Meine Zeit in Berlin | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit

"Ich weiß jetzt wie ich grundlegende Fehler vermeide"

Adnan Aamir über seine Zeit als Stipendiat.

"Im Februar 2019 sah ich auf meinem Facebook-Feed eine Ausschreibung für ein Programm von Reporter ohne Grenzen. Zunächst war ich noch etwas zurückhaltend aber als ich dann lass, dass es um das Thema digitale Sicherheit gehen wird, habe ich mich sofort beworben. Grund für meine Bewerbung war der Wunsch, meine bisherigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu verbessern, die mir in einer sehr feindseligen digitalen Welt helfen können.

Einige Monate später bin ich dann als einer der ausgewählten Stipendiaten in Berlin angekommen. Schon am ersten Tag habe ich geahnt, dass vier interessante Monate vor mir liegen, in denen ich viele neue Erfahrungen sammeln würde. Mit dieser Vermutung lag ich goldrichtig.

Während meiner Zeit in Berlin habe ich an einem umfangreichen Training im Bereich digitale Sicherheit im Büro der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen teilgenommen. Ich habe über so vielfältige Themen wie Datenverschlüsselung, Anonymisierung und die Sicherung von Accounts gelernt. Dadurch weiß ich nun, wie ich grundlegende Fehler vermeiden kann, die meine digitale Sicherheit gefährden. Meine neuen Kenntnisse konnte ich üben und auffrischen, als wir in einem Workshop einer Gruppe junger deutscher Studierender beigebracht haben, Kommunikation zu verschlüsseln. Das war eine sehr aufregende Erfahrung.

Neben dem Training wollte ich in das Berliner Kulturleben eintauchen. Ich habe versucht, die wichtigsten Orte in Berlin zu besuchen, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg stehen. Ich habe die Reste der Berliner Mauer und das Konzentrationslager Sachsenhausen am Rande Berlins besucht. Dabei hat mich die Politik der deutschen Regierung sehr fasziniert, die Gräueltaten der dunklen Nazi-Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, so dass die zukünftigen Generationen niemals positiv über diese Zeit denken werden.

Neben Berlin habe ich noch weitere deutsche Städte wie Potsdam, Magdeburg, Hamburg und Frankfurt besucht. Jeder dieser Orte hat eine andere Kultur und somit etwas Einzigartiges. Besonders die Infrastruktur dieser Städte habe ich sehr geschätzt. Ansonsten habe ich in Europa noch sieben weitere Länder besucht, darunter Italien und Norwegen. Jedes Land war anders. Diese Vielfalt habe ich sehr geschätzt.

Mein Aufenthalt in Deutschland ist für mich nicht nur aufgrund des Trainings in digitaler Sicherheit eine Erfahrung, an die ich mich noch ewig erinnern werde, sondern auch, weil ich dadurch Deutschland und Europa kennengelernt habe."

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