David Mulindwa Mukasa

David Mulindwa Mukasa verbrachte von November 2016 bis Januar 2017 im Rahmen des Auszeit-Stipendiums drei Monate in Berlin. Während seines Aufenthaltes konnte er frei von Anspannung neue Kraft schöpfen.

Mulindwa ist Mitbegründer der Organisation Human Rights Network für Journalist Uganda, die sich hauptsächlich für Pressefreiheit und Informationsfreiheit einsetzt. Er arbeitet außerdem für einen lokalen TV-Sender und ist investigativ für die Plattform Associated Press tätig.

Im Januar 2016 beschäftigte er sich mit dem Fund von zahlreichen Leichen am Victoriasee in Entebbe, welche nach Polizeiangaben ertrunken waren. Mulindwa recherchierte zu Unregelmäßigkeiten, die darauf hindeuteten, dass die Menschen gewaltsam ermordet wurden. Daraufhin erhielt er anonyme Drohanrufe und wurde von Unbekannten bis zu seiner Wohnung verfolgt. Bei einem nächtlichen Einbruch in sein Haus verschwand seine gesamte journalistische Ausrüstung.

Aufgrund seiner investigativen Tätigkeiten wurde er wiederholt von der Polizei festgenommen und gefoltert. In 2014 wurde er von der Polizei unrechtmäßig angeklagt, die Anklage wurde jedoch wegen Mangel an Beweisen fallen gelassen. 

Derartige Einschüchterungstaktiken sind psychologisch höchst belastend und wir hoffen, dass er während seiner Auszeit zur Ruhe kommen konnte.
Wir haben ihm einen Teil seiner gestohlenen Ausrüstung erstattet. Außerdem konnte er sich im Rahmen des Stipendiums mit der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Bärbel Kofler, über die Lage der Pressefreiheit in Uganda austauschen.

 

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