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Ecuador

Präsident Rafael Correa diffamiert private Nachrichtenmedien systematisch als Saboteure seiner „Bürgerrevolution“ – unter anderem treibt er sie mit Verleumdungsklagen in den Ruin. Das Mediengesetz von 2013 begünstigt Zensur, indem es ein Recht auf „verifizierte, ausgewogene, präzise und kontextualisierte“ Information über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse festschreibt. Mit einem Verbot „medialer Lynchjustiz“ erschwert das Gesetz zudem Berichte über Korruption oder Behördenversagen. Auch ein Verbot der Wahlpropaganda unter Androhung hoher Geldstrafen fördert die Selbstzensur.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 109 von 180
Ecuador 15.02.2017

Mediengesetz muss reformiert werden

Anlässlich der Präsidenten- und Parlamentswahl in Ecuador fordert Reporter ohne Grenzen eine Reform des Mediengesetzes von 2013. Das Gesetz habe sich "als Instrument der Unterdrückung kritischer Berichterstattung erwiesen", sagte Geschäftsführer Christian Mihr. Der scheidende Präsident Rafael Correa dämonisierte oppositionelle Medien seit seinem Amtsantritt.

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Rangliste der Pressefreiheit 2016 20.04.2016

Journalisten weltweit unter zunehmendem Druck

Die Rangliste der Pressefreiheit 2016 zeigt einen weltweiten Rückgang der Freiräume für unabhängigen Journalismus. Zunehmend autokratische Tendenzen in Ländern wie Ägypten, Russland oder der Türkei tragen dazu ebenso bei wie bewaffnete Konflikte und Bestrebungen einiger Regierungen, staatliche und private Medien unter ihren Zugriff zu bringen.

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Themenbericht 08.12.2015

Tödliche Gefahren für Umweltjournalisten

Seit 2010 wurden weltweit zehn Umweltjournalisten ermordet, acht davon in Südostasien und Indien. In vielen Ländern nehmen Repressalien, Drohungen und Gewalt gegen Reporter zu, die etwa über illegale Rodungen, Umweltverschmutzung oder die Folgen von illegalem Rohstoffabbau berichten.

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