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Chile

Ein Subventionssystem aus der Zeit der Pinochet-Diktatur zementiert in Chile die dominierende Stellung der privaten Konzerne El Mercurio und Copesa auf dem Printmarkt. Den Radiomarkt beherrscht die spanische Mediengruppe Prisa. Bürgerradios haben Schwierigkeiten, ihr finanzielles Überleben zu sichern, mehrere Radiostationen mussten in den vergangenen Jahren schließen. Der journalistische Quellenschutz wird oft missachtet. Sensibel sind kritische Recherchen zur Zeit der Diktatur, zu Korruption sowie zu Protesten der indigenen Mapuche-Gemeinden. Generell werden Journalist*innen bei Berichten über Proteste oft angegriffen, die Behörden schützen sie nicht. Bei den Protesten Ende 2019 kam es zu besonders vielen Übergriffen landesweit. Bei der Informationsfreiheit und beim Zugang zum Internet wurden indes große Fortschritte gemacht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 51 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Gruppenbild von der Gründungsversammlung des Forums Information und Demokratie
Forum Information und Demokratie13.11.2019

Antworten auf neue Herausforderungen finden

Elf zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt haben in Paris das Forum Information und Demokratie gegründet. Es soll Empfehlungen für Regulierung und Selbstregulierung erarbeiten, um das Recht auf Medienfreiheit angesichts neuartiger Bedrohungen im digitalen Zeitalter wirksam durchzusetzen.

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Chile25.10.2019

Welle der Gewalt gegen Medien bei Protesten

Reporter ohne Grenzen ruft die chilenische Regierung auf, Journalistinnen und Journalisten zu schützen und ihnen trotz der Unruhen im Land ein ungehindertes Arbeiten zu ermöglichen. Bei den Protesten gegen die Regierung sind seit dem 18. Oktober zahlreiche Journalistinnen und Journalisten angegriffen worden.

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