Adnan Aamir | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit

Adnan Aamir

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Adnan Aamir

Adnan Aamir ist Journalist und Forscher aus Quetta, Pakistan. Derzeit nimmt er am Berliner Stipendienprogramm von Reporter ohne Grenzen teil. Für vier Monate ist er nach Berlin gekommen, um sich zum Thema digitale Sicherheit schulen zu lassen.

Als Journalist berichtet Aamir über Politik, Wirtschaft, Entwicklung, Konflikte und Sicherheit. Dabei liegen seine Schwerpunkte auf dem Konflikt in der pakistanischen Provinz Belutschistan und auf dem von China finanzierten Projekt "One Belt, One Road" in Pakistan, bei dem eine Art neue Seidenstraße China mit der restlichen Welt verbinden soll.

Aamir hat unter anderem für die Financial Times, Nikkei Asian Review, South China Morning Post, Asia Times, Business Standard, The News und The Friday Times geschrieben. Zudem ist er Gründer und Herausgeber von Balochistan Voices, einer gemeindebasierten Online-Zeitung, die über die Themen von Belutschistan berichtet, welche von den Mainstream-Medien ignoriert werden. Seit 2016 redigiert er diese Zeitung, mit der eine alternative Medienplattform zur bestehenden Medienlandschaft in Belutschistan geschaffen wurde. Des Weiteren arbeitet er seit 2017 bei verschiedenen Zeitschriften zu Strategie- und Sicherheitsfragen.

Im Jahr 2016 gewann Aamir den “Agahi Award for Journalist of the Year” in der Kategorie Business and Economy, sowie zwei Jahre später den "Reporting on Delimitation Award" und den "Agahi Award for Data Journalist of the year".

Die pakistanische Provinz Belutschistan wird vom Staat stark kontrolliert, Bürgerrechte werden unterdrückt. Die Arbeit als Digitaljournalist und -journalistin an einem solchen Ort wirft daher eine Vielzahl an Fragen in Bezug auf digitale Sicherheit auf. Nicht selten kommt es vor, dass persönliche Daten wie Anrufe und Standorte erfasst und verfolgt werden. Aufgrund seiner journalistischen Arbeit wird Aamir auf den sozialen Netzwerken häufig pressefeindlich attackiert. Das Training in digitaler Sicherheit soll nicht nur dazu beitragen, ihm sein Leben als Journalist in Pakistan zu sichern, sondern ihm auch helfen, in Zukunft mit weniger Angst und Spannung zu arbeiten. (Stand: 10.07.2019)

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