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Jordanien

Medien unterliegen in Jordanien einer Lizenzpflicht, der Zugang zum Beruf des Journalisten ist beschränkt. Das Pressegesetz verbietet unter anderem Kritik an der königlichen Familie sowie die „Verletzung arabisch-islamischer Werte“. Berichte über Korruption können mit hohen Geldstrafen geahndet werden. Politische Einflussnahme auf redaktionelle Inhalte, Einschüchterung und Selbstzensur kommen häufig vor. Mediendelikte können vor dem Staatssicherheitsgericht oder vor einem speziellen Pressegericht verhandelt werden. 2012 wurde die Lizenzpflicht auf Online-Nachrichtenportale ausgeweitet. Seither wurden Hunderte Webseiten gesperrt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 130 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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Rangliste der Pressefreiheit 2018 25.04.2018

Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa

In keiner anderen Weltregion hat sich die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Das zeigt die Rangliste der Pressefreiheit 2018 von Reporter ohne Grenzen: Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa, drei davon sind Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

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Katar-Krise 09.06.2017

Konzertierte Repressalien gegen Al-Dschasira

Infolge der diplomatischen Krise um das Golf-Emirat Katar ist der Fernsehsender Al-Dschasira einer Welle von Repressalien ausgesetzt. Saudi-Arabien und Jordanien kündigten an, ihm die Lizenz zu entziehen. Mehrere weitere arabische Staaten sperrten seine Webseite, hinzu kam ein massiver Hackerangriff.

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