Fotobuch 2020 | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit

Fotobuch 2020

Fotos für die Pressefreiheit 2020

Am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, erscheint der Bildband „Fotos für die Pressefreiheit 2020“. Er berichtet in eindrucksvollen Reportagen und aufrüttelnden Bildern von den Brennpunkten des Nachrichtengeschehens und erinnert daran, welche Themen Reporter ohne Grenzen 2019 maßgeblich beschäftigt haben, als von Corona noch nicht die Rede war. Neben einem Faktenteil mit dokumentarisch gehaltenen Texten enthält das Buch sieben Fotoessays. In diesen beschreiben  Autorinnen und Autoren aus der Ich-Perspektive der Fotografinnen und Fotografen, wie diese ihren Arbeitsalltag gestalten und das mit ihrem persönlichen Leben vereinen.

Ein Schwerpunkt des Bandes sind die Massenproteste in Hongkong. Der Fotograf Lam Yik Fei hat sie vom ersten Tag an begleitet. In Aufnahmen von der Frontlinie zwischen Demonstranten und Staatsgewalt dokumentiert er die Ereignisse in seiner Heimatstadt im Ausnahmezustand. Wie die Menschen in Kaschmir den Einmarsch indischer Truppen, Ausgangssperren und eine monatelange Kommunikationsblockade erlebt haben, erzählen die Bilder des Fotografen Dar Yasin. Sie zeigen eine Region, die zu zerbrechen droht, und unerschütterliche Kaschmiris, die der Krise trotzen.

Erschütternde Aufnahmen hat die brasilianische Fotografin Alice Martins aus Syrien mitgebracht. Jedes einzelne ihrer Bilder ist Zeugnis eines Krieges, der kein Ende findet und der Bevölkerung unbeschreibliches Leid zumutet. Von Konflikt, Tod und Trauma berichtet auch Andrés Cardona aus Kolumbien: In seiner Fotostrecke „Wreck Family“ verwebt er ältere Fotos seiner ermordeten Angehörigen und nachgestellte Szenen seiner Familiengeschichte zu einer albtraumhaften Erzählung über den Kampf zwischen der Regierung und der FARC-Guerilla.

 

Ein Land in der Sinnkrise zeigen die Aufnahmen des britischen Fotografen Andrew Testa. Seit dem EU-Referendum 2016 hat er die kleinen zwischenmenschlichen Gräben und die großen politischen Spaltungen im Vereinigten Königreich dokumentiert, die sich in der Gesellschaft auftun. Der Fotograf Wassim Ghozlani versucht mit seinen Schwarzweißaufnahmen die visuelle Geschichte seines Heimatlandes Tunesien neu zu schreiben und touristischen Klischees zu widersprechen. In Tansania hat die US-amerikanische Fotografin Nicky Woo einen seltenen Einblick in die Arbeit der „Mgangas“, der traditionellen Hexendoktoren und Kräuterheiler, gewonnen und lässt uns an ihren Erfahrungen teilhaben.

Insgesamt 19 Fotografinnen und Fotografen haben Reporter ohne Grenzen ihre Werke für diese 26. Ausgabe des Fotobuchs unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Reporter ohne Grenzen finanziert sich neben Spenden und Mitgliedsbeiträgen auch durch den Verkauf des Fotobuchs. Der Erlös fließt vollständig in die Pressearbeit und Nothilfe, so wie Anwaltskosten und medizinische Hilfe für verfolgte Journalisten.

Pressebilder für die Berichterstattung zum Fotobuch 2020 können Sie hier herunterladen.

Hier können Sie das Buch bestellen.

Ein Einblick in "Fotos für die Pressefreiheit 2020"

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© René Frampe

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