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Marokko

Kritik am König ist in Marokko verboten und wird als „Angriff auf die heiligen Werte der Nation“ mit Gefängnis bestraft. Tabuthemen sind auch politische Proteste, die Westsahara-Politik, Korruption hochrangiger Politiker und inzwischen die Massenmigration nach Europa. Zu den wichtigsten Fernseh- und Radioeigentümern gehören die Königsfamilie und andere politisch einflussreiche Unternehmer. Immer wieder werden Journalist*innen wegen unliebsamer Berichte vor Gericht gebracht und zu Haftstrafen verurteilt oder Korrespondent*innen ausländischer Medien abgeschoben. Zum Einschüchterungsrepertoire des Staats gehören auch Anzeigenboykotte, Drohungen, untergeschobene Drogendelikte, Rufmord, Überfälle und Einbrüche.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 136 von 180
Rote Flagge
Marokko24.07.2021

#FreeThemAll: Souleiman Raissouni

In Marokko ist der Journalist Souleiman Raissouni wegen „sexueller Nötigung“ zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Über seine Anwälte ließ der Redakteur der Zeitung Akhbar Al Yaoum mitteilen, sich gegen das Urteil wehren zu wollen.

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Einen Karren steht auf einer Straße vor einem Gebäude.
Marokko21.05.2021

#FreeThemAll: Mohamed Boutaam

In Marokko ist der Journalist und Gründer der Nachrichtenseite Tizpress, Mohamed Boutaam, festgenommen worden. Polizisten verhafteten Boutaam in der Stadt Tiznit, nachdem er dort für eine Befragung in das Polizeipräsidium beordert worden war.

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Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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