#FreeThemAll: Mohamed Ibrahim | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Ägypten 07.10.2019

#FreeThemAll: Mohamed Ibrahim

Proteste in Ägypten
Proteste in Ägypten © picture alliance / AP Photo

Weniger als acht Wochen ist es her, dass der Journalist Mohamed Ibrahim, der in Ägypten seit Jahren unter dem Synonym „Mohamed Oxygen“ bloggt, aus dem Gefängnis entlassen wurde. Kurz nach dem Ende seiner 15-monatigen Haftstrafe steht Ibrahim jedoch nun schon wieder unter Arrest. Am 20. September dieses Jahres setzten ihn Polizisten bei einer Routinekontrolle in Kairo fest.

Einen Tag vor seiner erneuten Verhaftung hatte Ibrahim per Facebook-Livestream über einen Protest in der ägyptischen Hauptstadt berichtet. Dort hatten Demonstrantinnen und Demonstranten ein Ende der politischen Einmischung des ägyptischen Militärs und einen Rücktritt des Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi gefordert. Neben Ibrahim wurden im Zuge des Protestes auch mehrere andere Reporter verhaftet. Die ägyptischen Behörden haben bisher weder einen Grund für die Festnahmen der Journalisten bekannt gegeben noch mitgeteilt, wo sie festgehalten werden.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen liegt Ägypten auf Platz 163 von 180 Ländern.

In der Rubrik #FreeThemAll werden auch Fälle inhaftierter Medienschaffender vorgestellt, die nicht im ROG-Barometer der Pressefreiheit stehen. In das Barometer nimmt ROG nur Fälle auf, in denen die Organisation einen direkten Zusammenhang der Haft mit der journalistischen Tätigkeit belegen kann. In zahlreichen weiteren Fällen ist ein Zusammenhang wahrscheinlich, aber (noch) nicht nachzuweisen.



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