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Vorstand

Unser Vorstand

Der Vorstand von Reporter ohne Grenzen arbeitet ehrenamtlich.

Michael Rediske und Astrid Frohloff (beide geschäftsführend)
sowie Gemma Pörzgen und wurden auf der Mitgliederversammlung vom 13. Mai 2011 in ihren Ämtern bestätigt. Katja Gloger und Matthias Spielkamp wurden als neue Mitglieder gewählt.

Astrid Frohloff

„Als Fernsehkorrespondentin im Nahen Osten habe ich erlebt, wie in autoritäten Staaten journalistische Berichterstattung behindert, eingeschränkt oder verboten wurde. Filmbeiträge wurden zensiert, Kollegen und Mitarbeiter gerieten unter Beschuss und wurden verletzt. Zwei meiner Kollegen mussten ihren Einsatz sogar mit dem Leben bezahlen. Diese einschneidenden Erfahrungen haben mich dazu gebracht, Mitglied bei „Reporter ohne Grenzen“ zu werden. Ich will mich dafür einsetzen, dass Journalisten in aller Welt ungehindert berichten können und wegen kritischer Äusserungen nicht im Gefängnis landen oder gar ihr Leben lassen müssen."

Astrid Frohloff, Jahrgang 1962, ist Fernsehjournalistin und - moderatorin. Sie moderiert das ARD-Politikmagazin "Kontraste" und das Magazin "Klartext" für den rbb. Die Politikwissenschaftlerin hat in Hannover studiert, ihr Journalistenhandwerk hat sie in den USA und in Hannover gelernt. Von 1999 bis 2004 hat sie die "18:30"- Hauptnachrichten von SAT.1 moderiert. Astrid Frohloff blickt auf eine mehrjährige Auslandserfahrung zurück: In Jerusalem baute sie für SAT.1 ein Fernsehstudio auf und berichtete live aus den Krisenregionen des Nahen Ostens. Astrid Frohloff ist Mitglied des Beirates von „Transparency International Deutschland“.

 

Dr. Michael Rediske

"In den achtziger Jahren habe ich als Korrespondent in Zentralamerika erlebt, wie die Beschneidung von Pressefreiheit und Angriffe auf Journalisten offene Diskussion und die Entfaltung bürgerlichen Engagements zwangsläufig ersticken. 1994 habe ich die deutsche Sektion von ROG mitgegründet, um bedrohten Berufskollegen beizustehen und zugleich eine demokratische Entwicklung zu fördern, die ohne eine freie und unabhängige Presse nicht gedeihen kann".

Dr. Michael Rediske, Jahrgang 1953, Dipl.-Verwaltungswissenschaftler. Seit 1987 Redakteur und 1996 bis 1999 Chefredakteur der taz. Anschließend Redaktionsleiter und Country Manager bei Citikey. 2001/2002 stellv. Chefredakteur von AFP Deutschland. 2003 Geschäftsführer des Deutschen Journalistenverbandes Berlin. Seit Herbst 2004 Geschäftsführer des Journalistenverbands Berlin-Brandenburg. Gründungsmitglied von Reporter ohne Grenzen und Vorstandssprecher, Mitglied des Deutschen Presserats 1998 bis 2003.

Gemma Pörzgen

"Die Solidarität mit bedrohten Kollegen war mir immer sehr wichtig. Des wegen war ich gleich dabei, als sich ROG 1994 nach dem französischen Vorbild in Deutschland gründete. Die Durchsetzung von  Meinungs- und Pressefreiheit braucht weltweit unsere Unterstützung - auch in Deutschland ist sie keine Selbstverständlichkeit."

Gemma Pörzgen, Jahrgang 1962, ist freie Journalistin in Berlin. Sie wuchs in Moskau auf, studierte in München Politik, Slawistik und Osteuropäische Geschichte. Schon während des Studiums arbeitete sie freiberuflich journalistisch, unter anderem in Paris und in Südafrika. Nach einem Volontariat bei der "Frankfurter Rundschau" war Pörzgen dort als Nachrichtenredakteurin mit Osteuropa-Schwerpunkt tätig. Nach der Geburt zweier Töchter wurde sie 2002 Südosteuropakorrespondentin für mehrere Printmedien in Belgrad und arbeitete anschließend als Nahostkorrespondentin für die Frankfurter Rundschau und die Stuttgarter Zeitung in Israel. Die Journalistin war bereits von 1994 bis 1999 Vorstandsmitglied, bevor sie 2009 wieder in den ROG-Vorstand eintrat.

Katja Gloger

"Pressefreiheit ist ein Menschenrecht. Bedrängten Kollegen beizustehen, eine Pflicht. Denn ohne ihre unerschrockene, mutige Arbeit erfahren wir die Wahrheit nicht. So einfach ist es und so schwer zugleich. Ihnen muss unsere Solidarität und unsere praktische Unterstützung gelten. Gerne möchte ich helfen, das Netzwerk der Reporter ohne Grenzen weiter auszubauen.

Die „Stern“-Autorin Katja Gloger, Jahrgang 1960, ist langjähriges ROG-Mitglied und amtierte bereits von von 2003 bis 2004 als Vorstandsmitglied. Katja Gloger arbeitete nach dem Studium der Slawistik und Politik zunächst als TV-Reporterin beim WDR, wechselte 1989 zum „Stern“ nach Hamburg, für den sie als Korrespondentin aus Moskau berichtete. 2004 ging sie als politische Korrespondentin für den „Stern“ nach Washington D.C.. Seit 2009 arbeitet sie wieder in der Hamburger Redaktion des Magazins.

 

Matthias Spielkamp

"Seit vielen Jahren arbeite ich nicht nur als Journalist, sondern auch als Ausbilder für Journalistinnen und Journalisten aus Entwicklungs- und Schwellenländern. In vielen davon unterdrücken autoritäre oder diktatorische Regierungen die Pressefreiheit. Das zeigt mir immer wieder, welch hohes Gut sie ist, und wie verletzlich sie sein kann. Dass in Deutschland Internetsperren und Vorratsdatenspeicherung nur mit Mühe - und vielleicht nicht einmal auf Dauer - abgewendet werden konnten, zeigt zugleich leider, dass die Pressefreiheit auch hierzulande immer wieder neu verteidigt werden muss. Dafür engagiere ich mich bei Reporter ohne Grenzen."

Matthias Spielkamp, Jahrgang 1970, lebt als freier Journalist, Blogger, Referent und Berater in Berlin. Als Journalist schreibt er vor allem über die Themen Internet-Politik, soziale und gesellschaftliche Aspekte der Digitalisierung und Urheberrecht. Ferner betreibt Spielkamp mehrere Online-Portale und Blogs wie das „immateriblog“ sowie „Irights.info“. Als Experte für Online-Journalismus und Urheberrecht ist er zudem als Berater, Sachverständiger und Trainer tätig. Matthias Spielkamp hat Philosophie, Politik, Volkswirtschaft und Journalismus studiert.

 

 

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