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Marokko

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 133 von 180
Marokko 10.01.2020

#FreeThemAll: Omar Radi

Omar Radi mit seinem Anwalt
Omar Radi (links) mit seinem Anwalt © picture alliance / AP Photo

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die marokkanischen Behörden dazu aufgefordert, den Menschenrechtler und Journalisten Omar Radi umgehend freizulassen. Radi, der für marokkanische Medien, aber auch für Zeitschriften im Ausland arbeitet, ist als Kritiker des Königshauses bekannt. Er war am 26. Dezember 2019 verhaftet worden und soll wegen „Missachtung des Gerichts“ angeklagt werden.

Hintergrund ist ein Tweet aus dem Monat April: Damals hatte Radi einen marokkanischen Richter als „Henker“ bezeichnet, weil dieser insgesamt 42 Angeklagte zu Haftstrafen von bis zu 20 Jahren verurteilt hatte. Die Angeklagten hatten allesamt wegen ihrer Teilnahme an den regierungskritischen Protesten in der Rif-Region im Norden Marokkos aus den Jahren 2016 und 2017 vor Gericht gestanden. In Radis Tweet hieß es des Weiteren: „Schamlose Funktionäre wie diese sollte man nicht vergessen – und man sollte ihnen nicht verzeihen.“

Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen liegt Marokko auf Platz 135 von insgesamt 180 Ländern.

In der Rubrik #FreeThemAll werden auch Fälle inhaftierter Medienschaffender vorgestellt, die nicht im ROG-Barometer der Pressefreiheit stehen. In das Barometer nimmt ROG nur Fälle auf, in denen die Organisation einen direkten Zusammenhang der Haft mit der journalistischen Tätigkeit belegen kann. In zahlreichen weiteren Fällen ist ein Zusammenhang wahrscheinlich, aber (noch) nicht nachzuweisen.



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