#FreeThemAll: Roberto Jesús Quiñones | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Kuba 07.09.2019

#FreeThemAll: Roberto Jesús Quiñones

Polizisten in Kuba
Polizisten in Kuba © dpa

Im Auftrag der Nachrichtenseite „CubaNet“ berichtete der Journalist Roberto Jesús Quiñones am 22. April dieses Jahres aus einem kubanischen Gerichtssaal, als er von Polizisten abgeführt wurde. Dabei erlitt er Gesichtsverletzungen. Fünf Tage später wurde Quiñones freigelassen, die Behörden leiteten aber ein Verfahren gegen ihn ein. Die Anklage: Quiñones habe in Gewahrsam „Widerstand“ geleistet. Da der Journalist seine Geldstrafe nicht beglich, wurde er am 7. August zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) kritisierte die kubanischen Behörden: „Die Tatsache, dass Roberto Quiñones wegen der Nichtzahlung einer Geldstrafe zu einer Haftstrafe verurteilt wird, während die Polizisten, die ihn tagelang festsetzten und schlugen, ohne Strafe bleiben, ist empörend“, sagte Robert Mahoney, der stellvertretende CPJ-Exekutivdirektor. Laut Reporter ohne Grenzen werden unabhängige Journalisten und Blogger in Kuba seit Jahrzehnten „systematisch eingeschüchtert“.

In der Rubrik #FreeThemAll werden auch Fälle inhaftierter Medienschaffender vorgestellt, die nicht im ROG-Barometer der Pressefreiheit stehen. In das Barometer nimmt ROG nur Fälle auf, in denen die Organisation einen direkten Zusammenhang der Haft mit der journalistischen Tätigkeit belegen kann. In zahlreichen weiteren Fällen ist ein Zusammenhang wahrscheinlich, aber (noch) nicht nachzuweisen.



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