Mauretanien | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Mauretanien

Die Pressefreiheit ist in Mauretanien seit 2014 stark eingeschränkt worden. Nach einem Gesetz von 2017 werden Gotteslästerung und Abfall vom Glauben mit dem Tod bestraft, selbst wenn der Beschuldigte Reute zeigt. Das Gesetz ist eine Reaktion auf den Fall des Bloggers Mohamed Cheikh Ould Mohamed Mkhaitir. Sein erstes Todesurteil wegen Abfalls vom Glauben wurde nach langem Rechtsstreit in zwei Jahre Gefängnis umgewandelt, so dass er kurz vor der Freilassung stand. Stattdessen sitzt er nun in Isolationshaft. Die meisten Journalist*innen zensieren sich aus Angst vor Repressalien oder aufgrund von finanziellem Druck selbst. Ein definitives Tabu ist die in Mauretanien noch bestehende Sklaverei. Zuletzt wurde 2018 ein ausländischer Journalist ausgewiesen, der dazu recherchierte – der zweite Fall innerhalb eines Jahres.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 94 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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Rangliste der Pressefreiheit 2018 25.04.2018

Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa

In keiner anderen Weltregion hat sich die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Das zeigt die Rangliste der Pressefreiheit 2018 von Reporter ohne Grenzen: Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa, drei davon sind Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

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Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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