Syrien

Majid Albunni

Majid Al-Bunni ist ein syrischer Journalist aus Homs. Von 2008-2010 arbeitete er im regierungsnahen Radio und Fernsehen. Weil seine Arbeit von Sicherheitsdiensten kontrolliert wurde, geriet er in Schwierigkeiten und verließ diese Institutionen. Ab März 2011 äußerte er sich im Zuge öffentlicher Protestbewegungen regimekritisch in sozialen Medien, woraufhin er immer wieder bedroht wurde. Im November 2011 wurde er von Sicherheitskräften verhaftet, verhört, gedemütigt und gefoltert. Man beschuldigte ihn, teil eines medialen Netzwerks zu sein, welches mit westlichen „Ausländern“ in Kontakt stünde. Im April 2012 floh er über China und Malaysia in die Türkei, wo er schließlich als syrischer Geflüchteter ein Visum erhielt. Im Oktober 2013 kam er nach Berlin. Er arbeitet weiterhin beim Baladna Radio und bei der Organisation Syrian Charter, die sich für die Unterstützung freier Medien in Syrien engagiert. Vom syrischen Regime wird er der Zusammenarbeit mit dem Westen beschuldigt, weshalb eine Rückkehr nach Syrien für ihn nahezu unmöglich erscheint. Er arbeitet bei der NGO MiCT.

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