Auszeit-Stipendiaten

Diane Nininahazwe

Die burundische Radiojournalistin Diane Nininahazwe ist die erste Stipendiatin des Auszeit-Projekts. Nininahazwe ist für drei Monate nach Deutschland gekommen. Der Aufenthalt in Berlin soll ihr helfen, wieder Kraft und Energie zu tanken.

Nininahazwe arbeitete unter anderem als Korrespondentin des US-amerikanischen Radiosenders Voice of America in Burundi. Wegen ihrer kritischen Berichterstattung wurde sie in ihrer Heimat bereits mehrfach bedroht. Nachdem im Garten ihres Elternhauses Ende Juni eine Granate explodierte, floh die 26-Jährige ins Nachbarland Ruanda. Von dort aus ist sie nun für drei Monate nach Deutschland gereist.

Nininahazwe kann ihren Aufenthalt in Deutschland nutzen, um neue Netzwerke zu knüpfen, die deutsche Medienlandschaft kennenzulernen und weitere Themen zu recherchieren - oder sich schlicht eine Auszeit nehmen.

Das Auszeit-Stipendium ist ein gemeinsames Projekt von Reporter ohne Grenzen und der taz Panter Stiftung, die eng mit der Tageszeitung taz verbunden ist.

Aufgrund der kritischen Lage in Burundi wurde das Stipendium um drei Monate verlängert und läuft Ende Februar 2016 aus. Ab 1. März 2016 ist Diane Nininahazwe Gast der Villa Aurora in Los Angeles.

Ray Mhodera Mwareya

In Kooperation mit dem ZKM Karlsruhe haben wir Ray Mhondera Mwareya im Februar 2016 als zweiten Auszeit-Stipendiaten für drei Monate nach Karlsruhe eingeladen. Hier soll er neue Kraft schöpfen und die Chance erhalten, sich zu erholen. Nach den drei Monaten wird er wieder zurück nach Simbabwe reisen und dort seine Arbeit als Journalist wieder aufnehmen.

Ray Mhondera Mwareya war in Simbawe als Journalist tätig. Er hat als Freelancer für nationale und internationale Medien geschrieben, unter anderem für The Mail, Guardian News, Equal Time Magazine oder Think African Press.
Mwareya verfasste u.a. einen Artikel über die korrupten Machenschaften der nationalen Politik in der Kaffeeindustrie, der eine breite internationale Aufmerksamkeit erlangte. Daraufhin erhielt er ernstzunehmende Drohungen und beschloss kurzzeitig unterzutauchen. Als er seine Arbeit wieder aufnahm, wurde er weiter bedroht.

Während seines Gastaufenthaltes kann Mwareya an seinen bisherigen Themen weiterarbeiten und recherchieren und die Möglichkeiten des ZKM und der Ausstellung GLOBAL CONTROL AND CENSORSHIP als Plattform für Erfahrung und Austausch mit Journalisten nutzen – oder sich schlicht eine Auszeit nehmen.

nach oben