Troll-Banden | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Online-Belästigung

Troll-Banden

LAND: Mexiko

METHODE: Verunglimpfung, Drohungen und Beleidigungen in sozialen Netzwerken

ZIELE: Mehrere Journalistinnen und Journalisten wurden tagelang zum Ziel von Troll-Angriffen in den sozialen Netzwerken, nachdem sie Präsident Andrés Manuel López Obrador Ende Oktober 2019 in einer Pressekonferenz kritische Fragen zur misslungenen Festnahme eines Sohns des Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán gestellt hatten. Heftig angefeindet wurde unter anderem Irving Pineda vom Fernsehsender TV Azteca. Solche Kampagnen werden in Mexiko immer häufiger; oft zielen sie auf Frauen. Im November 2019 geriet zum Beispiel die Journalistin Silvia Chocarro ins Visier der Trolle. Sie repräsentierte zu dieser Zeit ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen einschließlich RSF, die sich für Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen. Die Trolle verwenden für ihre Angriffe Hashtags wie #PrensaCorupta, #PrensaSicaria und #PrensaProstituida – „korrupte Presse“, „Killer-Presse“ und „Hurenpresse“.