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Ecuador

Während der Amtszeit von Präsident Lenín Moreno (2017-2021) entspannte sich das Verhältnis zwischen privaten Medien und Regierung in Ecuador. Noch immer werden aber Reporter*innen eingeschüchtert und tätlich attackiert, Fernseh- und Radiosender angegriffen. Während einer Protestwelle 2019 kam es zu besonders vielen Übergriffen. Der Mord an zwei Journalisten und ihrem Fahrer durch kolumbianische Rebellen im Grenzgebiet zwischen den beiden Ländern im Jahr 2018 führte zu Diskussionen über die Sicherheit von Medienschaffenden in Gebieten, die der staatlichen Kontrolle entzogen sind. Die Corona-Pandemie hat Ecuadors Medien stark getroffen. Viele Journalist*innen starben an Covid-19, den privaten Medien brach ein großer Teil ihrer Einnahmen weg und Informationen von Behörden waren oft schwer zu erhalten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 96 von 180
Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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In einem Bergtal liegen unzählige Häuser mit braunen Dächern. Vor dem Horizon ragt ein Berg in den Himmel, auf dessen Spitze eine Statur auszumachen ist.
Ecuador27.02.2021

#FreeThemAll: Dayanna Monroy

Das Komitee zum Schutz von Journalisten hat die Behörden in Ecuador dazu aufgefordert, die Journalistin Dayanna Monroy zu beschützen und Drohungen gegen ihre Person strafrechtlich zu verfolgen. Hintergrund sind Aussagen des ehemaligen Staatspräsidenten Abdalá Bucaram Ortiz.

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Die Nationalflagge Ecuadors weht vor einem freundlichen Himmel
Ecuador03.12.2020

#FreeThemAll: Juan Sarmiento

In Ecuador ist der Journalist Juan Sarmiento wegen „abfälligen und entwürdigenden Äußerungen“ zu einer Haftstrafe von zehn Tagen verurteilt worden. Anlass für das Verfahren war laut Medienberichten Sarmientos Kritik an Patrico Espíndola, dem Gouverneur der Provinz Napo.

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