Kamerun | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Kamerun

Die Lage der Pressefreiheit verschlechtert sich in Kamerun seit Jahren kontinuierlich. Die anhaltenden Bedrohungen für Medienschaffende stützen ein Klima der Angst und Selbstzensur. 2017 wurde das Internet häufiger als in jedem anderen afrikanischen Land unterbrochen. Nach der Präsidentenwahl 2018, die Paul Biyas siebte Amtszeit besiegelte, wurde der Zugang zum Internet erneut eingeschränkt. Reporter*innen wurden bedroht, angegriffen, eingeschüchtert und sogar verhaftet. Die willkürliche Inhaftierung und Verfolgung von Journalist*innen, auch durch Militär- oder Sondergerichte, ist an der Tagesordnung. Auf Grundlage des Antiterrorgesetzes von 2014 wird der ehemalige Chef des staatlichen Rundfunks CRTV seit 2016 festgehalten – präventiv und ohne faires Verfahren.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 131 von 180
Yaounde, Kamerun
Kamerun 14.01.2020

#FreeThemAll: Irène Mbezele

In Kamerun ist Irène Mbezele, die als Reporterin für die Zeitschrift Kalara arbeitet, zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von umgerechnet 2300 Euro verurteilt worden. Sie hatte in einem Artikel eine Parlamentarierin kritisiert.

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Stadtanischt Yaounde, Kamerun
Kamerun 04.01.2020

#FreeThemAll: Christophe Bobiokono

In Kamerun ist der Journalist und Verleger der Zeitschrift Kalara, Christophe Bobiokono, zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von umgerechnet 3800 Euro verurteilt worden – wegen „Verleumdung“ und der „Beleidigung staatlicher Institutionen“.

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Kamerun 04.12.2019

#FreeThemAll: Amadou Vamoulké

Obwohl seine Anwälte zwei medizinische Gutachten vorlegten, laut derer der Journalist an einer neurologischen Erkrankung leidet und sich in einem kritischen Zustand befindet, soll der Journalist Amadou Vamoulké weiter in Haft bleiben.

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