Pressekonferenz am 14.07. in Berlin und Online ICS

Journalisten besser schützen – auch in Europa

Erk Acarer fotografierte sich selbst kurz nach dem Angriff.

Nur Stunden nachdem in Amsterdam der bekannte Journalist Peter R. de Vries auf offener Straße angeschossen und lebensgefährlich verletzt wurde, ist am Mittwoch vergangener Woche auch der türkische Journalist Erk Acarer angegriffen worden. Drei Männer lauerten ihm vor seiner eigenen Haustür in Berlin auf und verletzten ihn so schwer, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste.

Immer wieder werden Journalistinnen und Journalisten verbal und körperlich angegriffen, auch in Europa. Sie geraten ins Visier von Kriminellen, weil sie kritisch und mutig berichten oder weil sie als Teil der Opposition gegenüber autoritären Regimen ausgemacht werden. Offensichtlich fühlen sich die Hinterleute und Ausführenden mittlerweile sicher genug, ihre Opfer auf offener Straße anzugreifen – mitten in Berlin oder Amsterdam, teils am helllichten Tag.

Die Zivilgesellschaft muss sich mit allen Mitteln gegen solche Angriffe auf ihre Grundrechte wehren. Betroffene brauchen Schutz und Solidarität. Zugleich muss auch die Bundesregierung alles tun, um die in Deutschland lebenden Journalistinnen und Journalisten besser zu schützen.

Reporter ohne Grenzen, PEN-Zentrum Deutschland, dju in ver.di, DJV, Correctiv, Wissenschaftler:innen für den Frieden e.V. (Academics for Peace-Germany), das KulturForum TürkeiDeutschland e.V. und der Börsenverein des deutschen Buchhandels laden deshalb gemeinsam zu einer hybriden Pressekonferenz ein. Mit dabei sind:

  • Erk Acarer, Journalist u.a. für den Exilsender Artı Gerçek und Opfer des Angriffs vom vergangenen Mittwoch,
  • Can Dündar, Journalist und Chefredakteur von Özgürüz (online zugeschaltet),
  • Aslı Erdoğan, Schriftstellerin, und
  • Doğan Akhanlı, Schriftsteller.

Moderiert wird die Pressekonferenz von Anne Renzenbrink, Reporter ohne Grenzen, und Osman Okkan, Journalist und Sprecher des KulturForums. Vor Ort anwesend sein werden auch Kader Konuk, Professorin für Türkische Literatur und Direktorin von „Academy in Exile“, PEN-Vizepräsident Leander Sukov und RSF-Geschäftsführer Christian Mihr.

Wann: am Mittwoch, 14. Juli, ab 10.30 Uhr

Wo: in der RSF-Geschäftsstelle in Berlin. Bitte melden Sie sich per E-Mail an. Zugleich streamen wir die Veranstaltung online.

Die Anzahl der Teilnehmenden vor Ort ist auf 20 begrenzt. Alle Anwesenden müssen einen gültigen negativen Corona-Schnelltest oder den Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung vorweisen und sich über die Corona-Warn-App registrieren. In den Innenräumen muss eine medizinische Maske getragen werden.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt.



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