Sofia Mapuranga | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit

Sofia Mapuranga

Sofia Mapuranga

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Sofia Mapuranga

Sofia Mapuranga ist eine freie Journalistin aus Harare, Simbabwe. Für vier Monate nimmt sie am Berliner Stipendienprogramm von Reporter ohne Grenzen teil. Mit dem Training in digitaler Sicherheit möchte sie lernen, ihre Identität und persönlichen Daten vor der Regierung und Hackern zu sichern sowie ihre Quellen und sich selbst zu schützen.

Mapuranga wurde 2008 am Harare Polytechnic College ausgebildet, bevor sie als Praktikantin zur Zeitung The People's Voice kam. Im Jahr 2009 begann sie für verschiedene Publikationen wie The Newsday, The Standard, The Herald und The Southern Times zu arbeiten. Danach arbeitete sie von 2010 bis 2015 hauptberuflich bei dem Medium The Zimbabwean, wo sie sich mit Fragen der Geschlechtergerechtigkeit beschäftigte. Während dieser Zeit wurde sie als Zweitplatzierte bei den UNWOMEN Zimbabwe's Developmental Reporter Awards 2015 für ihre Kolumne "Our Voices" ausgezeichnet, die sich mit Frauenrechten auseinandersetzt.

Seit 2017 arbeitet Mapuranga bei der Online-Publikation ZimEye als Redakteurin, wo sie vor allem über humanitäre Themen berichtet. So hat sie auch über Proteste im Januar 2019 berichtet, die unter anderem als Reaktion auf den Anstieg der Armut, die schlechte Wirtschaftslage und den sinkenden Lebensstandard stattfanden. Seither ist sie persönlich gefährdet. Es gab Fälle, in denen Staatssicherheitsbeamtinnen und -beamte Journalistinnen und Journalisten verfolgt haben, die bei ZimEye arbeiteten. Daher entschied man sich bei ZimEye, Pseudonyme zu verwenden, um die tatsächlichen Identitäten zu schützen. Zudem wurde im Januar 2019 in Simbabwe das Internet auf Anweisung eines Ministers abgeschaltet und erst nach einer gerichtlichen Klage wiederhergestellt.

Als Mapuranga die Herausforderungen für freiberufliche Journalistinnen und Journalisten in Simbabwe erkannte, schloss sie sich mit Gleichgesinnten zusammen und gründete die National Association of Freelance Journalists (NAFJ), die über Netzwerke in allen zehn Provinzen des Landes verfügt und der mehr als 200 Medienschaffende angehören.

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