Meine Zeit in Berlin | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit

"Jeder Tag war ein neues Abenteuer für mich"

Sofia Mapuranga über ihre Zeit als Stipendiatin.

"Bei meiner Ankunft in Berlin war ich nervös aber auch sehr gespannt. Weil ich noch nie in Deutschland war, wusste ich über dieses Land nur, was ich zuvor online gelesen hatte. Vier Monate waren eine sehr lange Zeit für mich. Ich wusste, dass mich dieses Programm stärken würde. Jedoch war ich mir nicht sicher, ob ich mit dem Essen, dem Wetter und dem Lebensstil in Deutschland zurechtkommen würde.

Das herzliche Willkommen bei meiner Ankunft am Flughafen durch das Team von Reporter ohne Grenzen hat all meine Sorgen verfliegen lassen. Ab diesem Moment wusste ich, dass ich meinen Aufenthalt genießen werde.

Während meiner ersten Tage in Deutschland fiel es mir schwer, mich an die Tageszeiten im Sommer zu gewöhnen, da ich es gewohnt war schlafen zu gehen, wenn die Sonne untergeht. Für mich war es seltsam, dass die Sonne erst nach 21 Uhr unterging. So schlief ich zu Beginn erst nach Mitternacht ein und konnte morgens erst später aufwachen. Mit der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt. So wie jede Person, die kein Deutsch spricht, hatte ich außerdem Probleme beim Kauf von Lebensmitteln. Dies hat sich aber mit der Zeit verbessert. Weil ich aus unsere Gruppe eine der ersten Personen war, die in Berlin angekommen ist, hatte ich genug Zeit, mich an all diese Veränderungen zu gewöhnen.

Anfangs litt ich wegen der Lebensweise der Berliner*innen unter einem „Kulturschock“. Das änderte sich, nachdem ich das Leben in der Stadt zu schätzen lernte. Am meisten mochte ich die Vielfalt der Menschen, die sich nicht in die Angelegenheiten anderer Personen einmischen. In Zimbabwe ist das anders. 

Durch das Training habe ich über sehr viele neue Themen gelernt, die für meine Arbeit wichtig sind. Es war sehr spannend für mich, neue Leute und Kolleg*innen aus anderen Ländern kennenzulernen und verschiedene Orte zu besuchen. So war jeder Tag ein neues Abenteuer für mich. Ich habe immer etwas Neues gelernt, einen unbekannten Ort besucht und mit fremden Menschen gesprochen.

Wegen der Flexibilität des Stipendienprogramms hatte ich viel Zeit für mich. Ich konnte abseits vom Training neue Freundschaften schließen und einige der Plätze besuchen, über die ich in meinen Geschichtsbüchern gelesen hatte. Auch weil die öffentlichen Verkehrsmittel so gut funktionieren konnte ich die Stadt erkunden, was ein zusätzliches Abenteuer für mich war. So konnte ich mir die Sehenswürdigkeiten anschauen, neue Orte erkunden und jeden Tag ein neues Gericht probieren. Was für eine Erfahrung! Insgesamt war der Aufenthalt in Berlin sehr spannend und erlebnisreich."

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