Mali | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Mali

Mali galt vor allem wegen seiner pluralistischen Radio- und Zeitungslandschaft lange als ein afrikanisches Musterland der Pressefreiheit. Problematische Gesetze, die etwa hohe Strafen für Verleumdung vorsahen, spielten in der Praxis keine Rolle. Nach dem Putsch im Frühjahr 2012 und der anschließenden Rebellion im Norden des Landes häuften sich jedoch Übergriffe auf Journalisten nicht nur im umkämpften Norden, sondern auch im Einflussbereich der Regierung in Bamako. Sender wurden geschlossen oder politisch instrumentalisiert, Journalisten zusammengeschlagen, entführt oder vom Geheimdienst drangsaliert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 112 von 180
Pressefreiheit in der Corona-Krise 01.04.2020

Afrikanische Staaten erhöhen Druck

Journalistinnen und Journalisten, die über die Ausbreitung des Corona-Virus in Afrika berichten, sind in mehreren Ländern der Region zur Zielscheibe von Zensur, Einschüchterung und körperlicher Gewalt geworden. Reporter ohne Grenzen ruft deshalb Afrikas Regierungen auf im Kampf gegen die Pandemie die Pressefreiheit zu garantieren.

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Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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Rangliste der Pressefreiheit 2018 25.04.2018

Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa

In keiner anderen Weltregion hat sich die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Das zeigt die Rangliste der Pressefreiheit 2018 von Reporter ohne Grenzen: Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa, drei davon sind Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Entführt und ermordet

Nach einem Interview mit Tuareg-Separatisten wurden die Reporterin Ghislaine Dupont und der Techniker Claude Verlon 2013 im Norden Malis von Unbekannten entführt und erschossen. Umstände und Motive der Tat bleiben ungeklärt.

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