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Marokko

Kritik am König ist in Marokko verboten und wird als „Angriff auf die heiligen Werte der Nation“ mit Gefängnis bestraft. Tabuthemen sind auch politische Proteste, die Westsahara-Politik, Korruption hochrangiger Politiker und inzwischen die Massenmigration nach Europa. Zu den wichtigsten Fernseh- und Radioeigentümern gehören die Königsfamilie und andere politisch einflussreiche Unternehmer. Immer wieder werden Journalist*innen wegen unliebsamer Berichte vor Gericht gebracht und zu Haftstrafen verurteilt oder Korrespondent*innen ausländischer Medien abgeschoben. Zum Einschüchterungsrepertoire des Staats gehören auch Anzeigenboykotte, Drohungen, untergeschobene Drogendelikte, Rufmord, Überfälle und Einbrüche.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 133 von 180
Omar Radi bei der Arbeit
Marokko09.10.2020

#FreeThemAll: Omar Radi

Nachdem der Menschenrechtler und Journalisten Omar Radi in Marokko wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht erschienen ist, hat Reporter ohne Grenzen die Vereinten Nationen dazu aufgefordert, klar Stellung zu dem Fall zu beziehen.

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Omar Radi wird nach seiner Anhörung in Casablanca, Marokko, vor dem Gerichtsgebäude von verschiedenen Medien interviewt
Marokko11.09.2020

#FreeThemAll: Omar Radi

Am 22. September soll in Marokko das Gerichtsverfahren gegen den Menschenrechtler und Journalisten Omar Radi beginnen. Radi, der für marokkanische Medien, aber auch für Zeitschriften im Ausland arbeitet, ist als Kritiker des Königshauses bekannt.

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Marokko17.07.2020

#FreeThemAll: Imad Stitou

In Marokko ist der Journalist Imad Stitou verhaftet und für 24 Stunden in Polizeigewahrsam genommen worden. Stitou, der für die Nachrichtenseite Le Desk arbeitet, wurde laut Berichten seines Arbeitgebers wegen „öffentlicher Trunkenheit und Gewalt“ festgesetzt.

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