Podiumsdiskussion am 4. Oktober 2016 in Berlin ICS

Ausnahmezustand – Quo vadis Türkei?

Trauernde Frau in Diyarbakir. © Martin Gerner

Zweieinhalb Monate nach dem Putschversuch in der Türkei diskutieren deutsche und türkische Autoren und Journalisten über die Auswirkungen des Ausnahmezustands

am Dienstag, 4. Oktober,
um 19 Uhr
im Grünen Salon in der Volksbühne
Rosa-Luxemburg-Platz 2
10178 Berlin.

Auf dem Podium:
Regula Venske, Schriftstellerin, Generalsekretärin PEN Deutschland
Imre Török, Schriftsteller, PEN/Verband deutscher Schriftsteller
Osman Okkan, Journalist und Filmemacher
Moderation: Martin Gerner, freier Journalist (Deutschlandfunk/ARD)Journalists Network

Seit dem Putschversuch Mitte Juli gehen die türkischen Behörden vehement gegen regierungskritische Journalisten, Autoren und Medien vor. Die schon zuvor angespannte Situation für Medien- und Kulturschaffende in der Türkei hat sich damit noch einmal erheblich verschärft. Rund 100 Journalisten sind im Gefängnis. Auch Autoren wurden inhaftiert, die Reisepässe weiterer Journalisten wurden eingezogen oder für ungültig erklärt. Mehr als 100 Medien und 29 Buchverlage wurden geschlossen, unter Publizisten und Verlegern herrschen Angst und Existenznot. Diesem komplexen Thema widmet sich die Podiumsdiskussion mit namhaften Journalisten und Schriftstellern.

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit dem Atelier für Photographie und der Fotoausstellung "Dream is Over - Diyarbakir und der türkisch-kurdische Konflikt" (6.Oktober bis 3. November 2016), die Teil des Europäischen Monats der Fotografie ist: Der deutsche Fotojournalist und ARD-Autor Martin Gerner hat im Oktober 2015 als einer von wenigen unabhängigen Reportern den Kampf um Diyarbakirs Altstadt Sur dokumentiert. Verlust und Leid der Zivilbevölkerung stehen im Mittelpunkt der Aufnahmen im Berliner Atelier für Photographie.

In Kooperation mit Reporter ohne Grenzen, Stiftung Umverteilen, KulturForum TürkeiDeutschland und Journalists Network.



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