Wenn Worte und Bilder zensiert werden: Über die Freiheit von Meinung und Information | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Podiumsdiskussion am 15.10.2019 in Berlin ICS

Wenn Worte und Bilder zensiert werden: Über die Freiheit von Meinung und Information

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©Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Datum: 15.10.2019

Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Kronenstraße 5, 10117 Berlin

Aus Protest gegen die politischen Verhältnisse gingen im Herbst '89 tausende DDR-Bürgerinnen und -Bürger auf die Straße und forderten ihr Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Besonders in Erinnerung bleibt die Montagsdemonstration vom 9. Oktober in Leipzig. Von einem Kirchturm aus filmen zwei Fotografen den Protestmarsch gegen das SED-Regime. Ulrich Schwarz, DDR-Korrespondent des Magazins „Der Spiegel“, schmuggelt die Aufnahmen über die Grenze in den Westen. Noch am gleichen Abend strahlen die ARD-Tagesthemen sie aus – auch für das Publikum in der DDR.

Welche Rolle spielten diese Filmaufnahmen für den weiteren Verlauf des Herbstes 1989 und die friedliche Revolution? Und wie ist es heute um die Meinungs- und Pressefreiheit bestellt? 36 Journalistinnen und Journalisten wurden in diesem Jahr weltweit aufgrund ihrer Arbeit getötet. Nahezu 400 Medienschaffende befinden sich aufgrund kritischer Berichterstattung in Haft. Defizite bei der Meinungsfreiheit sind selbst in EU-Staaten wie Ungarn oder Polen zu beobachten.

PROGRAMM

Begrüßung

Dr. Helge Heidemeyer, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Impulsvortrag

Gerd Poppe, DDR-Bürgerrechtler und Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Diskussion

  • Gerd Poppe
  • Gemma Pörzgen, Vorstandsmitglied von Reporter ohne Grenzen
  • Ulrich Schwarz, Journalist „Der Spiegel“, 1985-89 Korrespondent in der DDR

Moderation: Maria Ossowski
ARD-Hörfunkjournalistin, Rundfunk Berlin-Brandenburg

Weitere Infos finden Sie hier: www.stiftung-hsh.de/veranstaltungen/achtung-menschenrechte/wenn-worte-und-bilder-zensiert-werden/

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