Länderportal

Kirgistan

Kirgistan hat deutlich vielfältigere Medien als seine extrem autoritären Nachbarstaaten. Die Polarisierung der Gesellschaft schlägt sich jedoch in den Medien nieder. Selbstzensur zu Tabuthemen wie den Beziehungen zwischen den Volksgruppen ist verbreitet. Nach einer Phase der Repression im Vorfeld der Präsidentenwahl 2017 hat sich die Situation wieder beruhigt. Der neue Präsident und sein Vorgänger zogen ihre Klagen gegen kritische Medien zurück. Sie stoppten auch die horrenden Entschädigungen, Beschlagnahmen von Vermögen und Reiseverbote, die in diesem Zusammenhang gegen mehrere Medien und deren Mitarbeiter*innen verhängt wurden. Ohne eine grundlegende Reform der Verleumdungsgesetze und mehr Unabhängigkeit der Justiz drohen Journalist*innen jedoch jederzeit neue ruinöse Klagen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 82 von 180
Kirgistan25.05.2020

#FreeThemAll: Asimjon Askarow

Das Oberste Gericht von Kirgisistan hat die lebenslange Haftstrafe gegen den Menschenrechtler und Aktivisten Asimjon Askarow bestätigt. Askarow war bereits im September 2010 verurteilt worden und hatte seitdem mehrfach Berufung eingelegt.

mehr
Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

mehr
Kirgistan30.03.2020

#FreeThemAll: Azimjon Askarow

Khadicha Askarowa, die Frau des seit 2010 in Kirgisistan inhaftierten Journalisten Azimjon Askarow, hat sich mit einem Brief an den kirgisischen Präsidenten Sooronbai Dscheenbekow gewandt. In dem Schreiben bittet sie, ihren Mann aus der Haft zu entlassen.

mehr
Alle Meldungen