Kondolenzbuch

WIR SIND CHARLIE

Herzlichen Dank für Ihre zahlreichen Einträge. Das Kondolenzbuch haben wir am 3. Juni 2015 an den französischen Botschafter übergeben.

Der brutale Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo markiert einen schwarzen Tag für die Pressefreiheit. Er ist ein Angriff auf unsere Freiheit. Alle unsere Gedanken sind bei den Getöteten, Verletzten und Hinterbliebenen.

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Wir sind bestürzt  über den bewaffneten Angriff auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo. Bei dem Anschlag wurden am 7. Januar zwölf Menschen getötet, darunter mehrere Mitarbeiter des Magazins. Mehrere Menschen wurden schwer verletzt. 

In Gedenken an:
Ahmed Merabet, Polizist
Bernard Maris, Kolumnist bei Charlie Hebdo
Bernard Verlhac (Tignous), Zeichner bei Charlie Hebdo
Elsa Cayat, Kolumnistin bei Charlie Hebdo
Franck Brinsolaro, Polizist
Frédéric Boisseau, Reinigungskraft bei Charlie Hebdo
Georges Wolinski, Zeichner bei Charlie Hebdo
Jean Cabut (Cabu), Zeichner bei Charlie Hebdo
Michel Renaud, war zu Gast bei Charlie Hebdo
Mustapha Ourrad, Redakteur bei Charlie Hebdo
Philippe Honoré, Zeichner bei Charlie Hebdo
Stéphane Charbonnier, Zeichner und Chefredakteur von Charlie Hebdo

Redaktion stand seit Anschlag 2011 unter Polizeischutz

Im November 2011 war die Redaktion von Charlie Hebdo schon einmal durch einen Brandanschlag verwüstet worden. Anlass war offenbar die Veröffentlichung einer Sonderausgabe, für die sich das Magazin in Anspielung auf die islamische Scharia in „Charia Hebdo“ umbenannt hatte. Das Titelblatt zeigte seinerzeit eine Karikatur des islamischen Propheten Mohammed, der mit erhobenem Zeigefinger drohte: „100 Peitschenhiebe, wenn Sie nicht vor Lachen sterben!“ 

Seit diesem Anschlag standen die Redaktionsräume unter ständigem Polizeischutz. Auch in jüngster Zeit hat Charlie Hebdo wiederholt Islamisten aufs Korn genommen.

Im November 2013 war ein Bewaffneter in zwei Medienredaktionen eingedrungen. Beim Nachrichtensender BFMTV bedrohte er einen Redakteur mit einem Gewehr, bei der Zeitung Libération schoss er einen jungen Foto-Assistenten nieder, der lebensgefährlich verletzt wurde. 

Mehrfach wurden in Frankreich im Laufe des vergangenen Jahres Journalisten auch bei Demonstrationen gewaltsam angegriffen, so etwa bei einer Kundgebung gegen einen umstrittenen Staudamm im Département Tarn am 2. November, sowie während pro-israelischer und pro-palästinensischer Demonstrationen im vergangenen Sommer. 

Frankreich steht auf Platz 39 von 180 Ländern auf der Rangliste der Pressefreiheit

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Protestmail

Empfänger

Staatspräsident Ilcham Alijew

Betreff

Vorwürfe gegen Khadija Ismajilowa fallen lassen!

Sehr geehrter Herr Staatspräsident,

am 1. September hat ein Gericht in Baku die Journalistin Khadija Ismajilowa zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht befand sie der Untreue, illegaler Geschäfte und Steuerhinterziehung für schuldig. Khadija Ismajilowas einziges Vergehen war jedoch, dass sie mutig und beharrlich über Korruption und Vetternwirtschaft in höchsten Regierungskreisen recherchierte.

Ismajilowa ist international für ihre Recherchen über Korruption und Vetternwirtschaft in höchsten aserbaidschanischen Regierungskreisen bekannt und mehrfach dafür ausgezeichnet worden. Sie war seit Jahren Gerichtsverfahren und massivem Druck der Behörden ausgesetzt, da sie es wagte, Tabuthemen aufzugreifen. Nur wenige Tage vor ihrer Verhaftung hatte der Chef des aserbaidschanischen Prädidialamts die Journalistin in einer Rede beschuldigt, sie verbreite hasserfüllte Vorstellungen über das Land, um ihren ausländischen „Förderern“ – eine Anspielung auf westliche Staaten – einen Gefallen zu tun.

Die aserbaidschanischen Behörden versuchen offensichtlich mit allen Mitteln, eine führende Kritikerin ihres autoritären Regimes zum Schweigen zu bringen.
Khadija wurde zwar am 25. Mai 2016 aus der Haft entlassen, die absurden Vorwürfe gegen die Journalistin müssen aber umgehend fallen gelassen werden.

Ich fordere Sie hiermit auf, Khadija Ismajilowa unverzüglich von allen Vorwürfen freizusprechen!
[IHR NAME / INSTITUTION wird hier eingefügt]

Die Kampagne ist beendet.

Das Kondolenzbuch ist geschlossen.

Herzlichen Dank für Ihre zahlreichen Einträge. Das Kondolenzbuch haben wir am 3. Juni 2015 an den französischen Botschafter übergeben.

Der brutale Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo markiert einen schwarzen Tag für die Pressefreiheit. Er ist ein Angriff auf unsere Freiheit. Alle unsere Gedanken sind bei den Getöteten, Verletzten und Hinterbliebenen.