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Mali

Mali galt vor allem wegen seiner pluralistischen Radio- und Zeitungslandschaft lange als ein afrikanisches Musterland der Pressefreiheit. Problematische Gesetze, die etwa hohe Strafen für Verleumdung vorsahen, spielten in der Praxis keine Rolle. Nach dem Putsch im Frühjahr 2012 und der anschließenden Rebellion im Norden des Landes häuften sich jedoch Übergriffe auf Journalisten nicht nur im umkämpften Norden, sondern auch im Einflussbereich der Regierung in Bamako. Sender wurden geschlossen oder politisch instrumentalisiert, Journalisten zusammengeschlagen, entführt oder vom Geheimdienst drangsaliert.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 122 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2016 20.04.2016

Journalisten weltweit unter zunehmendem Druck

Die Rangliste der Pressefreiheit 2016 zeigt einen weltweiten Rückgang der Freiräume für unabhängigen Journalismus. Zunehmend autokratische Tendenzen in Ländern wie Ägypten, Russland oder der Türkei tragen dazu ebenso bei wie bewaffnete Konflikte und Bestrebungen einiger Regierungen, staatliche und private Medien unter ihren Zugriff zu bringen.

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Welttag gegen Straflosigkeit 02.11.2015

Appell an UN zu mehr Schutz für Journalisten

Zum Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten fordert Reporter ohne Grenzen die Vereinten Nationen auf, einen Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalisten einzusetzen. Dieser sollte direkt dem UN-Generalsekretär unterstehen und die Befugnis zu eigenständigen Untersuchungen von Gewalttaten an Journalisten haben.

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International 12.02.2015

Rangliste der Pressefreiheit 2015 veröffentlicht

Die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit zeigt, dass die Lage für Journalisten und Medien in der Mehrzahl der Länder im vergangenen Jahr schlechter geworden ist. Zu den wichtigsten Gründen zählt die gezielte Unterdrückung oder Manipulation der Medien in Konfliktregionen wie der Ukraine, Syrien, dem Irak und den Palästinensergebieten.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Entführt und ermordet

Nach einem Interview mit Tuareg-Separatisten wurden die Reporterin Ghislaine Dupont und der Techniker Claude Verlon 2013 im Norden Malis von Unbekannten entführt und erschossen. Umstände und Motive der Tat bleiben ungeklärt.

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