

Der Index berücksichtigt ausschließlich Ereignisse zwischen 1. September  des vorangegangenen Jahres und 31. August des laufenden Jahres. Er bezieht nur Verletzungen der Pressefreiheit mit ein, nicht aber Menschenrechtsverletzungen im Allgemeinen.

Zur Datenerhebung hat Reporter ohne Grenzen einen Fragebogen mit 50 Kriterien zusammengestellt. Die Fragen beziehen sich auf alle Arten von Verletzungen der Medienfreiheit mit direkten Auswirkungen auf Journalisten (wie etwa Morde, Verhaftungen, körperliche Angriffe und Drohungen) und auf Medien (z.B. Zensur, Beschlagnahmung von Zeitungsausgaben, Durchsuchungen und Schikanen). Der Index erfasst auch, inwieweit Personen, die für Verletzungen der Pressefreiheit verantwortlich sind, ungestraft davonkommen. Er berücksichtigt die rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen Medien arbeiten (so etwa medienrechtliche Strafen, Staatsmonopole in bestimmten Bereichen oder die Existenz von Regulierungseinrichtungen) und das Verhalten der Behörden gegenüber den staatlichen Agenturen und der Auslandspresse. Er bezieht weiterhin die wichtigsten Hindernisse für den freien Informationsfluss im Internet mit ein. Berücksichtigt werden nicht nur Verletzungen der Medienfreiheit, die vom Staat ausgehen, sondern auch Bedrohungen der Pressefreiheit, die bewaffneten Milizen, Untergrundorganisationen oder anderen Interessensgruppen zuzurechnen sind.

Der Fragebogen, der dem Index zugrunde liegt, wurde an die Partnerorganisationen von Reporter ohne Grenzen (das sind 14 Vereinigungen in fünf Kontinenten, die die Meinungsfreiheit verteidigen), an die weltweit 130 Korrespondenten der Organisation sowie an Journalisten, Wissenschafter, Juristen und Menschenrechtsaktivisten versandt. Die beantworteten Fragen wurden mittels einer Skala ausgewertet, durch die die Punkteanzahl für jedes Land zustande kommt. Das Institut für Statistik der Universität Paris stellte für die Bearbeitung der Daten seine Expertise zur Verfügung.

Für die im Index enthaltenen Ländern hat Reporter ohne Grenzen ausgefüllte Fragebögen zurückerhalten. Staaten, für die keine verlässlichen Daten vorlagen, sind nicht gelistet. Länder mit der gleichen Punktzahl und somit dem gleichen Rang sind alphabetisch aufgeführt.

Der Index kein Indikator für die Qualität der Berichterstattung in den jeweiligen Ländern.

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