Meine Zeit in Berlin | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit

"Jetzt kann ich meine Konten und Daten schützen"

Kennedy Muhindo Wema über seine Zeit als Stipendiat

"Ich bin seit fast 20 Jahren Journalist. Ich arbeite in einem schwierigen Land mit einer Diktatur von Betrügerinnen und Betrügern, die sich hinter einem Anschein von Demokratie verstecken. Journalistinnen und Journalisten werden verhaftet und ermordet, die Medien von den Autoritäten geschlossen.

Ich wurde selbst schon verhaftet und ins Gefängnis gesteckt, mein Radio wurde geschlossen und mein E-Mail-Konto von Regierungsagenten gehackt. Ich habe sogar Droh-Mails wegen meiner Arbeit als Korrespondent für Reporter ohne Grenzen bekommen. Vorher wusste ich nicht genug über digitale Sicherheit, ich kannte nur die Grundlagen, aber jetzt kann ich meine Konten und Daten sichern.

Einmal zurück zu Hause wird es eine gute Gelegenheit für mich sein, mein Training mit einigen Journalistinnen und Journalisten und Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern zu teilen. Ich glaube, dass ich die Pflicht habe, dafür zu sorgen, dass meine Zeit in Berlin auch anderen zu Nutzen kommt. Denn heutzutage ist Journalismus eine digitale Welt geworden. Es ist wichtig für Journalistinnen und Journalisten, auf dem neusten Stand zu sein."

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