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Großbritannien

Immer wieder schränken die Behörden in Großbritannien die Pressefreiheit ein, oft unter Berufung auf die nationale Sicherheit. 2018 wertete der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die massenhafte Ausspähung von Journalist*innen als Verstoß gegen das Grundrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit. In Nordirland wurde 2019 bei Auseinandersetzungen zwischen irischen Nationalisten und der Polizei die Journalistin Lyra McKee erschossen. Journalist*innen, die über Paramilitärs in Nordirland berichten, werden bedroht. Wikileaks-Gründer Julian Assange ist trotz schlechten Gesundheitszustands seit mehr als zwei Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert und wartet auf eine Entscheidung, ob Großbritannien ihn an die USA ausliefert. Premier Boris Johnson und seine Konservative Partei bedienen sich gelegentlich medienfeindlicher Rhetorik und nehmen vor allem die öffentlich-rechtliche BBC ins Visier. Kritische Berichterstattung über den offiziellen Umgang mit der Corona-Krise wurde von der Regierung beanstandet.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 33 von 180
Protestplakat für Freiheit von Julian Assange. ©picture alliance /AA /Hasan Esen
Großbritannien / USA10.12.2021

Gericht erlaubt Assange-Auslieferung an die USA

Reporter ohne Grenzen verurteilt die Entscheidung des britischen High Court, die Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA zu erlauben. Dort würde ihm wegen der Veröffentlichung von Informationen von großem öffentlichen Interesse eine lebenslange Haftstrafe drohen. RSF fordert erneut, Assange unverzüglich freizulassen.

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Die Nominierten in der Kategorie Mut der Press Freedom Awards. ©RSF
Press Freedom Awards09.11.2021

RSF gibt Nominierungen 2021 bekannt

Die Nominierten für die Press Freedom Awards 2021 von Reporter ohne Grenzen stehen fest. Die neunköpfige Jury unter Vorsitz von RSF-Präsident Pierre Haski hat vier Journalistinnen, zwei Journalisten und sechs Medienunternehmen oder Journalistenorganisationen aus insgesamt elf Ländern nominiert.

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Großbritannien / USA27.10.2021

Berufungsverhandlung im Fall Assange startet

Der britische High Court verhandelt im Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange über die Berufung der US-Regierung, nachdem ein Gericht in erster Instanz die Auslieferung Assanges in die USA abgelehnt hatte. Reporter ohne Grenzen versucht wie schon in der Vergangenheit, trotz strenger Zugangsbeschränkungen dem Verfahren als Beobachter beizuwohnen.

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