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Polizeigewalt gegen Medienschaffende, Übergriffe durch maoistische Guerillas und Repressalien durch kriminelle Gruppen oder korrupte Politiker*innen prägen die Lage der Pressefreiheit in Indien. Die hohe Anzahl ermordeter Medienschaffender zeigt, wie gefährlich ihre Arbeit ist, insbesondere für jene, die in ländlichen Regionen für lokale Medien arbeiten. Vor den Wahlen 2019 hat die Zahl der Angriffe gegen Journalist*innen durch Unterstützer*innen von Premier Narendra Modi zugenommen. Hasskampagnen gegen Medienschaffende bis hin zu Aufruf zum Mord sind in sozialen Netzwerken alltäglich und werden von Trollarmeen aus dem Umfeld der hindunationalistischen Regierung befeuert. Insbesondere Frauen sind von den Kampagnen betroffen. Behördenkritische Journalist*innen werden oft mit Strafverfolgung mundtot gemacht. Die Berichterstattung über Kaschmir, wo das Internet oft gesperrt wird, bleibt sehr schwierig.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 140 von 180
Feinde des Internets 11.03.2020

Trolle und Firmen im Dienst repressiver Regime

Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine Liste der 20 größten Feinde des Internets. Sie umfasst Behörden, Unternehmen und informelle Netzwerke, die Journalistinnen und Journalisten mit Hilfe digitaler Technologien einschüchtern, bedrohen, überwachen oder zensieren.

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Fünf Jahre nach Charlie Hebdo 07.01.2020

Schutz vor religiös motivierten Angriffen

Fünf Jahre nach dem Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 fordert Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit zwei Sonderberichterstattern der Vereinten Nationen Regierungen sowie internationale Organisationen weltweit auf, Journalistinnen und Journalisten gegen Angriffe aufgrund von religiöser Intoleranz zu schützen.

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Indien 07.12.2019

#FreeThemAll: Nellutla Venugopal

Der Journalist Nellutla Venugopal soll laut Informationen des Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) im indischen Bundesstaat Telangana angeklagt werden, weil er an einer „maoistischen Verschwörung gegen den Staat“ beteiligt gewesen sein soll.

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Alle Meldungen
Jahresbilanz der Pressefreiheit

Das gefährlichste Land Asiens
für Journalisten

In Indien wurden 2015 mindestens fünf Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet. Sie hatten meist über heikle Themen wie organisierte Kriminalität oder Umweltzerstörung berichtet.

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