Lejla Mustafajewa | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Aserbaidschan

Lejla Mustafajewa

© Onnik James Krikorian

Lejla Mustafajewa, Aserbaidschan © Onnik James Krikorian

Lejla Mustafajewa aus Aserbaidschan lebt als Exiljournalistin in Deutschland. In ihrer Heimat hatte sie unter anderem für die oppositionelle Tageszeitung Yeni Musavat und das Institute for War and Peace Reporting gearbeitet. 2015 flohen Mustafajewa und ihr Mann Afghan Muchtarli ins benachbarte Georgien, da sie wegen Recherchen über Korruption in Regierungskreisen bedroht wurden.

In Georgien arbeiteten die beiden Journalisten für das Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) und den aserbaidschanischen Exilsender Meydan TV. Doch auch dort waren die beiden nicht sicher. Im Mai 2017 wurde Mustafajewas Mann in Georgien entführt, nach Aserbaidschan gebracht und dort wegen illegalen Grenzübertritts zu sechs Jahren Haft verurteilt. Als sich ein ihr unbekannter Mann ihrer damals vierjährigen Tochter bei einem Spaziergang bis auf wenige Meter nähert, beschließt sie, ein weiteres Mal zu fliehen. Das war im November 2017.

Mithilfe von Reporter ohne Grenzen kamen Mutter und Tochter nach Deutschland. Seitdem betreuen die Kollegen unseres Nothilfereferats die beiden und leisten wichtige Unterstützung, so im Asylverfahren, das für Lejla Mustafajewa positiv ausging.

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