Jordanien | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Jordanien

Journalist*innen müssen in Jordanien Mitglied des staatlich kontrollierten Presseverbands sein, Medien unterliegen einer Lizenzpflicht. Medienschaffende werden zwar selten für längere Zeit inhaftiert, aber durch zahlreiche Gesetze und deren willkürliche Anwendung gegängelt sowie eng vom Geheimdienst überwacht. Seit 2013 haben die Behörden Hunderte Websites gesperrt. Ein Gesetz gegen Internetkriminalität ermöglicht Haftstrafen für Veröffentlichungen in Online-Zeitungen oder sozialen Medien. Auch Nachrichtensperren zu bestimmten Themen erschweren Recherche und Berichterstattung. Ein äußerst weit gefasstes Anti-Terror-Gesetz dient oft als Grundlage, um Journalist*innen wegen angeblicher Gefährdung der nationalen Sicherheit vor Gericht zu bringen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 128 von 180
Jordanien 22.04.2020

#FreeThemAll: Fares Sayegh

In Jordanien sind am 9. April Fares Sayegh und Mohammad Alkhalidi, Vertreter von Roya TV, festgenommen worden. Kurz vor der Verhaftung hatten sie in einem Fernsehbeitrag über die Corona-Pandemie Menschen auf der Straße zur verhängten Ausgangssperre befragt.

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Rangliste der Pressefreiheit 2020 21.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Pressefreiheit in der Corona-Krise 15.04.2020

Brief an UN-Sonderberichterstatter

Reporter ohne Grenzen fordert in einem Brief an zwei Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, Regierungen zu verurteilen, die im Rahmen der Corona-Pandemie die Informationsfreiheit verletzen und damit die öffentliche Gesundheit sowohl in ihren eigenen Ländern als auch in der übrigen Welt gefährden.

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