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Iran

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 178 von 180
Iran 29.06.2021

#FreeThemAll: Soheil Arabi

Blick auf eine Stadt.
Teheran, Hauptstadt des Iran © picture alliance / dpa / MAXPPP / Tom Grimbert

Reporter ohne Grenzen hat im Iran seit Mitte Mai 42 Fälle gezählt, in denen Medienschaffende von Geheimdiensten bedroht wurden oder Gerichtsvorladungen erhalten haben. Insbesondere im Vorlauf der anstehenden Präsidentschaftswahlen seien Zensur und Drohungen gegenüber Journalistinnen und Journalisten in der Islamischen Republik noch weiter verbreitet als ohnehin schon, so Vertreter der Organisation.

Einer der bekanntesten Betroffenen dieser staatlichen Druckmethoden ist der Fotojournalist Soheil Arabi, der in seiner Heimat vor Kurzem zum insgesamt 13. Mal vor Gericht erscheinen musste. Er sitzt in seiner Heimat bereits seit 2013 im Gefängnis, weil er sich in einem privaten Blog und auf sozialen Medien immer wieder kritisch über die Regierung geäußert hatte. Um den Druck auf Arabi zu erhöhen, ließ das Regimes zuletzt auch immer wieder Mitglieder seiner Familie festnehmen. So verhafteten Sicherheitsbeamte bereits Arabis Mutter, Farangis Mazloom, weil diese mit Informationen über den schlechten Gesundheitszustand ihres Sohnes und mit Foltervorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen war. Zuvor war auch Arabis Bruder, Alireeza Alinejad, festgenommen und wegen „Beleidigung des Obersten Führers“ zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren verurteilt worden.



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