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Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar
 
Spendenaktion Iran

Unterstützen Sie geflohene iranische Journalistinnen und Journalisten mit Ihrer Spende

Rund 180 Medienschaffende wurden seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Iran am 12. Juni 2009 festgenommen. Fast 40 Journalisten und Blogger sitzen immer noch im Gefängnis.Demonstrationen in Teheran wenige Tage nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 12. Juni (Ausschnitt aus Amateur-Video) © AP

Schätzungen zufolge sind bereits über 200 Journalisten und Blogger aus dem Iran geflohen, um der unerbittlichen Verfolgung zu entgehen.

Ein Großteil der bedrohten Medienschaffenden flüchtete mit der Unterstützung von Schmugglern und setzte sich so großer Gefahr aus. In den Ländern, in denen sie zunächst Zuflucht gesucht haben, in der Türkei, dem Irak und in Afghanistan, werden sie ebenfalls schikaniert, bedroht und stehen unter polizeilicher Beobachtung.

Um internationale Unterstützung zu erhalten, müssen sich die Flüchtlinge so schnell wie möglich beim UNHCR (dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen) registrieren. Die Bearbeitung durch das UNHCR ist jedoch oft langsam und kann bis zu drei Jahre in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit übernimmt das UNHCR keine Sicherheitsgarantien und gewährleistet keine medizinische oder materielle Unterstützung. Mit Hilfe von Spenden unserer Unterstützerinnen und Unterstützer, haben wir in dringenden Fällen Geld für Arztbehandlungen, Unterkunft und Lebensmittel bereit gestellt. 

Das Internationale Sekretariat von Reporter ohne Grenzen startete im November 2009 eine Visa-Kampagne in Europa und hat sich seitdem für mehr als 40 Journalisten und Blogger bei Behörden in verschiedenen europäischen Ländern eingesetzt.  Mit Erfolg: Die Fallbearbeitung durch den UNHCR ließ sich teilweise beschleunigen. Frankreich hat inzwischen über 20 Medienschaffende und ihre Familien aufgenommen.

Deutschland stimmte, nach wiederholten Aufrufen durch ROG und andere Initiativen, der Aufnahme von zunächst 50 iranischen Flüchtlingen zu. Auch andere europäische Länder, insbesondere Norwegen, erklärten sich zur Aufnahme verfolgter iranischer Journalistinnen und Journalisten bereit.

Im Juli 2010 sind die ersten acht Iraner/innen und ihre Familien in Deutschland angekommen. Sie haben ein gesichertes Aufenthaltsrecht. Wir unterstützen sie dabei, sich zu orientieren,  ihre beruflichen Pläne zu entwickeln und sich mit deutschen Medien zu vernetzen.

Neben den Flüchtlingen, die über diese spezielle Aufnahmezusage der Bundesregierung ins Land gekommen sind, betreuen wir weitere Iraner/innen, die sich im Asylverfahren befinden.

Spenden Sie für die betroffenen Journalisten und Blogger auf folgendes Spendenkonto:

Reporter ohne Grenzen e.V.
Berliner Volksbank
BLZ 100 90000
Spendenkonto 566 7777 080
Verwendungszweck "Iran09"

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Mehr Informationen über verfolgte Journalistinnen und Journalisten

 

Die preisgekrönte Journalistin Mitra Khalatbari ist Ende 2009 aus dem Iran nach Köln geflüchtet. In ihren Artikeln ist sie gegen Todesstrafe und für Menschenrechte eingetreten. Sie wurde in der Sendung ZAPP am 22.11.2009 interviewt. Zum Video

Ali Zare, ein iranischer Fotograf wurde inhaftiert und 48 Stunden von Milizsoldaten gefoltert. Reporter ohne Grenzen hat ihn nach seiner Freilassung interviewt.

 

Aktuelle Informationen über die Situation von Journalisten und Bloggern im Iran finden Sie hier (auf Englisch).

 

 

Pressemitteilungen zum Thema (auf Deutsch oder Englisch)

Ihre Ansprechpartnerin

Ingrid Holzmayer
Fon: +49 (0) 30 202 15 10 - 15
Fax: +49 (0) 30 202 15 10 - 29

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27.9. in Hamburg und 28.9. in Köln
Reporter Daniele Mastrogiacomo stellt sein Buch "Tage der Angst" vor. Darin berichtet er über seine Entführung 2007 durch die Taliban in Afghanistan. In Hamburg mit Susanne Koelbl. In Kooperation mit ROG. Details hier.

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