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Bolivien

Seit der Präsidentschaftswahl im November 2019, die zum Rücktritt und erzwungenen Exil von Evo Morales führte, herrschen Unsicherheit und Instabilität in Bolivien. Während der Proteste und Streiks nach den Wahlen wurden zahlreiche Journalist*innen angegriffen. In der 13-jährigen Präsidentschaft von Evo Morales war journalistische Kritik unterwünscht und wurde mit juristischer Verfolgung bestraft. Gemäß einem Dekret von 2009 können Medien, deren Journalist*innen „lügen“, sich „parteipolitisch engagieren“ oder „beleidigen“, von staatlicher Werbung und damit einer wichtigen Einkommensquelle ausgeschlossen werden. Auch angesichts von vielen willkürlichen Festnahmen und Straflosigkeit nach Gewalttaten gegen Journalist*innen ist Selbstzensur weit verbreitet.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 114 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2020 21.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Ein Demonstrant wirft einen rauchenden Behälter
Bolivien 14.11.2019

Medien fallen Chaos zum Opfer

Reporter ohne Grenzen ruft alle Konfliktparteien in Bolivien dazu auf, die Pressefreiheit zu respektieren und Berichterstattenden ihre Arbeit zu ermöglichen. In der extrem aufgeheizten, polarisierten Stimmung seit der Präsidentschaftswahl werden Medienschaffende zur Zielscheibe von teilweise lebensgefährlicher Gewalt.

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Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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