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Brasilien

Brasilien ist für Medienschaffende eines der gefährlichsten Länder Lateinamerikas. Immer wieder werden Journalist*innen ermordet. Meist berichteten sie über Korruption, Missstände in den Behörden oder über das organisierte Verbrechen. Viele andere Journalist*innen werden bedroht oder auf Demonstrationen tätlich angegriffen. Seit dem Wahlkampf, der Präsident Jair Bolsonaro 2018 ins Amt brachte, prägen Hetze, Desinformation und Gewalt das Klima gegenüber Journalist*innen; der Präsident und seine Söhne sind daran aktiv beteiligt. Für die Corona-Krise, die das Land so hart traf wie kaum ein anderes, machte Bolsonaro die Journalist*innen verantwortlich, die darüber berichteten. In der Krise wurde zudem die Informationsfreiheit weiter eingeschränkt. Der journalistische Quellenschutz ist ständigen Angriffen ausgesetzt, etliche investigative Journalist*innen kamen wegen ihrer Recherchen vor Gericht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 111 von 180
Die brasilianische Flagge weht im Wind.
Brasilien14.09.2021

#FreeThemAll: Vinícius Lourenço

In Brasilien ist der Gründer des Nachrichtenportals Impacto, Vinícius Lourenço, das Ziel eines Anschlags geworden. Laut übereinstimmenden Medienberichten feuerten bislang nicht identifizierte Personen mehrere Schüsse auf das Auto des Journalisten ab.

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Die verschwundene Journalistin und Aktivistin Razan Zaitouneh
Straflosigkeit28.08.2021

RSF erinnert an verschwundene Journalisten

Anlässlich des Internationalen Tages der Verschwundenen am 30. August erinnert Reporter ohne Grenzen (RSF) an Medienschaffende, die zum Teil schon vor Jahrzehnten spurlos verschwunden sind. Bis heute wissen ihre Angehörigen nicht, was mit ihnen geschehen ist.

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Blick auf einen Fluss.
Brasilien24.04.2021

#FreeThemAll: Diego Santos

Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) hat die brasilianischen Behörden dazu aufgefordert, die anhaltenden Drohungen gegen den Journalisten Diego Santos, der für den Fernsehsender TV Norte Boa Vista arbeitet, zu untersuchen.

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