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Malediven

Die in der Verfassung garantierte Meinungs- und Pressefreiheit konkurriert mit Verboten, sich gegen die Grundsätze des Islam zu äußern. Ein Medienrat, dessen Mitgliedern Nähe zur Regierung nachgesagt wird, kontrolliert Journalisten und deren Berichterstattung. Das Ministerium für islamische Angelegenheiten ordnet regelmäßig die Sperrung anti-islamischer Webseiten an, und Blogger, die sich kritisch über den Islam äußern, müssen mit Verfolgung rechnen. Medienvertreter haben nur begrenzten Zugang zu Informationen staatlicher Behörden. Journalisten werden regelmäßig von der Polizei festgesetzt und gedrängt, Informanten und Quellen preiszugeben.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 112 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2016 20.04.2016

Journalisten weltweit unter zunehmendem Druck

Die Rangliste der Pressefreiheit 2016 zeigt einen weltweiten Rückgang der Freiräume für unabhängigen Journalismus. Zunehmend autokratische Tendenzen in Ländern wie Ägypten, Russland oder der Türkei tragen dazu ebenso bei wie bewaffnete Konflikte und Bestrebungen einiger Regierungen, staatliche und private Medien unter ihren Zugriff zu bringen.

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Malediven 03.03.2016

Drohungen und Gewalt gegen Journalisten

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die Repressionen gegen Journalisten und Medien auf den Malediven, dem Partnerland der Tourismus-Messe ITB Berlin. Journalisten, die heikle Themen wie den grassierenden religiösen Extremismus aufgreifen, müssen dort mit Festnahmen, Drohungen und Gewalt rechnen.

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Themenbericht 08.12.2015

Tödliche Gefahren für Umweltjournalisten

Seit 2010 wurden weltweit zehn Umweltjournalisten ermordet, acht davon in Südostasien und Indien. In vielen Ländern nehmen Repressalien, Drohungen und Gewalt gegen Reporter zu, die etwa über illegale Rodungen, Umweltverschmutzung oder die Folgen von illegalem Rohstoffabbau berichten.

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