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Mali

Mali galt vor allem wegen seiner pluralistischen Radio- und Zeitungslandschaft lange als ein afrikanisches Musterland der Pressefreiheit. Problematische Gesetze, die etwa hohe Strafen für Verleumdung vorsahen, spielten in der Praxis keine Rolle. Nach dem Putsch im Frühjahr 2012 und der anschließenden Rebellion im Norden des Landes häuften sich jedoch Übergriffe auf Journalisten nicht nur im umkämpften Norden, sondern auch im Einflussbereich der Regierung in Bamako. Sender wurden geschlossen oder politisch instrumentalisiert, Journalisten zusammengeschlagen, entführt oder vom Geheimdienst drangsaliert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 116 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Welttag gegen Straflosigkeit 02.11.2015

Appell an UN zu mehr Schutz für Journalisten

Zum Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten fordert Reporter ohne Grenzen die Vereinten Nationen auf, einen Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalisten einzusetzen. Dieser sollte direkt dem UN-Generalsekretär unterstehen und die Befugnis zu eigenständigen Untersuchungen von Gewalttaten an Journalisten haben.

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International 12.02.2015

Rangliste der Pressefreiheit 2015 veröffentlicht

Die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit zeigt, dass die Lage für Journalisten und Medien in der Mehrzahl der Länder im vergangenen Jahr schlechter geworden ist. Zu den wichtigsten Gründen zählt die gezielte Unterdrückung oder Manipulation der Medien in Konfliktregionen wie der Ukraine, Syrien, dem Irak und den Palästinensergebieten.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Entführt und ermordet

Nach einem Interview mit Tuareg-Separatisten wurden die Reporterin Ghislaine Dupont und der Techniker Claude Verlon 2013 im Norden Malis von Unbekannten entführt und erschossen. Umstände und Motive der Tat bleiben ungeklärt.

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