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Honduras

Seit dem Militärputsch 2009 hat sich die Lage der Pressefreiheit in Honduras kontinuierlich verschlechtert. Mehr als 30 Journalist*innen wurden getötet, fast alle Taten blieben ungestraft. Besonders Militärpolizei, Armee und Verbrecherkartelle schüchtern Medienschaffende ein und verüben Gewalt gegen sie. Besonders gefährdet sind Mitarbeiter*innen nichtkommerzieller lokaler Radiosender sowie der Oppositionsmedien. Einige sind gezwungen, das Land zu verlassen. Weit verbreitet ist auch der Missbrauch von Strafklagen gegen Medienschaffende, häufig gefolgt von Haftstrafen wegen Verleumdung, manchmal auch von journalistischen Berufsverboten nach der Haftentlassung. Unter Präsident Juan Orlando Hernández hat sich die staatliche Kontrolle über die Medien seit 2017 noch einmal verschärft.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 148 von 180
Infografik in Form einer Zielscheibe: 42 Journalist*innen gezielt ermordet, acht bei der Arbeit getötet
Jahresbilanz der Pressefreiheit29.12.2020

Weltweit 50 Medienschaffende getötet

Mindestens 50 Medienschaffende weltweit sind 2020 in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Die weitaus meisten von ihnen wurden gezielt ermordet, weil sie zu Themen wie Korruption, organisiertem Verbrechen oder Umweltzerstörung recherchierten. Mehrere wurden getötet, als sie über Demonstrationen berichteten.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Pressefreiheit in der Corona-Krise25.03.2020

RSF startet Themenseite zur Pandemie

Die Covid-19-Pandemie hat weltweit Auswirkungen auf die Pressefreiheit. Viele Länder reagieren mit Zensur, Desinformation und Repressalien gegen unabhängig berichtende Medienschaffende, sammeln flächendeckend digitale Daten oder bestrafen die Verbreitung "falscher" Nachrichten. RSF bündelt diese Entwicklungen jetzt auf einer Themenseite.

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