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Hongkong

Der Einfluss Pekings hat zu einer deutlichen Verschlechterung der Lage der Pressefreiheit in Hongkong geführt. So wurde der Financial-Times-Journalist Victor Mallet im Oktober 2018 ausgewiesen, nachdem er als Vizepräsident des Foreign Correspondents‘ Club of Hong Kong (FCCHK) den Vertreter einer Partei eingeladen hatte, die sich für die Unabhängigkeit Hongkongs einsetzt. Mehr als die Hälfte der Medieneigentümer Hongkongs gehören politischen Organisationen in Festlandchina an. Das Verbindungsbüro der Kommunistischen Partei Chinas kontrolliert mehrere Medien in Hongkong. Widerstand kommt von einigen unabhängigen Online-Medien wie Citizen News, The Initium, Hong Kong Free Press und inMedia, deren Leser*innenzahl wächst.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 80 von 180
Hongkong 29.04.2021

#FreeThemAll: Jimmy Lai

Ein Mann mit Mundschutz
Jimmy Lai © picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Kin Cheung

In Hongkong ist der Verleger Jimmy Lai am 16. April wegen „illegaler Versammlung“ zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt worden. Pressefreiheitsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen und das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) kritisierten die Entscheidung scharf.

Das entsprechende Verfahren gegen Lai war bereits vor mehr als einem Jahr, im Februar 2020, angelaufen. Damals war der mittlerweile 73-jährige Verleger und Gründer der Zeitung Apple Daily festgenommen worden, weil er sich an einem nicht genehmigten regierungskritischen Protest beteiligt hatte. Später kam er zwischenzeitlich gegen Kaution wieder frei, wurde jedoch in den letzten Monaten wegen einer ganzen Reihe weiterer angeblicher Vergehen angezeigt.

Apple Daily gilt in Hongkong als eine der wenigen regierungs- und chinakritischen Zeitungen. Lai selbst hatte sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch über die Kommunistische Partei in Peking geäußert und Stellung für die Demokratiebewegung bezogen, die seit Sommer 2019 in Hongkong demonstriert.



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