Jugendmedientage 2018 | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Fachtagung vom 04. bis 07. Oktober in Bremen ICS

Jugendmedientage 2018

Die Jugendmedientage 2018
Die Jugendmedientage 2018

Ihr habt Bock auf irgendwas mit Medien? Die Jugendmedientage sind das Medienevent für die Medienprofis von morgen! Vom 4. bis 7. Oktober 2018 treffen über 400 engagierte junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren in Bremen aufeinander, um gemeinsam leidenschaftliche Medienarbeit zu betreiben. Unter der Anleitung von Branchenexperten lernt Ihr handwerkliches Know-how, erweitert Eure Medienkompetenzen, spinnt kreative Ideen und knüpft Kontakte − zu Profis wie zu Gleichgesinnten.

vom Donnerstag, 04. Oktober 2018
ab 13:00 Uhr
bis Sonntag, 07. Oktober 2018
um 12:00 Uhr
in der Universität Bremen,
Bibliothekstraße 1, 28359 Bremen


Am Donnerstag ab 19:00 Uhr: ROG-Mitgründerin und Vorstandsmitglied Gemma Pörzgen diskutiert mit Angelique Geray (Axel-Springer-Akademie), Markus Bickel (Chefredakteur Amnesty Jounrnal) und Dr. Lutz Kinkel (Europäisches Zentrums für Presse- und Medienfreiheit) folgendes Thema:


Grenzgänger – Informationen um jeden Preis?

Täglich erreichen uns Nachrichten aus aller Welt – nur selten fragen wir uns, wer sie gemacht hat und um welchen Preis sie uns erreichen. Wie frei ist die Presse wirklich, wenn politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen eine Rolle im journalistischen Alltag spielen? Wie weit kann man gehen, um Informationen ans Licht zu bringen und welchen Gefahren setzen sich Medienmachende aus, die aus Krisengebieten, in medienfeindlichen Umgebungen oder einfach nur kritisch berichten?

Gemeinsam mit vier Experten und Expertinnen möchten wir herausfinden, wie Medien die Welt, die wir wahrnehmen, beeinflussen und was es bedeutet, zwischen mehr als „nur“ ethischen Grenzen zu stehen. Wir wollen diskutieren, wie sich Realität verändert und erfahren, wie wir dazu beitragen können Medienmachende in kritischen Regionen zu schützen.

Für Reporter ohne Grenzen wird Franziska Görner folgende Veranstaltungen im Erzählcafé leiten:

Journalisten im Fokus der Geheimdienste (Freitag von 14:30 bis 16:00 Uhr)

Was Journalistinnen und Journalisten recherchieren, interessiert nicht nur ihr Publikum – für die Details und Hintergründe ihrer Arbeit interessieren sich nachweislich auch Geheimdienste. Deren Aufgabe ist es schließlich, Informationen zu beschaffen. Dass sie dabei – obwohl es ihnen häufig verboten ist – nicht immer die Rechte von Journalistinnen und Journalisten beachten, ist durch diverse Beispiele leider gut dokumentiert.

Reporter ohne Grenzen setzt sich seit Jahren dafür ein, die Rechte von Journalistinnen und Journalisten gegenüber den Geheimdiensten zu stärken. Ein Fokus liegt unter anderem darauf, den Rechtsschutz zu verbessern, dass sie also etwa informiert werden, wenn sie überwacht wurden.

Franziska Görner berichtet in ihrem Erzählcafé über ein Projekt von ROG, bei dem der deutsche Bundesnachrichtendienst im Visier war: Mit Hilfe einer Klage ist es gelungen, die zuvor illegale Analyse von Daten über Telefongespräche zu stoppen. Mit welcher Strategie ist Reporter ohne Grenzen dabei vorgegangen? Und was hilft das Journalistinnen und Journalisten in der Praxis?


Wie Deutschland die Überwachung von Journalisten im Ausland zulässt (Freitag von 16:30 bis 18:00 Uhr)
Der Staat hängt bei der Recherche in der Leitung und lauscht mit – der Alptraum von Journalistinnen und Journalisten. Reporter ohne Grenzen beobachtet jedoch regelmäßig solche Fälle auf der gesamten Welt. Digitale Überwachung ist ein globales Problem für den Journalismus, doch gerade in Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit werden Journalistinnen und Journalisten dadurch systematisch unterdrückt.

Was viele nicht wissen: Die Überwachungstechnologie entwickeln die Staaten meist nicht selbst, sondern kaufen sie ein – auch bei deutschen Unternehmen. Späh-Software wird hierzulande entwickelt und dann in Länder exportiert, in denen damit Menschenrechte verletzt werden.

In ihrem Erzählcafé spricht Franziska Görner über diesen schattigen Markt, erläutert die Systematik anhand einzelner Fälle – und berichtet, wie mit einer strengeren Exportkontrolle solcher Technologien auch gerade Länder wie Deutschland ihrer Verantwortung für die Pressefreiheit in anderen Ländern besser gerecht werden sollten.

Noch Fragen? Dann melde dich bei: fragen@jugendmedientage.de



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