Kirgistan | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Länderportal

Kirgistan

Kirgistan hat deutlich vielfältigere Medien als seine extrem autoritären Nachbarstaaten. Die Polarisierung der Gesellschaft schlägt sich jedoch in den Medien nieder. Selbstzensur zu Tabuthemen wie den Beziehungen zwischen den Volksgruppen ist verbreitet. Nach einer Phase der Repression im Vorfeld der Präsidentenwahl 2017 hat sich die Situation wieder beruhigt. Der neue Präsident und sein Vorgänger zogen ihre Klagen gegen kritische Medien zurück. Sie stoppten auch die horrenden Entschädigungen, Beschlagnahmen von Vermögen und Reiseverbote, die in diesem Zusammenhang gegen mehrere Medien und deren Mitarbeiter*innen verhängt wurden. Ohne eine grundlegende Reform der Verleumdungsgesetze und mehr Unabhängigkeit der Justiz drohen Journalist*innen jedoch jederzeit neue ruinöse Klagen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 83 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

mehr
Rangliste der Pressefreiheit 2018 25.04.2018

Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa

In keiner anderen Weltregion hat sich die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Das zeigt die Rangliste der Pressefreiheit 2018 von Reporter ohne Grenzen: Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa, drei davon sind Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

mehr
Kirgistan 08.02.2018

Haftstrafe wegen Verleumdungsstreit?

Dem renommierten Investigativjournalisten Kabaj Karabekow droht in Kirgistan eine Haftstrafe, weil er eine hohe Entschädigung an Präsident Sooronbaj Dscheenbekow nicht kurzfristig bezahlen kann. Ein Gericht lehnte jetzt seinen Antrag ab, die Summe von 65 durchschnittlichen Jahresgehältern in Raten zahlen zu dürfen.

mehr
Alle Meldungen