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Bolivien

Die Medienkonzentration in Bolivien ist hoch. Die meisten wichtigen Sender und Printmedien sind in Privatbesitz; die Eigentümer sind oft parteipolitisch gebunden oder stehen der Regierung nah. Auch die katholische Kirche gehört zu den bedeutenden Medienbesitzern Boliviens. Die Regierung nimmt starken Einfluss auf die deutlich gewachsene Zahl staatlicher Medien. Drohungen und Gewalt gegen Journalisten sind keine Seltenheit, auch Morde kommen vor. Immer wieder werden Reporter bei Demonstrationen verletzt. Verleumdung kann mit Haft bestraft werden. Zu den weiteren problematischen Gesetzen gehört ein Verbot von Berichten über die Positionen und Programme der Kandidaten für Wahlämter in der Justiz.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 107 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Bolivien 03.11.2015

Zunehmender Druck auf kritische Medien

Reporter ohne Grenzen kritisiert den zunehmenden Druck auf kritische Medien in Bolivien. Wichtige Fernsehsender und Zeitungen dort sind von regierungsfreundlichen Geschäftsleuten übernommen und auf Linie gebracht worden. Kritische Medien werden etwa durch Anzeigenboykotte und Steuerprüfungen schikaniert.

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International 12.02.2015

Rangliste der Pressefreiheit 2015 veröffentlicht

Die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit zeigt, dass die Lage für Journalisten und Medien in der Mehrzahl der Länder im vergangenen Jahr schlechter geworden ist. Zu den wichtigsten Gründen zählt die gezielte Unterdrückung oder Manipulation der Medien in Konfliktregionen wie der Ukraine, Syrien, dem Irak und den Palästinensergebieten.

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